Ein Appell für mehr Weissraum im Alltag

Weissraum als Zeit zum Atmen, Denken, und zum Reflektieren

Unsere Überforderung durch neue Informationen und Daten nimmt ständig zu. Rund um die Uhr springen wir von E-Mails über News zu Projekten, in diversen Kommunikationskanälen. Wir sind in einem konstanten Rausch von neuen Empfindungen. Dies hat zur Folge, dass wir uns eine «Was kommt als nächstes?»-Mentalität antrainiert haben, immer hungrig nach Neuem, hungrig nach Mehr.

Sie lesen diese Zeilen und denken dabei: «Spannend, aber soll ich wirklich zu Ende lesen? Wie lange geht es noch? Habe ich inzwischen schon neue Mails bekommen?» Schon gleitet die Hand zum Smartphone, auf der Suche nach dem nächsten Input.

Vielleicht sind Sie auch auf Instagram gelandet und scrollen nun endlos durch Bilder. Oder klicken sich von einem News-Artikel zum nächsten, auch hier immer mit der Frage, ob als nächstes noch ein besserer kommen mag.

Für Designer/innen wichtig ist das Konzept des «Weissraums»: ein bewusst leer gelassener Bereich, um den Betrachter nicht übermässig zu strapazieren, um das Bild nicht zu überladen.

Was wäre, wenn wir das Konzept des Weissraums in unseren Arbeitsalltag einbauen?

Genau wie in der visuellen Gestaltung können wir uns nicht konzentrieren, wenn unser Alltag überbucht und vollgeladen ist. Und auch unsere Kreativität braucht Zeit, um zu gedeihen.

Weissraum im Alltag bedeutet Zeit zum Atmen, Denken, und zum Reflektieren. Einige Ideen, um etwas mehr davon in den Alltag zu bringen:

  • realistische Aufgabenlisten
  • Auszeiten in den Kalender eintragen
  • Sich jeden Abend fünf Minuten Zeit nehmen, um den Tag zu beenden: Was lief heute gut? Was hätte besser sein können? Was will ich morgen erreichen?

→ Weitere Strategien finden Sie in der Scope Themenbox “Produktivität”