The Zorro Circle: Erfolg unter die eigene Kontrolle bringen

Zorro: Ein Held, nach allen Regeln des Wikipedia-Eintrags, der sich für diejenigen in waghalsige Kämpfe stürzt, denen selbst die Fähigkeiten fehlen. Nicht immer jedoch, war er in voller Kontrolle seiner Künste und der in ihm wütenden Passion für Gerechtigkeit.

Ganz im Gegenteil. Am Anfang des Films „Die Maske des Zorro”, war er seiner aufflammenden Leidenschaft ausgesetzt. In Kombination mit fehlender Geduld und Disziplin hob ihn sein unstillbares Verlangen nach dem Kampf gegen das Böse geradewegs in einen unkontrollierten Höhenflug — der bekanntlich ebenso tief fallen lässt.

Zorro endete als gebrochener Mann, verloren in Trinkgelagen und Verzweiflung. Seine Rettung sollte Altmeister Don Diego werden. Don sah Zorros Potential und ließ ihn den einzigen Pfad einschlagen, der ihn zu dem charmanten Schwertkünstler machen sollte, welchen uns die Geschichten kennenlernen lassen.

Na klar: Das ist pure Fiktion, aber schon immer haben Storys eine wertvolle Message transportiert. Den Degen oder das Florett zu schwingen ist sicherlich nicht der Key, definitiv sollten wir uns jedoch dem Kern der Methoden Don Diegos annähern.

Die mächtige Taktik zum Erfolg? The Zorro Circle

Die erste Lektion Don Diegos: Der Meister zeichnete einen kleinen Kreis in den Sand. „Dieser Kreis wird deine Welt sein. Dein ganzes Leben. Solange, bis ich dir Anderes sage, ist nichts außerhalb dieses Kreises,” befahl er.

So kitschig es auch klingen mag (du wusstest, was auf dich zukommt, immerhin sind wir hier vollkommen in der Welt des Zorros): Der heißblütige junge Kämpfer wurde von Don Diego dazu verdonnert, nur in diesem kleinen Kreis zu trainieren, bis er diesen gegebenen Raum schließlich meisterhaft beherrschte und vor neue Aufgaben — eine Erweiterung seiner Welt quasi — gestellt werden konnte.

Es sollte nicht lange dauern, bis er an Seilen umherschwang, akrobatische Höchstleistungen erbrachte (ganz Zorro-mäßig natürlich, mit Feuer und das Ganze 1a filmisch inszeniert) und Don Diego schließlich in Schwertkämpfen schlug. Alles wäre nicht möglich gewesen, ohne den gemeisterten, ersten, kleinen Kreis.

Was steckt dahinter? Der Wert der Strategie Don Diegos

Laut Shawn Achor — dem Autor von „The Happiness Advantage” — bedient der Zorro Circle einen der größten Antriebe für Erfolg und Vollkommenheit eines „Handwerks” oder einer Aufgabe. Eine Herangehensweise wie diese macht es möglich, den größten Zielen näher zu kommen, ohne das Gefühl zu haben, die Kontrolle zu verlieren.

Der Zorro Circle lehrt ein essentielles Tool für Höchstleistungen und stetige Verbesserung in Job, Karriere und dem privaten Leben. Shawn Achor hat neben zahlreichen anderen Produktivitäts und Lebensqualitäts boostenden Strategien (entwickelt aus Forschungen mit 1600 Harvard-Studenten und Fortune-500-Unternehmen) herausgefunden, dass kaum etwas die Performance befeuert, wie kleine, überschaubare Goals.

Das Bewusstsein über die Resultate unserer Handlungen zu erlangen sei tatsächlich so ausschlaggebend, dass Pflegebedürftige, denen oftmals jegliche Kontrolle entzogen wird, nur mit der simplen Aufgabe, regelmäßig die Pflanzen zu bewässern, mehr Glückseligkeit erlangen. Und nicht nur das: Sogar die Sterberate verringert sich bei Pflegebedürftigen mit kleinen, alltäglichen Aufgaben um die Hälfte. So Shawn Achor in seinem Buch.

