trend stories #25

Quelle: Gerd Altmann auf pixabay

Künstliche Intelligenz ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden.

Auch, wenn es uns oft nicht bewusst ist, werden wir tagtäglich mit allen möglichen Formen von künstlicher Intelligenz konfrontiert. Wenn wir beispielsweise unser Smartphone mittels Gesichtskennung entsperren, so geschieht dies mithilfe einer KI. Gleiches gilt für unsere Social Media Feeds oder Produktvorschläge auf Shoppingseiten.

Auch wenn künstliche Intelligenz bereits in vielen Fachgebieten Anwendung findet, scheint es so, als ob wir erst an der Oberfläche des Potentials dieser Technologie gekratzt hätten. Daher verwundert es nicht, dass derzeit in den verschiedensten Fachgebieten viel Zeit und Geld in die Erforschung und Entwicklung artifizieller Intelligenz gesteckt wird. Sei es in der Medizin, im Bereich Verkehr oder auch Gaming. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und scheinen nur durch die Fantasy begrenzt.

Welche Innovativen Projekte und Erfindungen im Bereich der künstlichen Intelligenz derzeit die Runde machen, schauen wir uns in der heutigen Ausgabe der trend stories an.

Forschern des MIT ist es gelungen, ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Gerät zu entwickeln, das sowohl die Schwere als auch den Fortschritt einer Parkinsonerkrankung anhand des Atemmusters von schlafenden Patienten erkennen kann. Das System basiert auf einem künstlichen neuronalen Netzwerk und bestehend aus verketteten Algorithmen. Das Gerät selbst detektiert mittels Radiowellen die Atemmuster der Patienten und übermittelt diese an die KI.

Quelle: Jack Charles auf unsplash

Obwohl Parkinson die zweithäufigste neuronale Erkrankung weltweit ist und viel erforscht wird, ist es immer noch schwierig, die Krankheit in frühen Stadien zu erkennen. Meist kommt die Diagnose erst mit den motorischen Symptomen. Studien haben jedoch gezeigt, dass sich die Atmung bereits Jahre zuvor verändert. Diesen Umstand machten sich die Forscher des MIT zu Nutzen.

Im Vergleich zu anderen Tests ist diese neue Methode deutlich weniger invasiv und kostspielig. Darüber hinaus bietet das Gerät die Möglichkeit, Krankheitsverläufe oder Anbahnungen einer Krankheitsentwicklung über längere Zeiträume einfach von zuhause aus zu überwachen. Zudem wird kein besonders geschultes Personal oder ausgestattete Räumlichkeiten benötigt.

Zum MIT-Artikel

Das Start-up Movio hat eine App entwickelt, mit der Nutzer:innen nur durch die Eingabe von Text Videos mit lippensynchronen Sprecher:innen erstellen können. Insgesamt stehen mehr als 60 KI-Avatare und 80 Stimmen in über 20 Sprachen zur Verfügung. Zudem können die Videos noch weiterbearbeitet werden, wofür unter anderem über 100 Videohintergründe zur Auswahl stehen.

Quelle: Movio.ai

Die App kann beispielsweise genutzt werden, um mit geringem Aufwand Werbe-, Lehr- oder News-Videos zu erstellen. Neben den bereits vorhandenen Avataren, bietet Movio an, auf Anfrage personalisierte Avatare zu erstellen. Zudem arbeitet das Unternehmen derzeit an einer “Talking-Photo-Version”, bei der eigene Fotos hochgeladen und anschließend in animierte Avatare umgewandelt werden können. Die Beta-Version hiervon ist für Nutzer:innen der App bereits verfügbar.

Zum Text-zu-Video-Tool

Das US-Amerikanische Start-up Apriori hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Technologieplattform zu entwickeln, die in Zukunft mögliche Virusvarianten vorhersagt. Diese Plattform mit dem Namen Octavia soll so funktionieren, dass zunächst Schlüsselproteine des betreffenden Virus isoliert und anschließend Millionen potentieller Varianten dieser synthetisiert werden. Daraufhin wird die Interaktion dieser Proteinvarianten mit Antikörpern und menschlichen Zellen simuliert.

Quelle: Fusion Medical Animation auf unsplash

Mit diesen Datensätzen wird die künstliche Intelligenz dann gefüttert. Zum einen wird sie dadurch trainiert und kann zum anderen anhand dieser Daten potentiell auftretende Virusvarianten modellieren und die gefährlichsten herausfiltern.

Mit Hilfe dieser Technologie könnten in Zukunft variantensichere Impfstoffe und Antikörpermedikamente hergestellt werden. Insbesondere nach den letzten Jahren der Pandemie erscheint eine solche Erfindung besonders wertvoll.

Zu Octavia

Das Start-up Modulate hat eine Anwendung namens ToxMod entwickelt, die toxisches Verhalten wie Beleidigungen, Diskriminierung und dergleichen in Voice Chats meldet. Dies geschieht mittels einer KI, die darauf trainiert wurde, solches Verhalten anhand von Wortwahl, Betonung und Kontext zu erkennen. Hauptsächlich soll ToxMod im Bereich Gaming Anwendung finden und Betreibern von Online-Spielen dabei helfen, regelwidriges Verhalten von Spielern im Chat zu entdecken und entsprechend zu ahnden.

Quelle: sean do auf unsplash

Sobald die KI toxisches Verhalten erkennt, schickt sie einen Report samt Tonmitschnitt an die Moderatoren des Spiels, die die betreffenden Tonspuren manuell sichten können. Durch die Einschätzung und die eingeleiteten Maßnahmen der Moderatoren, wird die KI wiederum trainiert, was sie mit der Zeit immer zuverlässiger macht und die Wahrscheinlichkeit von false Alerts reduziert.

Spielebetreiber bekommen durch ToxMod die Möglichkeit, toxisches Verhalten in ihren Spielen zu bestrafen und so langfristig zu minimieren. Das trägt zu einem besseren Klima, innerhalb der Spieler:innen-Community bei, was sich positiv auf den Erfolg eines Titels auswirkt.

Zu Toxmod

Vielen Dank für euer Interesse. Für Fragen und Feedback, meldet euch gerne bei uns unter hallo@mediaman.de oder schaut bei unserem Instagram oder LinkedIn-Profil rein.

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