Rekord: Eigentumswohnung in Hamburg für 25.000,00 Euro pro Quadratmeter verkauft

Lena Gersten

Hamburg, mit annähernd 2 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands gehört mit seinem Hafen und zahlreichen zukunftsorientierten Unternehmungen zu den wichtigsten Wirtschaftsräumen Deutschlands. Über die derzeitige Situation des Immobilienmarktes in Hamburg sprach unsere Korrespondentin Lena Gersten mit Jörn Reinecke, Vorstand der MAGNA Real Estate AG, Hamburg.

Hamburg Elbphilharmonie Hafenstadt — Interview mit Immobilienexperte Jörn Reinecke

Lena Gersten: Herr Reinecke, schön das Sie sich für ein Kurzinterview zur Verfügung gestellt haben!

Mit einem Investitionsvolumen von 350 Mio. bis 400 Mio. Euro plant Ihre Unternehmung unter anderem das bisherige Areal der Postbank in der Hamburger City Nord zu entwickeln. Was hat Sie dazu bewogen, ein dermaßen großes Objekt zu realisieren?

Jörn Reinecke: Immer wieder gern Frau Gersten.

Mit dem Projekt erreicht unser Entwicklungsvolumen etwa 1,1 Mrd. Euro, und wir sind optimistisch, bis Ende 2019 die zweite Umsatzmilliarde erreicht zu haben.” Dazu sollen Projekte mit einem Volumen von 300 Mio. bis 500 Mio. Euro in Städten um Frankfurt beitragen sowie vor allem natürlich auch weitere Hamburger Projekte mit Volumina von 200 Mio. bis 300 Mio. Euro.

Lena Gersten: Herr Reinecke, wie sehen Sie die Lage auf dem Immobilienmarkt in Ihrer Heimatstadt Hamburg?

Jörn Reinecke: Die prosperierende Entwicklung im schönen Hamburg sorgt für einen und ständigen Zuwachs der Bevölkerung in der Hansestadt, was gerade den Wohnungsmarkt vor besonders große Herausforderungen stellt. Die jährlich fertiggestellten Wohnungen mit annähernd 8.000 Einheiten (in 2016) werden dem Bedarf von 10.000 Wohnungen pro Jahr bis 2020 nicht gerecht. Mittelfristig kann meiner Meinung nach das Angebotsdefizit nicht behoben werden.

Lena Gersten: Wie sieht die Preisentwicklung in der Stadt an der Elbe aus?

Jörn Reinecke: Die enorme Nachfrage treibt die Preise in der Metropole in die Höhe. Der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen stieg im ersten Halbjahr 2017 um 7,9 % auf 4.480 EUR/m2.

Lena Gersten: Was hat diese Tatsache für Auswirkungen auf den Hamburger Immobilienmarkt?

Jörn Reinecke: Potentielle Käufer weichen vermehrt auf mittlere und einfache Lagen innerhalb des Stadtgebietes aus. Dieses führt auch in diesen Regionen zu steigenden Preisen. Die Preisspanne liegt zwischen 1.600 und 6.100 EUR/m2.

Lena Gersten: Ok, das sind die Preise für „einfachere“ Lagen. Wie sieht es in Toplagen Hamburgs aus?

Jörn Reinecke: In den guten bis sehr guten Lagen ist der Wohnungskauf deutlich teurer, wobei es besonders nach oben nahezu keine Grenzen gibt. Erst vor kurzem wurde, mit einem Kaufpreis von 10 Mio. Euro für eine Eigentumswohnung ein neuer Rekord aufgestellt. Das rund 400 m2 große Luxusapartment befindet sich in der 18. Etage der Elbphilharmonie, dem neuen Wahrzeichen der Hansestadt, verfügt über eine exzellente Ausstattung. 270-Grad-Blick über Elbe und Hafencity inklusive.

Lena Gersten: Wie sehen Sie die weitere Entwicklung in Ihrer Heimatstadt?

Jörn Reinecke: Die Nachfrage nach Immobilien, sowohl für den Eigenbedarf als auch als Kapitalanlage, ist weiterhin ungebrochen hoch. So wechselten im Jahr 2016 insgesamt 7.559 Wohnungen den Besitzer was einem Geldvolumen von rund 2,5 Mrd. EUR entspricht. Hamburg verfügt damit hinter Berlin und München über den drittgrößten Immobilienmarkt für Eigentumswohnungen.

Lena Gersten: Herr Reinecke, ich bedanke mich für das Gespräch.

Jörn Reinecke: Gern geschehen!

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