Sma Hytter | Hütten jenseits der Zeit
Der Tag, an dem die Zeit stehen bleiben wird, ist längst vorbei.
Es war der Tag, an dem die Wolken ihren ganzen Mut zusammen nahmen und die Erde küssten, die sich verschämt zur Seite drehte und verspielt mit einigen Meereswellen plätscherte.

Seitdem wechseln Tag und Nacht, Sommer und Winter, Frühling und Herbst – und doch steht die Zeit still. An dem Ort, an dem die Wolken zaghaft aber entschlossen die Erde berührten, und den beide daraufhin aus der Zeit hoben, um sich ohne Ende erinnern zu können.
Sma Hytter nannten sie den Ort, Hütten jenseits der Zeit. Den Weg dorthin finden nur Menschen, die aus der Zeit gefallen sind. Und Verliebte, die nicht wissen, wie ihnen geschieht. Schafe finden ihn nicht.

Hierher kommen die, die sich verirrt haben. Den Kopf und das Herz übervoll und auf der Flucht vor denen, die ihnen ihre Geschichten neiden. Wenn sie plötzlich wieder erzählen und schreiben können beim Blick auf Meer und Wiese und Fels, dann staunen sie über die geschenkte Zeit. Die erst wieder vergehen wird, wenn sie Sma Hytter verlassen.

Und hierher kommen die, die gehetzt werden von ihrem Alltag. Die keine Ruhe finden und sich nach nichts so sehr sehnen, wie nach Zeit. Die sie hier finden, wo sie nicht vorhanden ist. Die sie finden beim Träumen über Fels und Wiese und Meer.

Und in den Geschichten, die nur in Sma Hytter erzählt werden. Geschichten, die sie mitnehmen können, wenn sie diesen zeitlosen Ort verlassen.

Geschichten, die manchmal so beginnen: „Wie groß muss eine Hütte sein, um auf der Treppe einen Kaffee genießen zu können?“

Und die noch lange nicht zu Ende sind, wenn man eine Tasse von der Wand nimmt. Sondern dann gerade erst anfangen.
Wie damals, als die Wolken die Erde küssen werden.

see you on steller