Schule gründen- Rahmenbedingungen

Artikel im Standard vom 4.2.2017: Schule gründen: Keine Angst vor Kafka

Gestern beim Elterntreffen wurde viel diskutiert, u.a. auch über die Gründung, die organisatorischen und finanziellen Hintergründe und viele andere Aspekte. Hat mich an das Interview “Schule gründen: Keine Angst vor Kafka” mit Michael Karjalainen-Dräger erinnert, der in diesem viele der Herausforderungen gut beschrieben hat.

Diese Themen beschäftigen uns in der LernArena natürlich auch: Wir gründen eine “Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht” bei der die Kinder in den ersten Jahren zum häuslichen Unterricht abgemeldet werden müssen und ihre Lernerfolge mittels “Externistenprüfung” ablegen müssen. Bei den Jüngeren ist das eine Prüfung bei den älteren Kindern und Jugendliche sind es mehrere Teilprüfungen, die abgelegt werden müssen. Das genaue Prozedere wird mit der jeweiligen Prüfungsschule vereinbart.

Unser grundsätzliches Ziel ist es eine “Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht” zu werden, um einerseits die Durchlässigkeit ins restliche Schulsystem zu gewährleisten, andererseits aber auch keine ExternistInnenprüfungen mehr zu haben. Die Voraussetzung für das Öffentlichkeitsrecht sind aber v.a. bauliche und die werden wir in der Seidengasse nicht schaffen. Ziel ist deshalb langfristig gesehen einen Standort für die LernArena zu finden an dem das möglich ist. Dazu laufen derzeit Gespräche.

Geregelt sind diese Dinge im Privatschulgesetz, hier können alle Voraussetzungen nachgelesen werden. An die Verleihung des Öffentlichkeitsrechts sind diverse Voraussetzungen geknüpft.

Bzgl. finanzieller Förderungen sind die Regelungen sehr unterschiedlich: Konfessionelle Schulen sind defacto öffentlichen Schulen bzgl. ihrer Finanzierung gleichgestellt — das ist im Konkordat geregelt. Schulen in sogenannter freier Trägerschaft haben dzt. keinen Anspruch auf Förderung. Wegen dieser Ungleichbehandlung läuft derzeit eine Klage, wer das verfolgen möchte findet auf der Website zur finanziellen Gleichstellung freier Schulen Informationen. Dafür haben sich Träger unterschiedlicher Ausrichtung zusammengeschlossen. Wir verfolgen das natürlich sehr genau, eine Änderung der Fördersituation hätte immense (und positive) Auswirkungen.

(Autorin: Andrea Schaffar)