Hi Stempel’s Slowbrew!

Brüder Jan und Niclas Stemplewski, Gründer von “Stempel’s Slowbrew”

Hi Jan, bitte stelle eurer Projekt, Stempels’ Slowbrew, einmal kurz vor.

Stempels’ Slowbrew ist Cold Drip Coffee. Auf Deutsch kann man das ungefähr mit „kalt gebrautem Kaffee“ übersetzen. Unser Slowbrew ist nicht der nächste Latte Machiato, sondern ein eigenständiges Kaltgetränk — mit reichlich Koffein, aber ohne die Bitter- und Säurestoffe, die man sonst so von herkömmlichem Filterkaffee kennt.

Wie seid ihr, Dein Bruder und Du, auf die Idee gekommen „Cold Drip Coffee“ herzustellen? Und seit wann gibt es euren Slowbrew zu kaufen?

Auf einem gemeinsamen Roadtrip durch Australien haben wir zum ersten Mal Cold Drip Coffee probiert und wir waren beide sofort begeistert. Diese Aromenvielfalt kannten wir bis dahin nur von Wein. Kaffee war für uns bis dahin mit starken Röstaromen verknüpft. Zurück in Hamburg starteten wir sofort selbst die ersten Versuche mit dem Cold-Drip-Verfahren. Die Apparatur, die etwas an ein Chemie-Labor erinnert, traf zugegebenermaßen auch unseren ästhetischen Nerv. So finge es an und dann ging alles recht schnell. Wir haben viel ausprobiert und ab und zu „einfach mal gemacht“. Slowbrew ist seit Juni 2015 im Handel und wo es ihn aktuell zu kaufen gibt, kann man am besten auf unserer Homepage verfolgen (www.slowbrew.de).

Ihr habt ja auch mal bei uns an der BLS in der Coffee Lounge produziert. Wie kam es dazu?

Als wir auf der Suche nach einem Produktionsort waren, der die lebensmittelrechtlichen Auflagen erfüllt, haben wir natürlich schnell an die Küche bzw. Coffee Lounge in der Law School gedacht. Herr Dr. Wenzler hat das zusammen mit dem Team des Studierendenwerks und dem Facility Management dann ganz schnell und unkompliziert möglich gemacht. Das war für uns natürlich eine große Starthilfe, für die ich mich auch an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte.

Macht ihr das vollberuflich?

Wir haben das Projekt neben dem Referendariat bzw. neben der Promotion gestartet, aber wenn man die Stunden zusammennimmt, die zwischenzeitlich zusammengekommen sind, könnte man wohl mit einem Ja antworten. Mittlerweile haben wir auch einen dritten „Stempel“ an Bord, der tatsächlich fünf Tage die Woche daran arbeitet, Stempels’ weiter nach vorne zu bringen.

Was hast Du aus deinem Studium an der Law School mitgenommen?

Ganz klar: analytisches Denken, strukturiertes Arbeiten und das Zähnezusammenbeißen, wenn die Arbeit mal nicht so viel Spaß macht.

Was hast Du nach dem Studium gemacht?

Ich habe erstmal an der Uni Münster promoviert und habe dann mein Referendariat in Hamburg gemacht.

Was habt ihr für Slowbrew noch geplant?

Großes, ganz Großes. Im Ernst: wir sehen einen wachsenden Markt für Getränke, die im Cold-Drip-Verfahren hergestellt werden und auf diesem Markt möchten wir uns schnell etablieren. Erst möchten wir natürlich unseren Slowbrew bekannt machen. Wir haben aber auch schon ein paar Ideen, was dann noch kommen könnte.

Was ist jeweils euer Lieblingsdrink mit Stempels Slowbrew?

Ohne Alkohol der Slowbrew Tonic: 160 ml Tonic Water mit 60 ml Slowbrew aufgießen. Mit Alkohol der Slowbrew Margarita: 60 ml guten Tequilas, 30 ml Slowbrew, 15 ml Agavendicksaft, 30 ml frisch gepresster Limettensaft — entwickelt von Pät Barten aus dem Kleinen Phi, einer der besten Bars Hamburgs.


Das Interview führte Lara Bucholski

Wenn ihr diese Geschichte interessant fandet, dann warten aufhttp://www.lawsome.hamburg/ noch mehr auf euch!

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