Ubahnfluch
“Ich schwitze!” war ihr lauter Ruf,
So kam ich auf den Ubahnfluch.
Man hastet eilig durch die kalte Luft,
Erfüllt vom eisigen Winterduft.
Die Nasenhaare sind gefroren,
Man fühlt sich krank, allein, verloren.
Alle sind hier gegen einen, in der vereisten Jahreszeit.
Dann erreicht man die Ubahn,
Schon ist es soweit!
Die Stirn beginnt unangenehm zu kondensieren,
Tropfen bilden sich,
Die sobald man aussteigen wird gefrieren!
Die Achseln fangen an zu weinen
Und zu allem Überdruss,
Fließt den Rücken hinab ein Fluss.
Stoßender Atem hemmt uns beim denken,
Keinem kann ich ein Lächeln schenken.
Zu schnell, zu kalt und zugefroren,
Hab ich sie zu meiner Heldin erkoren.
Das Mädchen das soeben schrie,
“Scheiße ich schwitze wie noch nie!”
Ich fühle mich ihr sehr verbunden,
Wie die meisten andren auch.
Keiner von uns hatte geschafft es zu bekunden,
Den kaum erträglichen Ubahnbrauch.
Jedes Jahr zur selben Zeit,
Ist jeder gezwungenermaßen bereit,
Den Ubahnfluch so hinzunehmen,
Draußen frieren, innen schwitzen.
Wenn man dann aussteigt, gefrierender Schweiß in allen Ritzen.