Hi, Herr Kern!

Michael Kern, Bibliothekar in der Hengeler-Mueller-Bibliothek der Bucerius Law School

Hi Herr Kern, bitte stellen Sie sich doch kurz vor.

Ein Jahr nach der Ausbildung zum Bibliotheksassistenten (1998–2000) in Niedersachsen, bewarb ich mich an der ein Jahr zuvor gegründeten Bucerius Law School. „Bibliothekserfahrung“ hatte ich bereits als Student an der Universität Konstanz sammeln können, sozusagen die Nutzerseite einer Bibliothek kennengelernt.

Wie erleben Sie ganz persönlich den Austausch mit den Studierenden?

Am Infoplatz der Bibliothek, an dem ich täglich einige Stunden arbeite, müssen alle vorbei, sei es beim Heineingehen oder dem Verlassen der Bibliothek. Manche darf ich grüßen, manche mögen es eher anonym. Ich stehe ja nicht im Vordergrund, sondern die Bibliothek und ihre NutzerInnen. Wir Bibliothekare sind Dienstleister und ohne unsere Studierenden gäbe es die Hengeler Mueller-Bibliothek nicht, daher gehört eine gehörige Portion Freundlichkeit zu unserem Auftreten.

Freuen tue ich mich auch immer, wenn eine Studentin oder ein Student am Infoplatz ihr/sein Anliegen vorträgt, und ich den Namen bereits kenne. Das ist an einer kleinen Hochschule wie der unseren eher der Fall. Hat man einmal nach einem Beratungsgespräch noch etwas Wichtiges vergessen, kann man die Information noch nachreichen.

Was ist das Lustigste, das Ihnen während Ihrer Arbeit in der Bibliothek bisher passiert ist?

Eher zum Schmunzeln: als ich beim morgendlichen Rundgang fast über ein Feldbett gestolpert wäre — da hatte jemand die 24-Stunden-Öffnungszeit der Bibliothek voll ausgenutzt, um eine Arbeit fertigzustellen. Inzwischen gibt es aber einen studentischen Napping-Room außerhalb der Bibliothek. Feldbetten sind mir in der Bibliothek seitdem deshalb nicht mehr begegnet.

Was macht Ihrer Ansicht nach die Bucerius Law School aus? Warum sollte man gerade hier studieren?

Nun, unsere Rund-um-die-Uhr-Öffnungszeiten sind in der Bibliothekslandschaft kein Alleinstellungsmerkmal mehr, wie noch zu unseren Gründungszeiten; aber die Dienstbarkeit unserer Hauptbibliothek ist neben dem Propädeutikum (= die Einführungswochen an der BLS für den neuen Jahrgang) und dem Examensvorbereitungsprogramm einer von vielen Bausteinen, der den StudentInnen zum Ziel verhilft.


Das Interview führte Hanna Jacobsohn

Wenn ihr diese Geschichte interessant fandet, dann warten aufhttp://www.lawsome.hamburg/ noch mehr auf euch!