Die Ende-zu-Ende Verschlüsselung bei WhatsApp ist im großen Bild zu sehen.

Der beliebte Messenger WhatsApp aktiviert die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Nutzer frei auf allen Plattformen und trotzdem werden sie unverhältnismäßig kritisiert.

Aber die Meta-Daten?

Jeder Horst muss nochmal erwähnen, dass Meta-Daten nicht verschlüsselt werden. Ja, das ist korrekt. Daraus kann man ein “Profil” erstellen. Also ein Muster. Ja, das ist korrekt.

ABER: Um das mal in den Kontext zu bringen. Selbst beim geheiligten PGP fallen Meta-Daten an. Wer (welche Adresse), wann und mit wem ist dort auch öffentlich. Sogar die Adresse ist öffentlich, wenn der PGP-Key sich irgendwo befindet.

Aber bestimmt gibt es eine Backdoor?

Klar, das könnte theoretisch sein.

ABER: Sicherheitslücken oder Backdoor kann es überall geben. Wenn nicht jetzt, könnten sie später dazu kommen. Das verdammte SSL, woran mehr hängt als deine Chats (aber auch deine Chats), hat schon mega Löcher schließen müssen und bei WhatsApp wird jetzt eine unmögliche Skala verwendet.

Wer setzt sich denn hin und sagt: “Ich benutze kein SSL mehr, da gab es mal eine große Lücke.”?

Aber das ist doch nicht Open Source?

Ne, ist es nicht.

ABER: Das Protokoll schon und selbst bei der App weiß man nicht 100% sicher, ob sie auch läuft. Jedenfalls ohne Audit.

Aber das ist doch Facebook?

Vorurteile, Paranoia und überkritisch. Klar, man kann super kritisch sein, aber dann bitte wenn deine genutzte Alternative besser ist. Einem Dienst muss man vertrauen, wenn man selbst nicht das Wissen und die Möglichkeit (inklusive Zeit) hat, ihn zu prüfen. Dabei ist völlig egal, wie groß oder klein er ist.

Nur weil Facebook mit allen eingegeben Daten Geld verdienen will, muss das WhatsApp nicht genauso machen.

Was ist jetzt wirklich anders?

Nutzer sind an die Telefonnummer gekoppelt und das Adressbuch wird hochgeladen, um zu funktionieren. Wenn man das nicht mag, ist das endlich mal ein valider Punkt. Trotzdem hat man dann das Problem, dass jemand anderes, wo deine Nummer gespeichert hat, sie bei der Nutzung hochladen wird. Wer das gemacht hat, weiß man nie.

Die Kontrolle ist nicht möglich, wenn man seine Telefonnummer aus der Hand gibt und das muss man tun, um überhaupt erreichbar zu sein.

PS: Andere Messenger haben Sticker!

Die Verschlüsselung wird für das neue Geschäftsmodell benötigt

WhatsApp kann man als Nutzer nicht mehr bezahlen. Sie werden Unternehmen Zugang zu WhatsApp geben, die damit ihre Kunden erreichen können. Es wird Chatsbots geben, um das zu automatisieren. Der erste Dienst sind Taxis.

Grundsätzlich lässt sich aber jeder Inhalt innerhalb einer Konversation erzählen. Mit dieser Form und dem Internet werden wir in Zukunft noch einiges sehen!

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