Mythos Triggerwarnungen
Tim
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Kommentar von Twitter-User @sofakante:

„Ich glaube, es gibt da eine Verwechselung zwischen dem Gebrauch der Triggerwarnung und dem Begriff Trigger in der Psychologie/Psychiatrie. Ja, es soll warnen, aber zumindest in meinem Umfeld geht es nicht darum Trigger zu vermeiden, sondern sich bewusst mit z.B. Texten auseinander zu setzen. Und so als Überlebende finde ich es schon nett, wenn ich vorher weiß, dass z.B. Missbrauch thematisiert wird, weil ich dann entscheidne kann, ob ich vielleicht gerade eh maximal gestresst bin und es sinnvoller ist, den Text morgen zu lesen. Und Trust me, ich weiß, dass Alltagsdinge triggernder sein können als explizite Beschreibungen, aber ich möchte trotzdme gerne darauf vorbereitet sein, wenn ich sowas lese. Das macht es mir einfacher. Menschen, die Diskriminierung irgendeiner Art jeden Tag begegnen haben vielleicht einfach keine Lust, auch noch in ihrer Freizeit sowas zu lesen. Ich finde das legitim. Eventuell wäre „CN“ für „Contentnote“ schöner, aber TW hat sich nun einmal durchgesetzt.

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