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Du hast immer noch keinen Erfolg? Ich verrate dir warum

Es ist schon lustig wie die meisten Menschen den Erfolg anderer betrachten. Auf einmal ist er da! Der sogenannte Übernacht-Erfolg. Wir sehen wie andere scheinbar aus dem Nichts alles erreichen, was wir auch wollen. Sie sind erfolgreich, haben Vorzeige Familien, sind fit und schlank, schönes Auto, schönes Haus. Kurz: Sie leben ihren Traum. Es müssen ja nicht gleich alle Dinge auf einmal sein. Oft reicht der Erfolg eines Mitmenschen in nur einem Bereich aus, um uns neidisch zu machen.

Die harte Wahrheit ist aber, dass Erfolg kein Ereignis, sondern ein Prozess ist.

Neid bedeutet, dass man einem anderen Menschen etwas nicht gönnt. Und dieses Gefühl kann nur aufkommen, wenn wir dieses Etwas selber haben wollen, es aber noch nicht haben. Wir neiden jemand anderem seinen fitten und schlanken Körper nur, wenn wir selber auch einen haben wollen, aber unsere überflüssigen Pfunde einfach nicht loswerden können.

Die Entscheidung

Am Anfang steht die Entscheidung. Wenn wir wirklich in irgendetwas erfolgreich sein wollen, dann müssen wir uns als erstes und wichtigstes aktiv dazu entscheiden.

Ich habe früher in jüngeren Jahren mäßig gut Gitarre gespielt. Ich hatte einige Freunde die richtig gut waren. Wenn wir uns zum „jammen“ getroffen haben, habe ich mir immer gewünscht so gut wie die anderen zu sein. Ich habe es bei mir immer auf mangelndes Talent geschoben. Was ich mir damals aber nicht eingestehen wollte: Die anderen haben auch täglich 3–5 Stunden geübt. Jeden Tag! Immer und immer wieder die gleichen Techniken hoch und runtergespielt, bis die Fingerkuppen so schmerzten, dass es nicht mehr ging. Ich war damals nicht bereit, diese Mühsal auf mich zu nehmen. Ich hatte nicht die Entscheidung getroffen, das Gitarrespielen zu meinem Hauptfokus im Leben zu machen. Ich war zu zerstreut, hatte zu viele Hobbys und damit zu viele Prioritäten. Deswegen bin ich auch kein sehr guter oder gar erfolgreicher Gitarrenspieler geworden.

If you have more than three priorities, then you don’t have any“ — Jim Collins

Der Prozess besteht meist im bewussten Üben. Das geht zurück auf die Theorie der 10.000 Stunden Regel. Der schwedische Psychologe K. Anders Ericsson hat die 10.000 Stunden Theorie aufgestellt. Zu weitläufiger Bekanntheit ist sie dann durch den Autor Malcolm Gladwell gelangt.

In den Medien hat diese Regel auch schon ihren Einzug gefunden. Was aber oft weggelassen wird, ist der Zusatz bewusst. Es geht also nicht darum einfach nur 10.000 Stunden lang irgendetwas zu machen und danach richtig gut darin zu sein, sondern es geht darum bewusst und bedachtsam zu üben.

Mann muss jedoch bereit sein diesen Weg zu gehen, und andere Wege dafür bewusst auszuschließen. Das ist der Grundsatz einer Ent-scheidung. Man scheidet bewusst von anderen Optionen.

Hard choices, easy life. Easy choices, hard life“ — Jerzy Gregorek

Der erste Schritt ist also bewusst die Entscheidung zu treffen in etwas richtig gut zu werden, ergo Erfolg zu haben. Dafür muss man dann aber auch genauso bewusst andere Sachen vernachlässigen. Leider haben wir Menschen nicht den Fokus in allen Lebensbereichen zur Spitze gehören zu können. Ich würde mir auch wünschen jeden Tag 10 Stunden meiner kreativen Arbeit widmen zu können, 5 Stunden mit Bücher lesen zu verbringen, 5 Stunden mit meiner Frau reden und schöne Sachen unternehmen zu können, 2 Stunden trainieren zu können, 2 Stunden mit Journal schreiben, meditieren und reflektieren verbringen zu können, 3 Stunden mit Freunden zu verbringen, 3 Stunden Filme und Serien zu schauen, 8 Stunden zu schlafen. Wer nachgerechnet hat, wird feststellen, dass das ein Tag auf einem anderen Planeten sein muss, der mehr als 24 Stunden hat.

Man muss wissen was man will. Ich habe in einem früheren Artikel erwähnt, dass man anstatt fester Ziele zu haben, lieber kurzfristige, 3–6 monatige Experimente machen sollte, die einen total begeistern und in die man für diese Zeit all seine Energie steckt. Man kann innerhalb eines Jahres für jeden Lebensbereich ein solches Experiment durchführen und nutzt dann die besten sich daraus ergebenden Optionen.

You don’t have to be great to start, but you have to start to be great“ — Zig Ziglar

Die Selbstverpflichtung

Nachdem du den ersten Schritt der Entscheidung gegangen bist, musst du dich dieser verpflichten oder im Denglischen: committen.

Ohne eine starke Selbstverpflichtung gegenüber dem Prozess, dem Ziel oder dem Experiment, welches man anstrebt, wird einen die Motivation recht schnell verlassen. Wenn wir an einer Sache arbeiten, dann müssen wir uns am Anfang noch mit Willenskraft dazu aufraffen. Willenskraft verhält sich aber wie eine Batterie. Irgendwann ist sie leer. Vor allem das Treffen von Entscheidungen entleert diese Batterie. Wenn wir also am Anfang des Tages noch voller Tatendrang und gewillt sind Dinge zu tun und Entscheidungen zu treffen, liegt das einfach daran, dass die Batterie noch voll ist. Wenn der Tag sich jedoch dem Ende entgegen neigt und wir schon viele Entscheidungen getroffen und uns oft überwunden haben, dann ist einfach keine Willenskraft mehr da.

Wenn wir uns jedoch einem Ziel so richtig verschrieben haben, wenn wir ein echtes commitment eingegangen sind uns so sehr darauf eingestellt haben, dass wir emotionalen Schmerz mit der Nichterreichung dieses Ziels verbinden, dann werden andere Energiequellen als unsere Willenskraft angezapft. Diese Form der Autosuggestion führt dazu, dass unser Gehirn versucht konsistent zu unseren Überzeugungen zu handeln. Wir Menschen wollen in unseren Handlungen kongruent sein zu unseren Überzeugungen. Wenn wir uns also z.B. einreden, dass wir ein Mensch sind auf den Verlass ist, der ein „Selbststarter“ ist, der die Dinge immer sofort erledigt, dann wird es uns irgendwann körperlich schier unmöglich sein, wichtige Dinge nicht zu erledigen. Das Bild welches wir von uns selber im Kopf haben und das Bild welches wir abgeben (wenn wir Dinge nicht sofort erledigen), passen einfach nicht zusammen und unser Gehirn wird alles dafür tun um diesen „Offset“ zu korrigieren.

Das ist die wahre Macht der Selbstverpflichtung. Willenskraft ist dagegen wie eine Fliege im Porzellanladen. Sie kann nichts anrichten.

You always have two choices: your commitment vs. your fear“ — Samy Davis Jr.

Starte JETZT

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