Software, die ich nutze: 1Password

Jeder Passwort-Manager hat ein grundsätzliches Problem: Adoption. Die ersten Tage, in denen man sich nicht mehr auf das Speichern seiner Passwörter im Browser verlässt, tun weh. Warum sollte man das also überhaupt tun? Das Speichern der Passwörter im Browser ist nicht sicher: Deswegen sollte man es nicht tun. Nach meinem letzten Stand ist Firefox noch am sichersten, aber ich mag Firefox nicht. Meistens arbeite ich in Chrome, weil da auch die Erweiterungen mir am besten taugen.

(Und eine Vielzahl von Erweiterungen bedeutet auch, dass da mal eine dabei sein kann, die nur Daten ausliest und als Malware bezeichnet werden könnte. Noch ein Grund dafür, die Passwörter dort nicht aufzuheben.)

Deswegen hat es länger als notwendig gedauert, bis ich auf einen Passwort-Manager umgestiegen bin. Also aktiv. Mit der IT-Sicherheit und dem Passwort-Manager ist es in etwa so wie mit dem Wunsch nach Fitness und der Mitgliedschaft im Fitness-Studio: Erst wenn du wirklich Gewichte stemmst und schwitzt, kannst du fit werden. Und eben sicher.

Ein paar hundert Accounts liegen jetzt in 1Password. Die meisten derer, die ich regelmäßig benutze. Leider gibt es immer noch eine lange Liste von etwa 800–1000 Accounts, die ich migrieren müsste. Aber das habe ich noch nicht getan, weil sich der Aufwand kaum lohnt. Jede Sicherheitskette ist natürlich nur so sicher wie ihr schwächstes Glied, daher ist das natürlich fahrlässig. Und ein paar Accounts sind auch schwer 1Password beizubringen — wie etwa mein ständig benutzter iCloud-Zugang. Schließlich loggt man sich damit nicht in einem Browser so oft ein, die Apple-Online-Services taugen nicht so viel.

Wenn die ersten 100 erst mal eingegeben sind, geht es ganz schnell.

Und wo ihr schon dabei seid: Richtet für die Accounts, bei denen es geht, gleich Two-Factor-Authentification ein.


Originally published at Krautsource.

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