In der Domsingschule

Braunschweig 2017 – Tag 3

Heute stand eine letzte wichtige Aufführung unserer diesjährigen Konzertreise auf dem Programm. Wir durften einen Gottesdienst am Dom zu Braunschweig mitgestalten. Also: 7:00 Uhr Aufstehen und 7:30 Uhr Frühstücken um schließlich rechtzeitig um 9:00 Uhr an der Kirche zu sein.

Dort wurden wir von Domküster (in Braunschweig auch Domvogt genannt) Lothar Püster im Chorraum des Doms empfangen. Wir waren wirklich sehr beeindruckt von den dortigen Probenbedingungen. Schnell war klar, dass Chormusik hier einen hohen Stellenwert hat und auch sehr wertgeschätzt wird. Herr Püster machte uns mit dem Ablauf des Gottesdienstes vertraut und wir lernten auch den Domkantor Gerd-Peter Münden und die Dompredigerin Cornelia Götz kennen.

Nach dem Einsingen im Dom selbst probten wir auch den Ein- und Auszug in die Kirche, da hier es üblich ist, dass Prediger und Chor gemeinsam einziehen. Ebenfalls zu den hiesigen Traditionen gehört, dass der Chorleiter ein Messegewand trägt. Herr Henkel heute also auch im Chorrock – wir finden, dass könnten wir bei uns eigentlich auch bei uns einführen! Um 10:00 Uhr fing der Gottesdienst im sehr gut besuchten Dom an. Ein schöner Abschluss unserer Fahrt!

Domkantor Gerd-Peter Münden gemeinsam mit Herrn Henkel im traditionellen Messegewand

Nach dem Gottesdienst lud man uns in die angegliederte Domsingschule auf ein Getränk ein. Ein weiteres Highlight ließ nicht lange auf sich warten. Der Domkantor Herr Münden gab uns eine exklusive Domführung. Wir besichtigten die Krypten, sowie das Grab von Heinrich dem Löwen. Auch durften wir den Glockenturm besteigen. Hier erlebten wir einen Glockenschlag hautnah – ganz schön laut! Für nicht jedermann geeignet war jedoch der Anblick eines seit 300 Jahren toten Mädchens, dass bis heute im Domturm aufgebahrt liegt.

Nach der Führung ging es mit dem Bus wieder ins Hotel zum Mittagessen. Nudeln-All-You-Can-Eat mit einer großen Auswahl an Sorten und Soßen. Nach einer einstündigen Mittagspause mussten wir uns schweren Herzens von einer Knaben- und einer Männerstimme verabschieden, die die vorzeitige Heimreise antreten mussten. Zum Trauern gab es aber keine Zeit, denn es ging direkt weiter zum nächsten Programmpunkt: Wir fuhren in den benachbarten Harz zu einem Baumwipfelpfad. Trotz Höhenangst bezwangen letztlich doch alle den Abenteuerpfad über den Bäumen und genossen die Aussicht über das Mittelgebirge. Gute Luft hier oben!

Auf dem Baumwipfelpfad

Vor dem Schlafengehen ging es für die Knaben noch zu einem Amerikanischen Schnellrestaurant während die Männerstimmen den Abend beim Italiener ausklingen ließen. Wir brauchen nun noch ein bisschen, bis wir unsere riesigen Pizzen aufgegessen haben, daher für heute: Gute Nacht.