Hi Professor Jacobs!

Prof. Dr. Matthias Jacobs, Mercedes-Benz Werk Wörth 2015

Hi Professor Jacobs, bitte stellen Sie sich doch kurz vor.

Aber gerne … ich bin 50 Jahre alt, glücklich verheiratet und habe vier Kinder. Hochschullehrer bin ich seit 2005, und ich muss sagen, es ist der schönste Beruf der Welt. An der „Butze“ vertrete ich vor allem das Arbeitsrecht. Weil es das schönste Fach der Welt ist, habe ich also doppeltes Glück :-).

Sie sind Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht, der unter den Studierenden zu großen Teilen auch als „Partylehrstuhl“ bekannt ist. Kennen Sie dieses Image und wie gehen Sie damit um?

Das Image kenne ich, klar. Wie ich damit umgehe? Es ist so, wie es ist. Wir finden am Lehrstuhl, wer hart arbeitet, darf auch fröhlich feiern. Das eine schließt das andere nicht aus — im Gegenteil. Alles andere wäre ja irgendwie traurig. Andererseits muss klar sein (und ist es auch): Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Also: Arbeiten und Feiern parallel geht nicht und ist auch sonst strikt zu trennen. Und: Da der Lehrstuhl nicht nur gelegentlich feiert, sondern vor allem hart arbeitet, kann ich mit dem Image gut leben.

Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt im kollektiven Arbeitsrecht. Was kann man sich darunter genau vorstellen und was macht es für Sie so spannend?

Das kollektive Arbeitsrecht — also vor allem das Arbeitskampf-, das Tarifvertrags- und das Betriebsverfassungsrecht — ist so spannend, weil es nicht nur wie das Individualarbeitsrecht das Rechtsverhältnis zwischen dem einzelnen Arbeitgeber und Arbeitnehmer betrifft, sondern die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und ihren Verbänden und Repräsentanten regelt. Es muss also ganz verschiedene und zum Teil sehr unterschiedliche Interessen zum Ausgleich bringen. Dazu ist es ein sehr politisches und ein sehr dynamisches Rechtsgebiet. Man kann wunderbar diskutieren. Außerdem ist es, wie das Arbeitsrecht überhaupt, sehr nah am Leben „dran“. Das macht es so einzigartig.

Warum sollte man sich ihrer Meinung nach an der Bucerius Law School bewerben?

Ach ja, das hatte ich oben vergessen: Ich lehre und forsche an der besten Hochschule der Welt. Warum? Sehr gute Studienbedingungen, sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Professorinnen und Professorinnen, ein toller Campus, eine wunderbare Stadt … das könnte ich immer weiter fortsetzen. Aus studentischer Sicht außerdem: ein wissenschaftlich anspruchsvolles Studium, das auch praxisbezogen und durch das Auslandstrimester auch international ist. Nicht zu vergessen: Es gibt ein einzigartiges Netzwerk, das schon während des Studiums entsteht, aber insbesondere auch danach von unseren Alumni vorbildlich gehegt und gepflegt wird. Besser geht’s nicht, oder?


Das Interview führte Hanna Jacobsohn

Wenn ihr diese Geschichte interessant fandet, dann warten auf http://www.lawsome.hamburg/ noch mehr auf euch!

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