Kaiju Winter

(Autor: Jake Bible, Luzifer Verlag, Preis: 4,99€-12,99€)
Klappentext
Im Yellowstone Park bricht ein Supervulkan aus, der Nordamerika ins Chaos stürzt und den Rest der Welt in Panik versetzt. Verzweifelt und unter Anwendung aller Mittel versuchen die Menschen dem Megaausbruch zu entkommen, denn sie wissen, dass er den Kontinent und die Welt in einem ewigen Aschewinter versinken lassen wird. Doch egal, was die Menschheit unternimmt, um mit dieser Katastrophe fertig zu werden — nichts kann sie auf das vorbereiten, was aus der Asche steigt: Kaiju!
Rezension
Band Nummer 1 der von Jack Bible geschriebenen Kaiju Winter Trilogie. Bisher gibt allerdings von Seite des Verlages keine definitive Aussage, ob die weiteren Teile auf Deutsch veröffentlicht werden. Scheinbar werden noch die Verkaufszahlen abgewartet. Durch das doch eher spezielle Thema habe ich persönlich leider kein gutes Gefühl.
Kommen wir zurück zu dem hier vorliegenden Titel. Dem geneigten Leser dürfte der Begriff Kaiju geläufig sein, für alle Anderen lässt sich dieses Genre kurz und schmerzlos mit „gigantische Monster haben schlechte Laune und hauen alles kaputt“ zusammenfassen.
Der hier vorliegende Vertreter sollte allerdings nicht als Prototyp des Kaiju Genres gelten. Ob der sehr ausgiebigen Beschreibung der, in großer Anzahl auftretenden Protagonisten, sind großartige Monster-Momente eher rar. Durch die reine Anzahl der, doch recht großen, Monster kommt selten ein Godzilla-Moment beim Leser auf. Die scheinbar rein durch animalische Triebe gesteuerten Ungetüme lassen keinerlei Spannung in der verqueren Richtung aufkommen. Effektiv bekommt man den „Jurassic Park“ in sehr groß vorgesetzt.
Die menschlichen Protagonisten sind reine Prototypen der üblichen Charaktere in solcherlei Situationen. Es wird genervt, geschlaumeiert, auf die Tränendüse gedrückt, gebitterböst, wilde Wendungen genommen und gejammert als gäbe es kein Morgen.
Auf Grund der ausstehenden zwei Bücher fällt mir eine abschließende Bewertung schwer.
Die in den letzten Seiten vorkommenden Wendungen und Absurditäten lassen mich allerdings hoffen, dass der Luzifer Verlag mich eines Besseren belehrt und auch die beiden ausstehenden Bände auf die Menschheit loslässt.
