Die Bombardierung von Dresden

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 erfolgte auf das rund 630.000 Einwohner zählende Dresden der schwerste Luftangriff auf eine Stadt im Zweiten Weltkrieg. 773 britische Bomber warfen in zwei Angriffswellen zunächst gewaltige Mengen an Sprengbomben ab. Durch die Zerstörung der Dächer und Fenster konnten die anschließend abgeworfenen etwa 650.000 Brandbomben eine größere Wirkung entfalten. Ihr Feuersturm zerstörte rund 80.000 Wohnungen, und ihre Hitzeeinwirkung deformierte sämtliches Glas in der Innenstadt. Dem britischen Nachtangriff auf die völlig ungeschützte Stadt, die über keinerlei Luftabwehr mehr verfügte, folgte am Tag die Flächenbombardierung durch 311 amerikanische Bomber.


Am 15. Februar musste das bereits vollständig zerstörte und mit schlesischen Flüchtlingen (1,4 Millionen Flüchtlinge) überfüllte Dresden einen weiteren Angriff der US-Luftwaffe überstehen. Mehr als 25.000 Menschen verloren ihr Leben. Seriösen Schätzungen zufolge sind in diesen Tagen aber mehr als 100.000 Menschen ums Leben gekommen. Die bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Toten lagen noch Tage auf der Straße oder in den Trümmern, ehe die Leichenberge zur Verhinderung von Seuchen verbrannt werden konnten.

Leichenberg auf dem Dresdner Altmarkt, Februar 1945

Bis August 1944 war Dresden als einzige deutsche Großstadt weitgehend von alliierten Bombenangriffen verschont geblieben und auch zu Jahresbeginn 1945 noch nahezu unbeschädigt, obwohl es einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwischen Prag, Berlin, Leipzig, Nürnberg und Warschau darstellte.

Neben kleineren Rüstungsbetrieben existierten mit der Zeiß-Ikon AG, der Paul Märksch AG oder den Flugzeugwerken in Dresden-Klotzsche auch größere Industrieanlagen. Allerdings waren diese Angriffsziele angesichts mangelnden Rohstoffs und zunehmender Desorganisation der militärischen Nachschubwege Anfang 1945 keine kriegswichtigen Verkehrs- und Industrieanlagen mehr.

Da Dresden zudem außerhalb des Kampfgebiets lag waren mit den vom Oberbefehlshaber des britischen Bomberkommandos Arthur Harris (1892–1984) angeordneten Luftangriffen keine militärische Ziele verbunden.

Die Zerstörung Dresdens war der Höhepunkt gezielter Flächenbombardements der Alliierten gegen die deutsche Zivilbevölkerung, um deren Moral zu brechen.

Der Feuerschein der brennenden Stadt war noch in einer Entfernung von 60 Kilometern deutlich zu sehen.

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