Risikobewertung
Zur Bewertung eines spezifischen Risikos gehören immer zwei Fakten: zum einen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Zum anderen, wie hoch im Falle, dass das angenommene Szenario eintritt, der Schaden sein könnte. Oft sind Risiken, die zwar wahrscheinlicher sind, aber dafür einen viel geringeren Schaden verursachen, die bessere Wahl als sehr unwahrscheinliche, aber total katastrophale Risiken. Nur im Zusammenspiel der beiden Größenordnungen (Wahrscheinlichkeit und zu erwartender Schaden) kann man beurteilen, wie man sich gegen des Risiko absichern will.
Die Frage also, wie wahrscheinlich eine Klimaveränderung in den nächsten Jahrzehnten ist — und an der Stelle ist es ja sogar egal, ob nun von Menschen verursacht oder nicht — muss also auch gemeinsam mit der Frage bewertet werden, für wie groß man den Schaden durch die potenziellen Veränderungen hält, oder zumindest nach dem aktuellen Stand des Wissens um die globalen Zusammenhänge. Wenn man dann in den Gesamtkontext auch noch die Frage mit einbringt, ob es Mittel und Wege gibt, auf die wir mit unseren verfügbaren Werkzeugen was gegen diese zu befürchtenden Veränderungen gibt und ob wir damit einen — möglicherweise sogar unwahrscheinlich, aber dennoch katatrophalen–Schaden abwenden können, dann stellt sich da doch eigentlich keine Frage mehr, oder?