Warum unser Gehirn mit überwältigenden Ambitionen nichts anfangen kann

In Wahrheit ist die Evolution der Übeltäter. Unser Gehirn hat es einfach noch nicht auf dem Kasten, einen Säbelzahntiger von 100 unbeantworteten E-Mails zu unterscheiden, oder der Überwältigung standzuhalten, die viele unüberschaubare Schritte zu einem Endziel mitsichbringen.

Das Limbische System — die Region unseres Gehirns, zuständig für das Verarbeiten von Emotionen — antwortet auf Situationen, die uns schlicht überwältigen mit einem „flieh oder kämpf’”-Zustand, der jegliches, logisches Denken unter sich begräbt und alle Schalter auf „Survival” stellt.

Aufgaben, die uns der Alltag stellt sind in der Regel besser bedient, wenn wir zunächst denken und dann handeln. Stehen wir allerdings unter Druck, beginnt der Körper zu viel Cortisol auszuschütten: Das Stresshormon. Sind wir fast auf 180, dann reicht der kleinste Rückschlag, selbst der wohlwollendste Kollege, der unser Gehirn endgültig überfordert, um die Amygdala zu triggern und das emotionale Hijacking, wie es Wissenschaftler bezeichnen, findet statt — rationales Denken wird unmöglich. Unser Gehirn meint, vor einem Säbelzahntiger zu stehen, der eigentlich nur zu viel Arbeit auf unseren Schultern ist.

3 Schritte, um das rationale Denken nicht kapern zu lassen

Schritt 1: Wir müssen uns unseren Emotionen bewusst werden. Wann immer wir beginnen, das Gefühl der Überwältigung oder des Kontrollverlusts zu spüren, gilt es, diese Emotionen in Worte zu fassen.

Laut Shawn Achor, zeigen Gehirn-Scans, dass verbale Informationen sofortige Besserung schaffen, die negativen Gefühle verbannen und uns wieder in die Lage versetzen, rationale Entscheidungen treffen zu können.

Ob wir unsere Gefühle des Kontrollverlusts und Stresses nun vor die Füße einer vertrauten Person schütten, oder wir ein Journal führen: Der erste Schritt, um die Kontrolle über unseren Kopf zurückzuerlangen, ist das in Worte Fassen der vorherrschenden Probleme.

Schritt 2: Selten unterliegen alle Aspekte einer Situation unserer Kontrolle. Wir sorgen uns also um Dinge, die wir überhaupt nicht beeinflussen können.

Lass uns darüber bewusst werden, welche Bereiche unserer Arbeit tatsächlich von unseren Mühen betroffen sind. Somit klären wir die Sicht von Aufgaben, die in Wahrheit keine Anstrengung wert sind und können uns mit den Tasks befassen, die uns oder das Projekt konkret nach vorne bringen.

Schritt 3: Nun kommt der Zorro Circle ins Spiel. Welches Ziel ist schnell erreichbar? Attackieren wir eine zu bewältigende Aufgabe und fokussieren unsere Energie auf Resultate, dann steigt die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg.

Als Texter ist mein Ziel, die 200-Wort-Marke jeden Tag zu knacken. Das ist nicht nur vollkommen machbar, sondern verdammt leicht zu übertreffen. So werden’s schnell 500, 800 oder gar mehr als 1000 Wörter. Meinen Fokus auf Resultate zu lenken pusht nicht nur die Produktivität, sondern lässt mich zudem wissen, was machbar ist.

Note to myself: Erfolg ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wer seinen Weg zum Erfolg zu sprinten versucht, der riskiert nicht nur eine menge Muskelkater und Erschöpfung, sondern gibt womöglich frustriert auf.


Wir beide wissen, wie essentiell guter Content für deine Zielgruppe und dein Marketing ist. Mein Produkt als Freelance-Texter ist weniger mein Geschreibe mit einer menge Passion, als Zeit. Du hast einen Blog, eine Webseite, oder ein Projekt, wo akribisch recherchierte Content-Juwelen gebraucht werden? HIT ME UP! lauertmerlin@googlemail.com. Für mehr Leseproben (unter anderem auf Top-5-Blogs in Deutschland) check’ das: https://merlinlauert.contently.com/