mediaman trend stories #4

Diese Ausgabe der trend stories hat einen besonderen Gast: das Sprachverarbeitungsmodell GPT-3.

Die Abkürzung steht für Generative Pre-Trained Transformer und ist ein autoregressives Sprachmodell, dass Deep Learning einsetzt, um Texte zu erstellen, zusammenzufassen, zu vereinfachen oder zu übersetzen.

GPT-3 wurde von der amerikanischen Non-Profit-Organisation OpenAI entwickelt und taucht seit seiner Veröffentlichung wiederholt in den Schlagzeilen auf. Unsere Titelstory ist ein Beispiel für die Fähigkeiten von GPT-3.

Die Kreativität von KI steigt rasant. Dieser Kurzfilm ist der Beweis.

Zwei Studenten der Chapman University haben den Kurzfilm Solicitors gedreht. Ein besonderer Plot Twist: Nur die ersten 20 Sekunden des Drehbuchs wurden von den Studenten verfasst. Alles weitere wurde von einer künstlichen Intelligenz geschrieben.

Quelle: digitaltrends

Die Drehbuchautoren nutzten dazu GPT-3, ein neuronales Netzwerk zur Verarbeitung natürlicher Sprache. Gefüttert mit ein paar Sätzen (z. B. mit dem Anfang eines Drehbuchs über einen Mann, der bei jemandem auf der Türschwelle auftaucht), erzeugte das Sprachmodell einen überzeugenden Text, inklusive Plot Twist am Ende.

GPT-3 und andere maschinelle Lernalgorithmen könnten zukünftig in der Filmindustrie eingesetzt werden, um alternative Handlungen durchzuspielen oder auch Drehbücher auf ihr Potential zu prüfen.

Solicitors ist weit davon entfernt, die Rolle, die künstliche Intelligenz in der Zukunft der Filmproduktion spielen wird, in vollem Umfang zu demonstrieren. Aber mit einer Länge von weniger als vier Minuten ist es ein ziemlich guter Teaser.

Schaut euch Solicitors an

Aber auch anderweitig hat GPT-3 schon künstlerisch unterstützt. Zum Beispiel als Co-Autor eines Buches mit KI-Gedichten über die Menschheit, das vom finnischen Verlag Kertojan ääni veröffentlicht wurde.

Hier erfahrt ihr mehr zu dem Buch Aum Golly

BMW und NVIDIA bringen virtuelle Fabrikplanung auf ein neues Level

Der Autohersteller BMW hat gemeinsam mit dem Technologieunternehmen NVIDIA eine virtuelle Fabrik erstellt, mit der Geschwindigkeit, Präzision und Effizienz erheblich gesteigert werden sollen. Die Omniverse-Plattform ermöglicht die Verbindung verschiedener Anwendungen, integriert eine Vielzahl von Planungsdaten und -anwendungen und ermöglicht die Zusammenarbeit in Echtzeit bei uneingeschränkter Kompatibilität.

Quelle: BMW Group

BMW kann mit dem digitalen Fabrikplanungswerkzeug zukünftige Produktionsstätten virtuell entwerfen, planen und betreiben, bevor in der realen Welt etwas gebaut wird. Mitarbeiter von verschiedenen Standorten und aus unterschiedlichen Zeitzonen werden durch Omniverse vernetzt, können auf die Simulation zugreifen und gemeinsam Details eines Prozesses oder eines Produktionssystems planen und optimieren. So können auch bestehende Produktionsstätten evaluiert und optimiert werden.

Laut Jensen Huang, CEO von NVIDIA, sieht so die Zukunft der Fertigung aus.

Zur virtuellen Fabrik von BMW

Cybersicherheit für medizinische Geräte

In der zunehmend vernetzten Welt benötigen medizinische Geräte — von Herzschrittmachern über Medikamentenausgabestationen bis hin zu Patientendatenbanken — ein Höchstmaß an Cybersicherheit. Da die Komplexität und die Nachfrage in diesem Bereich zunehmen, ist es wichtig, auch Medizinprodukte vor den sich entwickelnden Bedrohungen zu schützen.

Quelle: Center for Medical Device Cybersecurity

Die Universität von Minnesota hat daher ein Zentrum für Cybersicherheit von Medizinprodukten (CMDC) ins Leben gerufen. Das Zentrum soll die Zusammenarbeit zwischen Universität, Industrie und Regierung fördern, um zu gewährleisten, dass medizinische Geräte sowohl sicher als auch vor der wachsenden Zahl von Bedrohungen geschützt sind.

Cybersicherheit für medizinische Geräte ist entscheidend, um das Vertrauen der Verbraucher in die Unternehmen des Gesundheitswesens in Bezug auf die Verwendung der Technologie und den Schutz von Gesundheitsdaten zu stärken. Die Wissenschaftler:innen des CMDCs haben das Ziel, bei der Formulierung von Richtlinien, Regulierungsvorschlägen und Tests zu helfen. So soll nicht nur langfristig die Sicherheit der Medizinprodukte gewährleistet werden, sondern es sollen auch die Patienten geschützt werden. Diese sollen sich bei ihren Therapien auf die Medizinprodukte verlassen können.

Zum Center for Medical Device Cybersecurity

Mit KI gegen Energiearmut

Bis zu 600.000 Menschen in Großbritannien haben Probleme damit, ihre Energierechnungen zu zahlen. Auch die Pandemie hat außergewöhnliche Herausforderungen mit sich gebracht und viele in die Energiearmut getrieben. Der größte britische Netzbetreiber UK Power Networks kooperiert mit dem Kompetenzzentrum Energy Systems Catapult um Haushalte zu identifizieren, die jetzt und in Zukunft Unterstützung benötigen könnten.

Quelle: Unsplash, NASA

Im Rahmen des Projekts werden künstliche Intelligenz und datenwissenschaftliche Techniken eingesetzt. Diese kombinieren die Informationen der Unternehmen, bestehende Erkenntnisse über die Energiearmut, von den Haushalten gelieferte Daten sowie geografische und sozioökonomische Statistiken. Das KI-System visualisiert dann in einem einfachen Dashboard, wer möglicherweise Hilfe benötigt, insbesondere in Gebieten, in denen die Menschen nicht um Unterstützung bitten.

UK Power Networks bietet den Betroffenen Energieeffizienzberatungen an und hilft dabei, staatliche Unterstützungen und Zuschüsse zu erhalten.

Klickt hier um mehr über das Energiearmut-Projekt zu erfahren

Vielen Dank für euer Interesse. Für Fragen und Feedback, meldet euch gerne bei uns unter hallo@mediaman.de oder schaut bei unserem Instagram oder LinkedIn-Profil rein.

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