Warum Bots das ultimative Marketing-Tool sind

Das erste Mal als ich einem Bot begegnete bin, war auf Telegram. Der bot war nicht wirklich smart, um nicht zu sagen eigentlich ziemlich das Gegenteil.

Die alleinige Aufgabe des Bots bestand darin, dem Nutzer die Daten und Zeiten von bestimmten Wettläufen zu zeigen und Informationen darüber zu geben, was man in den Pausen zwischen den Rennen wo essen könnte. Der Bot hatte kein Dialogsystem und wies auch keinerlei künstliche Intelligenz auf.

Der zweiten Bot den ich getestet habe, kam dem Prinzip des CNN- und des TechCrunch-Bots nahe. Das war vor einigen Monaten. Und während dieser Bot ein bisschen intelligenter schien, verstand ich nicht wirklich die Sinnhaftigkeit eines solchen Bots. Denn trotz der regelmäßigen Informationsweitergabe hatte der Bot keinerlei Aktionspotential für den Nutzer; ich konnte nichts kaufen, mich nirgendwo einschreiben — es gab keinerlei Aktionen für mich als Nutzer, aufgrund dessen mich das Unternehmen als festen Kunden hätte gewinnen können.

Aus meiner Erfahrung mit diesen und einigen weiteren Bots glaube ich, dass ein Bot mehr machen sollte, als nur Informationen zu vermitteln. Die Frage ist also: Wie kann ein Bot Mehrwert sowohl für ein Unternehmen wie auch für den Endverbraucher kreieren?

Meiner Meinung nach, liegt die Antwort auf diese Frage in der umfassenden Analyse der Nutzerbasis. Ein Unternehmen sollte in der Lage sein, mit Hilfe eines Bots aus potentiellen Kunden vollwertige Kunden zu machen, indem der Bot Informationen über die Nutzer sammelt und diese Informationen gezielt nutzt und eine Beziehung zum jeweiligen Nutzer aufbaut. Und im besten Fall generiert der Bot dann noch am Ende eine Transaktion innerhalb des Chat-Fenster.

In meinen Erfahrungen mit verschiedenen Bots habe ich das weit gefächerte Potential von Bots gesehen. Und von dem was ich gesehen habe, scheinen diverse Charakteristiken sie für die Zukunft des Internethandels zu qualifizieren: Sie leben auf genau den Plattformen, wo die meisten Smartphone-Nutzer den Großteil ihrer Zeit verbringen, verknüpft mit künstlicher Intelligenz sind sie gut skalierbar und werden automatisch effizienter und der Nutzer muss nichts herunterladen, um einen Bot zu benutzen. Das Beste für Unternehmen ist aber, dass Bots ein perfektes Marketing-Tool sind. Es bedarf wenig Ressourcen, um die Kundenbasis und gleichzeitig den Umsatz drastisch zu steigern.

Im Folgenden möchte ich erklären, was, meiner Meinung nach, zu beachten ist, um aus einem Bot ein erfolgreiches Marketing-Tool zu machen.

Schritt 1 — Etablieren Sie eine Kundenbasis

Der erste Schritt auf dem Weg zum erfolgreichem Marketing besteht darin, eine große Zielgruppe zu generieren. Ein Chatbot kann auf den verschiedensten Kanälen zum Einsatz kommen. Gucken Sie sich also Ihre bestehenden und potenziellen Kunden an. Auf welchem Messanging-Kanal gibt es bereits eine breite Masse, die empfänglich für Ihre Lösung ist? Darüber hinaus müssen Sie aber auch aktiv werben. Wenn Sie also einen Bot für den Facebook Messenger bauen, ergibt es Sinn, auch über die Facebook-Seite Ihres Unternehmens aktiver um Kunden zu werben, damit diese dann wiederum zu den Chatbot gelangen.

1. Rabatte oder hilfreiche Informationen über bevorstehende Veranstaltungen sind in der Regel ein probates Mittel, um erste Kunden zu gewinnen. Sie sollten allerdings nicht, separates Marketing nur des Chatbots wegen betreiben. Es sollte als natürliches Nebenprodukt zum Marketing Ihres Kerngeschäfts geschehen.

2. Bots sind noch sehr neu im Markt. Generell gilt also: Weniger ist Mehr. Bauen Sie leichtverständliche Aktionsabläufe, die den Nutzer lenken und ihn nicht großartig zum Nachdenken anstoßen. Sie können später problemlos weiter Funktionalitäten hinzufügen.

Schritt 2 — Sobald die ersten Kunden Ihren Bot benutzen

Jede erfolgreiche Neukundenakquise folgt mehr oder minder demselben Verlauf. Dennoch ist dieser Verlauf selbstverständlich nie perfekt. Es ist in der Regel unvermeidbar, dass Sie an verschiedenen Punkten in diesem Verlauf einige potenziellen Kunden verlieren. Sei es direkt am Anfang, irgendwo in der Mitte, oder wenn der Kunde bereits das Produkt in den Warenkorb gelegt hat.

Es gilt dort anzusetzen und zu verstehen warum Sie wo welche potenziellen Kunden verlieren.

