Unser digitales Gedächtnis

Speichermedium für die Ewigkeit

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Früher gab es Wissen, welches im Gehirn abgespeichert wurde. Es folgten die Schrift und die Druckerpresse. Heute gibt es das Internet. Eine Entwicklung weg vom menschlichen hin zum digitalen Gedächtnis. [2]

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„Verändert das Internet das Gehirn?“

Ein weltweites digitales Gehirn. Wer braucht da also selbst noch etwas zu wissen? Es ist nicht mehr so schlimm wenn man etwas vergisst, da man heutzutage einfach und schnell das Internet danach befragen kann. Das Internet übernimmt also teilweise die Speicherfunktion des menschlichen Gehirns. Es bietet einen entscheidenden Vorteil, welcher zugleich jedoch auch ein großer Nachteil ist.

Der Mensch erinnert sich und vergisst. Im digitalen Gedächtnis hingegen geht nichts verloren, die Daten sind sozusagen unzerstörbar. Das Internet bildet also ein weltweites digitales Gedächtnis. Viele Menschen assoziieren damit oft auch unangenehme Gefühle. Die Angst vor der Unsterblichkeit unserer Daten ist berechtigt, denn das Internet behält alles was darin einmal irgendwie in irgendeiner Form hinterlassen wurde.

“Das Netz vergisst nie!”[4]

Hat man diesen Satz im Kopf überlegt man es sich gut ob man ein Bild hochlädt oder etwas postet. Denn wenn man etwas später bereut, kann man es kaum mehr rückgängig machen. Wir mögen mit der Vergangenheit abgeschlossen haben, jedoch diese nicht mit uns. Die Masse welche jeden Tag an digitalen Daten produziert wird, nimmt stetig zu. Schätzungen zufolge sind etwa 90 Prozent des gesamten weltweiten Datenvolumens erst innerhalb der letzten zwei Jahre entstanden. [5]

Ist etwas einmal im Internet, ist es dort bis in alle Ewigkeit gespeichert. Aufgrund dessen plädieren immer mehr Stimmen dafür den “Daten” ein digitales Verfallsdatum zu verpassen. Das digitale Gedächtnis soll mehr an das menschliche angepasst werden. Demnach sollen Daten beispielsweise immer schwerer aufzufinden sein und nach einer gewissen Zeit auch gelöscht werden.[6]

Nach wie vor sollte man meiner Meinung nach unser heiß geliebtes Internet kritisch betrachten, da es doch viele Dinge gibt, über die der Otto-normal Bürger keine Kenntnisse hat oder wenige.

Quellen:

[1] Bild: URL: http://i.imgur.com/1XrM9Mq.jpg (Abgerufen: 24. Januar 2016, 15:47 UTC)

[2] vgl. Seite: “Unser digitales Gedächtnis” In: Der Tagesspiegel. Bearbeitungsstand: 27.02.2012 URL:http://www.tagesspiegel.de/kultur/medienkritik-unser-digitales-gedaechtnis/6224268.html (Abgerufen: 24. Januar 2016, 15:03 UTC)

[3] Bild: URL: http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1042413.1355729051/640x360/verfallsdatum-daten.jpg (Abgerufen: 24. Januar 2016, 14:06 UTC)

[4] Seite: “Das Netz vergisst doch” In: Zeit online. Bearbeitungsstand: 27.09.2012 URL: http://www.zeit.de/2012/40/Internet-Digitales-Gedaechtnis-Daten-Speicherung (Abgerufen: 24. Januar 2016, 14:31 UTC)

[5] vgl. Seite: “Unser digitales Gedächtnis — Die Speichermedien der Zukunft” In: arte. Bearbeitungsstand: 14.12.2015 URL: http://future.arte.tv/de/digitales-gedachtnis (Abgerufen: 24. Januar 2016, 15:26 UTC)

[6] vgl. Seite: “Glücklich ist, wer vergisst?” In: Süddeutsche Zeitung. Bearbeitungsstand: 24.01.2011 URL: http://www.sueddeutsche.de/digital/verfallsdatum-fuer-daten-gluecklich-ist-wer-vergisst-1.1042384 (Abgerufen: 24. Januar 2016, 14:20 UTC)

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