Reflection in Action — mein Weg zum Blogpost

Photo by Diego PH on Unsplash

Dieses Semester bekamen wir eine neue Aufgabe: Die Reflektion des eigenen Schreibprozesses. Eine spannende Aufgabe, wie ich finde, da ich noch nie aktiv darüber nachgedacht habe, wie meine Texte entstehen. Wie kommt es also dazu, dass ihr meine fertigen Texte hier lesen könnt?

First things first: Die Ideen

Ich sammle eigentlich immer Ideen, sei es für die Arbeit, persönliche Weiterentwicklung aber auch Blogposts. Dafür führe ich je (zumindest) eine eigene Liste in Wunderlist, die ich mit Ideen befülle, sobald sie mir in den Sinn kommen. Das kann aufgrund einer Beobachtung — beispielsweise bei einem Abendessen im Restaurant — passieren, meistens ist es jedoch im Zusammenhang mit Lehrveranstaltungen oder nach der Lektüre eines spannenden Buchs oder Artikels. Wenn ich dann Zeit und Lust habe, einen Blogpost zu schreiben, kann ich gleich auf einen großen Ideenpool zurückgreifen.

Von der Idee zum Blogpost: Ein langer Weg.

Manchmal sogar sehr lange. Aber nicht das Schreiben selbst braucht viel Zeit, sondern das Schlichten der Gedanken und der Aufbau des Texts. Was möchte ich sagen? Wie gestalte ich es interessant für die Leser? Dazu mache ich mir viele Gedanken und einige Notizen. Der Text nimmt in meinem Kopf langsam Form an.

Sobald ausreichend Form da ist beginne ich zu schreiben. Dafür kommen zunächst grobe Überschriften zur Strukturierung ins Dokument, im Anschluss schreibe ich den Text mehr oder weniger einfach runter. Dabei fange ich nicht zwangsweise oben an, sondern schreibe die Inhalte zu der Überschrift, zu der ich gerade am meisten im Kopf habe. Hier fällt dann auch auf, wenn es Lücken in meinem geplanten Text gibt und ich ergänze bei Bedarf noch Absätze zur Zusammenführung der Ideen.

Wenn ich nicht gerade eine bahnbrechende Überschriften-Idee in meiner Wunderlist hatte, kommt die Verfassung der Hauptüberschrift immer erst, wenn der Text fertig ist. Im Anschluss werden noch einmal die Zwischenüberschriften überarbeitet.

Dann geht es ans Korrektur lesen. Hier unterteile ich in mehrere Stufen — das klassische Proofreading auf Fehler und Lesbarkeit kommt meistens am Schluss, davor und aus meiner Sicht noch viel wichtiger: Der rote Faden. Passt alles zusammen was ich schreibe? Mache ich Gedankensprünge? Fehlt irgendeine wichtige Information zum Verständnis für Leser? Dann kommen meistens noch einige Nachbesserungen und Verknüpfungen.

Wichtig ist mir auch, immer weiterführende Links einzufügen. Das mache ich ebenso am Schluss, um sicherzustellen, dass ich die passende Literatur zum Endprodukt habe. Dann noch ein letzter Check und los geht’s!

Was gefällt mir am Schreiben & Bloggen?

Normalerweise habe ich schon ein sehr klares Bild im Kopf wenn ich mit dem Schreiben beginne und verschriftliche es nur noch. Mir gefällt es, wenn die Gedanken Form annehmen und man es schafft, durch präzise Formulierungen seine Gedanken weiterzugeben. Das Schöne ist: Ich wollte schon immer Bloggen, wusste aber nie recht, worüber ich schreiben sollte. Hier kann ich nun unterschiedliche Dinge ausprobieren und beschäftige mich auch intensiv damit, welche Inhalte ich selbst ansprechend finde und lesen würde.

Was gefällt mir weniger? Was fällt mir schwer?

Da ich die meisten Texte in einem technischeren Umfeld schreibe, fällt es mir oft schwer, mich auf den richtigen Stil einzustellen. Wenn ich nicht aufpasse, verfalle ich sehr schnell in einen Schreibstil, den ich in dem Kontext selbst nicht gerne lesen möchte. Aber gerade deshalb finde ich es schön, dass wir diese Herausforderung im Rahmen des Studiums annehmen müssen — ich merke nämlich schon, dass mir diese Umstellung heute viel leichter fällt als noch vor einem Jahr.

Hi, I am a marketing manager currently exploring the world of content strategy at FH Joanneum.

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