Wie ich 2017 zum BESTEN Jahr mache — und du auch!

Der Januar ist fast vorbei — halten deine Vorsätze noch?

Vor genau einem Jahr habe ich noch 73kg gewogen und sah aus wie ein Strichmännchen. Vor genau einem Jahr habe ich mich zwingen müssen schwarzen Kaffee zu trinken. Vor genau einem Jahr habe ich geschrieben, dass ich mein Leben liebe.

Ich weiß das alles so genau, weil es in meinem Tagebuch steht.

Inzwischen bin ich 24 Jahre alt. Immernoch jung und unerfahren. Immernoch nicht so stark, wie ich gern wäre, aber es hat sich vieles geändert.

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich noch keine Ahnung gehabt wie schnell sich die Dinge ändern können. Dann bin ich in kürzester Zeit von den Bewerbungen um einen Studienplatz, über die Zusage, die last-minute Chance auf einen Platz in einer WG in all das hier reingerutscht. Auf einmal alleine wohnen, weg von der Freundin, weg von der Familie, weg von allen Leuten…aber eins ist gleich geblieben: meine Vision.

Im April 2015 hab ich das erste Mal, ganz spontan, eine Goals Liste gemacht. Wohl gemerkt: Es sind keine Vorsätze! Vorsatz ist ein furchtbares Wort. Es impliziert schon, dass man sich sowieso nicht dran hält.

Eine Goals Liste ist da um gemacht zu werden! Im Folgenden erkläre ich dir nun, wie so eine Liste bei mir aussieht (und wie sie dementsprechend bei dir aussehen könnte), inklusive ein paar allgemeiner Regeln dazu.

Nicht minimalistisch, nicht überladen — auf den Inhalt kommt es an

(Link zur Liste)

Was fällt auf?

a) sie ist auf Google Drive > dadurch hab ich sie dank Synchro immer dabei

b) sie ist nach Themen gegliedert > Coaching, Universität, Gesundheit, Finanzen, usw. — alles hat seinen Platz

c) alle Sachen, die sich genau bemessen lassen (Anzahl Kunden, Gewicht beim Bankdrücken) haben diese Angabe auch dahinterstehen, das gibt Motivation, während man noch darauf hinarbeitet

Lest euch die Liste in Ruhe durch. Euch muss nichts dazu einfallen, ihr müsst sie nicht gut oder schlecht finden — sie dient lediglich als Inspiration, oder allenfalls als grobes Muster, falls ihr überhaupt nicht wisst wo ihr anfangen sollt.

Die Ziele sind auf mich persönlich zugeschnitten. Letztes Jahr hatte ich auch schon eine Liste. Ich habe ca. 30% von den Zielen geschafft, die ich mir gesetzt hatte — und das ist in Ordnung (mehr dazu gleich).

Wenn es darum geht das beste aus diesem Jahr zu machen, hat jeder von euch, der sich spezifische Ziele setzt eine Nasenlänge voraus.

Du kannst all die Leute um dich rum hinter dir lassen mit ihren Vorsätzen, mit ihrem vier Wochen trainieren und dann “keine Zeit” mehr haben. Allen die es dir nicht gönnen, dass du dich verbesserst, kannst du einen doppelten Mittelfinger ins Gesicht halten und sagen: “Fuck you, ich hab dieses Mal was erreicht!”

Also, legen wir los:

1) Oldschool oder Digital?

Statistisch gesehen verdoppelst du deine Chancen deine Ziele einzuhalten, wenn du den ersten Schritt gehst: schreib sie auf. Ob du das lieber auf ein Blatt Papier krakelst oder es am Pc tippst ist dir überlassen.

2) Was willst du?

