Lebensgeschichte

Dies ist nur eine Geschichte, und sowie ich diese Zeilen schreibe bin ich mir noch nicht einmal des Themas sicher, über das ich schreiben will, noch der Personen bewusst, die die Handlungen tragen sollen, noch kenne ich die Orte, an denen alles passieren wird.

Aber dennoch schreibe ich, ich kann nicht aufhören. Die Sätze und Wörter strömen nur so aus meinem Federhalter, die Tinte kommt kaum mit dem Trocknen hinterher.

Es ist einfach nur eine Geschichte, vielleicht ist es eine spannende Geschichte, bei derer Vortrag das Publikum mir nur so an den Lippen klebt, kaum mehr ablassen kann vor lauter Interesse. Vielleicht hat sie aber auch gar keinen bestimmten Inhalt, ist nur dahergeschwafelt, öd und fad, ohne Spannung in der Stimme des Erzählers, die Langeweile in die Gesichter der Zuhörer geschrieben.

Eine Geschichte ohne jedweden Sinn, ohne Existenzgrund, ohne alles. Den Autor? Nie gehört. Und doch erzähl ich sie einem jeden, dem ich begegne, ob in meiner Heimat oder in der Fern.

Es ist meine Geschichte, noch am Anfang, die Zukunft wird ihr Inhalt sein. Dann füllt sie sich mit vielen Orten, Personen und auch einem Sinn. Ihr Ende lässt sich nur vermuten, ists ja auch noch viel Zeit. Doch hoffen tut man jetzt schon, dass sie enden wird, mit Freunden in Freuden und nicht zu bald.

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