Mit einem menschlichen Kundenservice kann dies nicht nur mühsam sein. Wenn man sich einen Kunden isoliert anschaut, wird es sicherlich noch relativ einfach sein, dessen Verhalten zu verstehen und ihn mit gezieltem Marketing doch noch zum Kauf zu bewegen. Schaut man sich die Realität an, steht man vor einer Masse von tausenden Kundengespräche, die es zu analysieren gilt. Da ist es egal wie gut Ihr Kundenservice ist. Menschen haben ihre Grenze in ihren analytischen Fähigkeiten. Vor allem wenn man sie einer solchen Zahl an Kunden gegenüber steht.

Bots auf der anderen Seite, kennen solchen Grenzen nicht. Sie bieten effiziente Analysen zu jedem individuellen Nutzer, was Ihnen eine akkurate Segmentierung und direktes Marketing erlaubt.

An welcher Stelle verlieren Sie ihre Nutzer:

Anders als bei Apps oder Webseiten brauchen Sie mit Bots keine Annahmen darübermachen, wo Sie ihre Nutzer verlieren. Sie können genau erfassen, was den Nutzer bis zur Vollendigung der Transaktion im Weg steht.

Die Analyse und Verbesserung der Neukundenakquise ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Anwendung von Dialogsystemen mit Kunden. Ein Dashboard mit all seinen analytischen Tools kann Ihnen dabei präzise helfen.

Schritt 3 — Remarketing und automatisiertes Marketing

Sobald Sie herausgefunden haben, wann und warum Sie potenzielle Kunden nicht überzeugen konnten, können Sie nun genau dort ansetzten. Dafür gibt es verschieden Instrumente und Dienstleister wie Pesonify.ai, die es Ihnen erlauben, verschiedenen Nutzern verschiedene Nachrichten zu schicken und somit die Chancen erhöhen, Nutzer als Kunden zu gewinnen.

Auch wenn diese Schritte nicht neu sind und jeder Marketing Manager diese grob verinnerlicht hat, machen Bots den ganzen Prozess wesentlich einfacher.

Der klassische Weg von Remarketing sind Emails, SMS und Werbebanner. Im Folgendem möchte ich diese kurz vergleichen.

Email:

E-Mails sind ein relativ direktes Marketing-Tool. Sie kommen direkt in die Inbox von Nutzern und Kunden und können manchmal auch sehr ansprechend sein. Dennoch ist es für den Nutzer ein langer Weg von der E-Mail bis zur tatsächlich Transaktion. Die E-Mail muss so ansehnlich sein, dass sie von dem potenziellen Kunden wahrgenommen wird und nicht direkt im Müll landet. Liest der Empfänger sich tatsächlich die Mail durch, muss die Werbung so überzeugend sein, dass der Nutzer den Link klickt, sich weiterleiten lässt und dann auf der Webseite auch noch die gewünschte Aktion ausführt. Doch was E-Mail-Marketing wirklich schwierig macht, ist nicht der umständliche Weg für den Kunden, sondern die große Konkurrenz. Geradezu jedes Unternehmen betreibt E-Mail-Marketing.

SMS:

SMS-Werbung ist nicht ganz so verbreitet wie E-Mail-Marketing. Ganz einfach aus dem Grund, dass es schwieriger ist, legal an Handynummern zu gelangen. Und ehrlich gesagt ist der einzige Vorteil von SMS-Marketing auch nur, dass es direkter kaum gehen könnte. Und da hört es auch schon auf mit den Vorteilen. SMS haben kein großartiges Design und werden oftmals noch eher als Spam abgetan als E-Mails.

Remarketing:

Remarketing sind die Werbebanner, die einem überall hin folgen, egal auf welche Internetseite man geht oder welche App man aufruft. Sie scheinen nie wegzugehen und sind unsagbar direkt und persönlich auf den jeweiligen Nutzer abgestimmt. Sie funktionieren für einige Unternehmen, sind aber relativ penetrant. Und dabei sollte es das Ziel eines jeden Unternehmens sein, eine langwertige Beziehung mit den Kunden aufzubauen.

Remarketing mit einem Bot auf der anderen Seite, bündelt alle Vorteile von den obengenannten Kanälen.

1. Sie können genau sehen, wie die letzte Konversation mit einem Kunden verlaufen ist und worüber diese war.

2. Sie können die vergangenen Konversationen analysieren und herausfiltern, was es brauch,t um den jeweiligen Kunden zur gewünschten Aktion zu bewegen.

3. Sie senden Ihren Kunden die perfekte Werbung auf die Apps, die Ihre Kunden am meisten benutzen — die Messanging-Apps.

4. Sie senden Ihren Kunden attraktive Werbung auf einer simplen und intuitiven Benutzeroberfläche, die Ihr Kunde gut kennt und täglich nutzt.

5. Mit Bots müssen Sie ihre Kunden nicht umleiten, damit die Transaktion abgeschlossen werden kann und Ihre Kunden müssen sich nirgendswo erneut registrieren.

6. Wenn Kunden den Bot eine Frage stellen, die der Bot nicht versteht, ruft dieser Sie um zu intervenieren. Damit leistet der Bot einen Interkationsfortlauf, den E-Mails, SMS und Werbebanner nicht leisten können.

All diese Vorteile sprechen dafür, dass in der näheren Zukunft ein Vielzahl von Unternehmen Bots in Ihr Marketing und den Internethandel einbinden wird. Der kommerzielle Einsatz von künstlicher Intelligenz ist also näher, als Sie denken.

Seien Sie Ihren Konkurrenten einen Schritt voraus und lassen Sie sich jetzt ihren eigenen Bot entwickeln.

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