Reto mit Philipp Rösler in San Francisco

Hi Reto!

Dieses Interview ist Teil einer Reihe von Interviews, die wir mit Alumni der Bucerius Law School geführt haben und führen werden. Heute stellen wir Euch Reto Gericke vor, Student aus dem Jahrgang 2009.

Hi Reto, bitte stell dich doch kurz vor.

Moin, ich komme ursprünglich aus Rosengarten bei Hamburg und habe 2009 an der Law School angefangen. Mit dem Bachelor bin ich 2013 dann auch schon wieder gegangen und mittlerweile arbeite ich in Berlin.

Du bist nach deinem Bachelor-Abschluss an der Law School ganz schön rumgekommen. New York und Berlin waren nur zwei von vielen Etappen. Was hast du so gemacht?

Ich habe erstmal versucht herauszufinden, ob es wirklich eine gute Entscheidung war nach dem Bachelor aufzuhören, weil der Eindruck, der einem an der Uni vermittelt wird ja häufig gegenteilig ist. In meinem Praktikum bei Team Europe in Berlin fühlte ich mich dann aber bestätigt. Ich hatte mich dank Tips einiger Alumni vorher schon an der Business School in Stanford für ein Management Programm für Absolventen nichtwirtschaftlicher Fächer beworben, das gleich im Anschluss an das Praktikum startete. Und weil ich schon in etwa wusste, was ich machen wollte, habe ich den Rest des Jahres Freunde in Nordamerika und Europa besucht und dabei gerne längere Stops gemacht, dabei zum Beispiel auch einen Monat in New York verbracht. Durch einen glücklichen Zufall und auch weil ich selten unerwähnt lasse, was ich gerade mache, kam Rocket Internet auf mich zu, so dass ich nach einem knappen Jahr des Ausprobierens und kurz vor dem Gründung eines Unternehmens doch erstmal Assistent des CEO von Rocket Internet wurde.

Was hast du von deiner Zeit an der Law School mitgenommen?

Vor allem viele Freunde. Ich fand die Law School-Gemeinschaft hatte von Anfang an einen starken Zusammenhalt. Insbesondere der Alumniverein und die Unternehmerinitiative helfen nicht nur Kontakt zu halten, sondern auch neue Menschen kennenzulernen. Ich habe auch gelernt, dass harte Arbeit nur einen Wert hat, wenn man neben dem Geldverdiener einen Sinn darin sieht. Vom Studium habe ich mehr mitgenommen als ich zunächst dachte. Mein juristisches Wissen bringt mich zwar nur 1–2 Mal im Jahr wirklich weiter, die juristische Methodik dagegen eigentlich täglich. Probleme in Unteraspekte zu unterteilen und dann Punkt für Punkt zu lösen ist für mich das was vom Studium inhaltlich wirklich übrig geblieben ist und darauf würde ich nicht verzichten wollen.

Und heute so?

Ich berate Startups, zum Beispiel helfe ich Gründern dabei Investoren oder Mitarbeiter zu finden, arbeite aber auch mit Familienbetrieben und einem börsennotierten Unternehmen zusammen und schaue daneben was sich Neues ergeben könnte. Mir ist es mittlerweile am wichtigsten Spaß bei der Arbeit zu haben, so dass ich lieber mal eine Pause einlege und einen Monat reise, als dass ich die Lust an einem Projekt verliere.


Das Interview führte Patrick Häde

Wenn ihr diese Geschichte interessant fandet, dann warten auf lawsome.hamburg noch mehr auf euch!

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