Atmen. Einfach mal atmen.

Wie zweimal 90 Sekunden die Pausetaste in eurem Kopf sein können.

Endlich mal Pause!

Ich saß in einem Berliner Hotel hatte noch eine halbe Stunde Zeit bis zum Treffen mit einer Freundin. Also zappte ich durchs Fernsehprogramm und da war dieser nette Mann, der irgendwas vom Atmen erzählte.

Er klang entspannt, ich war es nicht.

Also hab ich einfach mal mitgemacht bei dem was der nette Mann so erzählt hat und seit diesem Abend im März 2016 mache ich genau das einfach jeden Tag.

Ich glaube es eignet sich perfekt für alle Workaholics, für alle Gestressten, für alle Durchdreher und Freidreher. Kurz für jeden, der einen Moment der Klarheit und Ruhe brauchen könnte.

Es ist kein Vodoo (eher Yoga), dauert nicht lange (ca. 90 Sekunden) und macht einen am Anfang ein bisschen beschwipst (Sauerstoff, dieses krasse Zeug) und irgendwann dann einfach ruhig und klar.

Am besten schaut ihr euch einfach das Video an. Der Einfachheit halber hier aber nochmal die Zusammenfassung in Textform:

  • Aufrecht hinsetzen
  • Leise durch die Nase einatmen und auf 4 zählen
  • Dann Luft anhalten und auf 7 zählen
  • Jetzt Luft langsam raus durch den Mund und auf 8 zählen.

Das macht ihr genau vier Atemzyklen. Zu Beginn muss man das mit dem Einatmen etwas üben… aber das hat man schnell raus.

Andrew Weil empfiehlt die vier Zyklen zweimal am Tag zu wiederholen. Was bei mir auch super klappt. Denn man kann das wunderbar (heimlich quasi) in der U-Bahn machen. Beim Warten auf den Bus oder abends kurz vorm zu Bett gehen. Dabei soll es angeblich auch besonders gut helfen. Da ich aber ohnehin ohne Probleme einschlafe, kann ich die Wirkung hier nicht bestätigen. Ich habe vorher gut geschlafen, ich schlafe jetzt gut.

Was es allerdings macht, ist, meinen Kopf und die Gedanken darin einmal anhalten. Einfach Pause drücken. Oder besser gesagt Mute.

Und das ohne langes Meditationsgewese. Das, ist mir persönlich nämlich nix. Hab ich ein paarmal probiert…. ja, auch mit Headspace. Aber that takes me nowhere…. 4–7–8 mal Atmen aber irgendwie schon.

Und nach dem Runterregeln geht die Musik dann ganz leise wieder an. Auf angenehme Art und Weise und einfach ein bisschen weniger laut.