Auch auf die Gefahr wieder den Captain Obvious raushängen zu lassen: ich meine es ernst…Was genau willst du erreichen? Wenn es dich nicht kümmert, ob du dieses Jahr besser, fitter oder schlauer bist als letztes Jahr, danke vielmals, dass du meinen Post gelesen hast. In dem Fall bist du aber fehl am Platz. Spar dir die Mühe eine Liste aufzusetzen und guck’ weiter Fernsehen.

Immernoch da? Gut, damit lässt sich arbeiten.

Nimm dir die halbe Stunde Zeit, setzt dich in dein Zimmer und überleg’ dir was dir Spaß macht. Was macht dich happy? Ich rede nicht von Ablenkungen…Fernsehen, Zocken, Trinken, Feiern…die Chancen stehen ganz gut, dass du das öfter machst (und dabei deine Zeit genießt), aber du bist nicht wirklich zufrieden. Mit anderen Worten:

Wenn du von all deinen Hobbies und Interessen nur eine Sache aussuchen dürftest: welche wäre das?

Für mich ist es das hier. Mein Schreibstil ist nicht der Beste. Mein Post wird nicht von 1.000 Leuten gelesen und ich bin auch (noch) nicht der beste Coach. Aber all das hier…meine Erfahrung teilen, Bücher (die mein Leben besser machen) lesen. Einen neuen Traininsplan ausprobieren, ein neues Nahrungsergänzungsmittel kaufen, recherchieren warum es funktioniert hat oder auch nicht. Dann allen meinen Freunden davon erzählen, wie scheiße doch XYZ lief und wie viel Erfolg ich dafür mit der anderen Sache hatte.

Was ist diese eine Sache für dich, bei der du einfach nicht dein Maul halten kannst, bist du es jedem und seiner Katze erzählt hast?

Nimm diese Sache und formuliere dein erstes Ziel daraus.

Danach baust du alle Ziele darauf auf (oder lässt es). Wirklich, wenn du das eine Ziel findest und dann 100% gibst und es durchziehst, hast du schon die ganzen restlichen Dummschwätzer alt aussehen lassen.

3) Mach es konkret! Richtig. Konkret.

“Mehr Sport machen”. “Gesündere Ernährung”. “Mehr Energie/fitter werden.” “Richtig für die Uni/Schule lernen.” — die sind alle nix wert.

Versteh’ mich nicht falsch, deine Absicht dahinter ist die Allerbeste. Gedanke: ausgezeichnet — Umsetzung: mangelhaft.

Diese Aussagen scheitern an ihrer Formulierung. Was ist “mehr Sport”? Ist es zweimal die Woche joggen oder ein Ironman? Was ist “richtig lernen”? Dieses Mal die Prüfung bestehen oder Studiengangbeste sein?

Diese “Ziele” sind nicht messbar. Was wir nicht messen können, funktioniert nicht. Frag dich bei der Formulierung stets: “Woran erkenne ich, dass ich das Ziel erreicht habe?”. “Wann weiß ich, dass ich fertig bin? Wie fühle ich mich dann?”

Ich weiß, dass es unter euch neugierige Theoretiker gibt. Niemand will es hören, aber seht euch das SMART Prinzip dafür an:

Spezifisch haben wir schon angerissen: Willst du 5kg abnehmen oder 15kg?

Messbar ist ebenfalls klar: Mach eine Maßeinheit draus…”mehr lernen”? Wie viele Stunden sind das pro Tag? Wie viele Tage die Woche?

Ausführbar: Je nach Definition auch angemessen oder attraktiv. Du musst davon überzeugt sein und du musst es schaffen können. “Können” soll dich aber nicht anregen, dich selbst zu unterschätzen, es muss einfach machbar sein: 25kg abnehmen ist ein respektables Ziel. Wenn du aber zum Beispiel Stoffwechselprobleme hast, geht’s erstmal ab zum Hausarzt, bevor wir zusammen deinen Traininsplan durchgehen!

