Wann kommt der “Jugend-Check”?

Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD von 2013 hieß es:

“Um unsere jugendpolitischen Ziele zu verwirklichen, benötigen wir eine starke Allianz für die Jugend mit einer neuen, ressortübergreifenden Jugendpolitik, die die Belange aller jungen Menschen im Blick hat. Gemeinsam mit Jugendlichen und ihren Jugendverbänden entwickeln wir das Konzept einer eigenständigen Jugendpolitik weiter…Wir werden gemeinsam mit den Jugendverbänden einen „Jugend-Check“ entwickeln, um Maßnahmen auf ihre Vereinbarkeit mit den Interessen der jungen Generation zu überprüfen.”

Im Juni 2016 fragte ich bei Twitter “Jugendgerecht”, die “Koordinierungsstelle der Jugendstrategie *Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft* des Bundesjugendministeriums 2015–2018”, wann dieser Plan denn umgesetzt werde. Die Antwort: “Wir gehen von Januar 2017 aus.” Auf eine Nachfrage von mir im Juli 2017 gab es bis heute keine Antwort.

Wann kommt der “Jugend-Check”?

Den “Jugend-Check” gibt es bis heute auch nicht, auch in den Medien habe ich noch nie etwas von der Idee gelesen.

Seit August 2017 gibt es jetzt laut Website von Jugendgerecht offenbar ein “Kompetenzzentrum Jugend-Check (KomJC)”. Es soll der “Weiterentwicklung und Durchführung des ‘Jugend-Checks’” dienen. Zum weiteren Verlauf der Arbeit heißt es:

“Bis zum Jahresende 2017 wird das KomJC bekannt gemacht und die Arbeitsstelle in Berlin eingerichtet. Ab 2018 wird das Kompetenzzentrum mit der Durchführung des Jugend-Checks beginnen.”

Ich bin skeptisch, ob das wirklich was wird, aber warten wir einmal ab. In den Wahlprogrammen von CDU, Grünen und FDP stand jedenfalls nichts von so einer Maßnahme.