trend stories #18

Quelle: Shubham Dhage auf unsplash

Das Metaverse — spätestens seit der Umbenennung Facebooks in „Meta“ und der Ankündigung des Tech-Giganten, Vorreiter in diesem Feld werden zu wollen, ist das Thema in aller Munde. Das Metaverse soll eine digitale Welt erschaffen, die ein virtuelles Pendant zur realen Welt darstellt. Mit einem Avatar kann man dort arbeiten, Freunde treffen und allgemein alles tun, was man in der physischen Welt auch kann. Nur eben im Metaverse.

Ein weiteres Thema, das ebenfalls hohe Wellen schlägt, ist das von NFTs. Das steht für Non Fungible Token. Ein solches Token kann an jede beliebige digitale Datei, wie beispielsweise ein Foto, angehangen werden. Die Kodierung in einer sogenannten Blockchain macht jedes NFT zu einem Unikat und soll als eine Art Echtheitszertifikat für die verknüpfte Datei dienen. So begründet sich auch der Wert, den manche NFTs mittlerweile erzielen.

Zum Beispiel gibt es NFTs von Affenbildern im Comic-Stil, die Verkaufspreise in Millionenhöhe erzielen. Auch die Aussicht, NFTs in ein Metaverse zu integrieren, stößt auf großes Interesse. Sie könnten als Besitznachweise für virtuelle Güter, Grundstücke oder auch als digitaler Identitätsnachweis im Metaverse dienen.

In dieser Ausgabe der Trendstories stellen wir innovative Projekte und Neuigkeiten rund um das Metaverse und NFTs vor.

Auch wenn Facebook unbestreitbar Hauptimpulsgeber des Metaverse-Hypes war, ist das Unternehmen nicht das einzige, das auf diesem Gebiet Innovationen vorantreibt. Die Zahl an Metaverses nimmt stetig zu. Neben The Sandbox, Decentraland oder auch Facebooks Horizon, gesellt sich nun auch das Metaverse Otherside zum Rennen um die Nummer eins im virtual space.

Quelle: Julien Tromeur auf Unsplash

Das dafür verantwortliche Unternehmen Yuga Labs erregte in den letzten Jahren mit ihren “Bored Ape” NFT-Bildern Aufsehen, für die Verkaufspreise erzielt wurden, die man bis dato eher von Kunstauktionen gewohnt war. Auch wenn das Metaverse selbst noch nicht gelauncht wurde, sind schon einige Informationen über die virtuelle Welt bekannt. Yuga Labs betonte, dass es in ihrem Metaverse vor Allem um Unterhaltung gehen wird.

Anfang Juni dann gab das Unternehmen die sogenannten Otherdeeds zum Verkauf frei. Dabei handelt es sich um dynamische NFTs, die Grundstücke im Otherside Metaverse darstellen. Die Otherdeeds sollen Bestandteil und gleichzeitig Eintrittskarte für eine Art Online-Rollenspiel sein, in dem man klassischerweise die Welt erkundet, Rohstoffe abbaut und Items sammelt. Außerdem soll sich die Optik der Grundstück-NFTs an Änderungen im Metaverse anpassen.

Die Nachfrage ist jedenfalls riesig. Bereits wenige Wochen nach dem Launch hat der Otherdeed eine Marktkapitalisierung in Milliardenhöhe und einen durchschnittlichen Preis von mehreren tausend Euro erreicht.

Zum Otherside Metaverse

Ein Chip, um physische Objekte in NFTs zu verwandeln

Das Startup Americana Technologies hat angekündigt, an einem Microchip zu arbeiten, der physische Objekte in NFTs verwandeln kann. So soll man den NFTA Universal Chip einfach an jegliche Objekte wie Gemälde, Schuhe, Autos oder Pokemonkarten anbringen und in Form eines NFTs zu einem digitalen Unikat machen können.

Quelle: PublicDomainPictures auf Pixabay

Neben der Möglichkeit in Zukunft auch seine analogen Besitztümer digital präsentieren zu können, birgt der Chip noch weiteres Potential.

Bis jetzt konnten nur Creator von digitalen Gütern effektiv durch die Rechte an ihren Werken verdienen. So spült beispielsweise jeder Download eines Songs bei iTunes oder jeder Click bei YouTube Geld in die Taschen der Künstler. Durch Americanas Chip könnten in Zukunft auch die Urheber physischer Werke mit ihren Erzeugnissen langfristig Geld verdienen. Zum Beispiel könnte beim Weiterverkauf eines Kunstwerkes ein Anteil des Gewinns automatisch an die kunstschaffende Person fallen und sie so auch von Wertsteigerungen der eigenen Werke profitieren lassen.

Außerdem könnte die Verknüpfung zwischen Objekt und NFT als Echtheitszertifikat für z.B. Kunstwerke dienen. Ein Käufer hätte die Möglichkeit, durch einen Scan mit dem Smartphone die Historie der Vorbesitzer einzusehen und sich die Echtheit des erworbenen Objekts bestätigen zu lassen.

Auch wenn es wohl noch dauern wird, ehe der Chip auf den Markt kommt, sehen viele offensichtlich großes Potential darin. Das spiegelt sich nicht zuletzt in 6,9 Millionen Dollar an Investitionen wider, die Americana kürzlich für sich gewinnen konnte.

Zum NFTA Universal Chip

Im digitalen Raum ist es oft schwer, die Identität anderer Nutzer zu verifizieren und umständlich, die eigene zu belegen. Anfang April präsentierte das irische Unternehmen pfpid Wallets Limited ihren pfpid NFT, das als eine Art “Blockchain ID Card” dienen soll.

Quelle: PublicDomainPictures auf Pixabay

Das Prinzip dahinter ist, dass jeder Mensch nur eines dieser NFTs erwerben kann. Nachdem der oder die Besitzer:in die eigene Identität bestätigt hat, ist er oder sie durch die Einmaligkeit eines jeden NFTs eindeutig identifizierbar und kann sich ausweisen.

pfpid könnte so zum Beispiel zur Verifizierung von Social-Media-Profilen oder E-Mail-Accounts und so als Mittel gegen Bots oder Phishing Mails genutzt werden. Auch für Unternehmen könnte der ID-NFT von Nutzen sein, um beispielsweise Bestellungen unter falschem Namen vorzubeugen.

Auch in Hinblick auf kommende Metaverses erscheint das Konzept hinter pfpid vielversprechend. So könnte das NFT im Metaverse als digitales Pendant zum Ausweisdokument in der realen Welt dienen.

Zum pfpid NFT

Das Prager Start-up Somnium Space hat angekündigt, in ihr gleichnamiges VR Metaverse einen live-forever-Mode zu integrieren.

Indem eine präzise Abbildung der eigenen Person erschaffen wird, die das eigene Leben überdauert, könnten Freunde und Verwandte so auch nach dem Tod ihrer Liebsten mit diesen im Metaverse interagieren.

Quelle: Gerd Altmann auf Pixabay

Dafür werden über einen längeren Zeitraum mittels VR-System und Kamera Daten der Person gesammelt, um ihren Avatar in Zukunft mit einer KI auszustatten, die ihrem Charakter entspricht.

Die Entwickler bei Somnium setzen dabei vor allem auf den schnellen Fortschritt im Feld der künstlichen Intelligenz um sicherzustellen, dass das “zweite Ich” in Zukunft mit der nötigen charakterlichen Tiefe ausgestattet werden kann, die für eine lebensnahe Interaktion notwendig ist.

Zum Somnium Space Metaverse

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