Realistisch ist eng verknüpft mit dem vorherigen Punkt. Wenn du dir selbst nichts zutraust, wirst du ein Ziel aufschreiben, was dich nicht fordert und dich langweilt. Hat dich aber nach diesem Post die Motivation gepackt und du wirst euphorisch, übernimmst du dich vielleicht maßlos. Darüber hinaus ist es auch nie einfach ein Ziel festzulegen, wenn du das, was damit zusammenhängt, noch nie gemacht hast.

Mein Tipp: Bleib offen für Stretch Goals.

Das heißt: Was wäre maximal für dich denkbar? Sagen wir du willst ein Instrument lernen. Vier Stunden am Tag würden dich sicher schnell zum Profi machen, aber schaffst du das? Nope. Wie wäre es mit 2 Stunden? Du hast gezuckt und etwas irritiert geguckt…na gut: 60 Minuten. Du überlegst — das ist gut. Eine halbe Stunde. Deal.

Taste dich ran. Lass dein verdammtes Ego mit “guck mal was ich schaffe” aus der Sache raus und setze ein kleines Ziel. Sobald du das erreicht hast, streichst du es grinsend von der Liste und schreibst dahinter dein Stretch Goal. An diesem Punkt bist du schon gut. Dein Strech Goal lautet nun 60 Minuten. Mal sehen ob du das auch packst. Let’s go.

Und zuletzt Terminierbar. Du brauchst eine Deadline. Straight up: ein Datum. Bis wann schaffst du das? Du hast jetzt schon viel gelernt in Bezug auf unter- und überschätzen — das Gleiche gilt hier auch. Wenn du es zu kurz setzt, brennst du dich aus. Wenn du es zu lange ansetzt schiebst du es vor dir her, weil du noch Zeit hast.

Für mich funktioniert es die Goals Liste auf das ganze Jahr zu beziehen. Darüber hinaus habe ich aber andere Sachen (Reminder, Kalender, Habitica, etc.) auf denen ich mir diese größeren Ziele in mundgerechte Happen aufteile.

Nehmen wir mal ein Beispiel von meiner Liste: Homepage.

Dieses Jahr werde ich meine Webseite online bekommen. Diese wird einen Blog beinhalten (Version 2.0 von dem was ich hier gerade mache) und die “Auffangstation” sein, für jeden, der mich online finden will. Instagram? Check my Website. Visitenkarte? Check my Website. Wer ist dieser Vollidiot, der nur über Coaching redet? Check my Website.

Das sowas nicht von heute auf morgen passiert muss ich dir nicht erzählen.

Domainname, Hosting, Wordpress, SEO, Plugins…100 Sachen müssen geklärt werden bis dahin — und dann noch ein paar.

Jedes von diesen Dingen wird aufgeteilt in kleinere To-Do’s, die dann wiederum in kleinere Dailies aufgeteilt werden (zum Beispiel beim Wordpress lernen).

“You don’t set out to build a wall. You don’t say ‘I’m going to build the biggest, baddest, greatest wall that’s ever been built.’ You don’t start there. You say, ‘I’m going to lay this brick as perfectly as a brick can be laid. You do that every single day. And soon you have a wall.”

Sei dir bewusst, dass die Zeit vorbeifliegt, mit all dem Kram den du tagtäglich zu tun hast. Setze ein konkretes Datum und setze dann alles daran jeden Tag etwas Zeit zu reservieren, die dich deinem Ziel ein Stückchen näher bringt.

Das war’s. Du weißt jetzt was meine Ziele sind — jetzt musst du nur noch rausfinden was deine sind.

Der Januar ist noch nicht vorbei. Du kannst einiges erreichen in 11 Monaten, worauf du so stolz sein wirst. Denk an dein Zukunfts-Ich. Denk an die Leute, die es dir nicht zutrauen — du schaffst das.

Eine Bitte habe ich allerdings an dich

Wenn du ein Ziel gefunden hast…erzähl es mir. Teile deine Euphorie mit mir. Ich will alles wissen!

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-Chris