Die 7 besten Produktivitätshacks

Du kennst das sicher auch. In jedem Bereich des Lebens gibt es kleine Hacks die dir den Alltag erleichtern. Genau das gleiche gibt es auch im Bereich des Selbstmanagement.

Ich möchte dir also im folgenden meine 9 Produktivitätshacks vorstellen, die ich tägliche selbst anwende.

1. Musik hören

Besonders wichtig ist hierbei, dass du Instrumentals hörst. Sobald du Musik mit Text hörst, wird dich das ablenken. Auch wenn du bewusst der Meinung bist, dass dies nicht der Fall ist, so wird dein Unterbewusstsein die ganze Zeit damit beschäftigt sein den Text zu hören und zu verarbeiten.

Solltest du dagegen wirklich nur Instrumentals hören, wirst du schnell feststellen, dass deine Konzentration steigt. Schnell wird dir der Übergang in den Flow gelingen.

2. Kleide dich angemessen

Das mag seltsam klingen. Ich meine damit auch nicht, dass du normalerweise Nackt arbeitest.

Solltest du Nackt arbeiten, dann lass dich davon nicht abhalten. Aber bitte so, dass sich andere nicht belästigt fühlen.

Es macht aber einen entscheidenden Unterschied wie du dich kleidest. Du wirst also definitiv nicht so produktiv sein wenn du eine Jogginghose und Schlabberpulli trägst, als wenn du beispielsweise einen Anzug trägst.

Psychologische Studien werden dir empfehlen einen Anzug zu tragen und dich zu benehmen wie bei einem wichtigen Großkundentermin.

Meiner Meinung nach ist das aber völliger Schwachsinn. Es macht sinn sich nicht völlig gehen zu lassen. Von einem Extrem ins andere musst du dich deshalb aber auch nicht begeben. Ich kleide mich privat sehr gerne mit Jeans und einem legeren Casual Hemd. Das heißt, dass die Hemden aus Baumwolle sind und meisten Karomuster besitzen. Tatsächlich arbeite ich wesentlich effizienter wenn ich mich so kleide.

Du solltest du ab morgen vielleicht einfach mal ausprobieren wie du dich damit fühlst.

3. Der Flow

Oft wird darüber gesprochen. Einige Leute kennen ihn, andere wiederum nicht. Die Rede ist vom Flow. Bist du schon in den Genuss gekommen einmal im Flow zu sein?

Der Flow ist ein Zustand der absoluten Konzentration. Du bist so fokussiert, dass du deine Umwelt nicht mehr wahrnimmst. Du bist also so tief in deiner Arbeit versunken, dass du ohne jegliche Ablenkung arbeitest und dabei auch kein Zeitgefühl mehr hast.

In Übersee wird dieser Zustand auch gerne als “Deep Work” bezeichnet. Auch ein sehr passender Begriff.

Tatsächlich ist die Kunst dabei nur, zu erfahren wie man selbst in den Flow kommt. Es gibt dafür unterschiedliche Möglichkeiten und vermutlich ist es bei jedem Menschen anders. Ein Beispiel:

Ich fahre total auch elektronische Musik ab. Im Schnitt bei einer BPM von 128–135. Sobald ich diese Musik höre (am besten über Kopfhörer) kann ich mich besonders gut konzentrieren. Sobald ich mit dem Schreiben beginne fließen die Wörter ohne reichlich Überlegung. Ebenso vergesse ich Raum und Zeit. Wenn ich unterwegs im Bus oder in der Ubahn bin und im Flow schreibe, habe ich das Gefühl, dass eine gut 30 minütige Fahrt gerade mal 2 Minuten gedauert hat.
Auf diesem Weg vergeht die Zeit und Arbeit erscheint nicht mehr wie Arbeit, weil du dich in einen Zustand begibst in dem du einfach nur passieren lässt was passiert ohne direkt darüber nachzudenken.

4. Arbeite an unterschiedlichen Orten

An unterschiedlichen Orten zu arbeiten kann magisch wirken. Damit ist jedoch nicht nur gemeint, dass du mal in der Küche oder mal auf der Couch arbeiten sollst. Das kann mit dazu gehören, sollte jedoch nicht der Regelfall sein.

Ich meine damit eher, dass du an einem anderen Ort als deinen Zuhause arbeitest. Ein sehr passendes Beispiel, welches in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist, ist das Café. Damit sind Cafés wie Starbucks und dergleichen gemeint.

Du kannst in einem gemütlichen Sessel sitzen oder an einem rustikalen Tisch. Um dich herum findet viel statt. Du hörst unterschiedliche Stimmen und kannst ungenau den Gesprächen anderer Menschen lauschen. Dazu kommt immer wieder das Geräusch der Kaffeemaschine. Für viele Menschen türmen sich nun die Nackenhaare auf, weil das kein sonderlich schöner Ort für konzentriertes Arbeiten sein kann. So warten doch mit jeder Sekunde neue Ablenkungen auf dich. Dem ist jedoch nicht so.

Das ist zwar kein allgemeiner Tipp, was soviel heißt wie, dass nicht jeder fokussiert und effizient in dieser Umgebung arbeiten kann. Für alle Menschen die mit dieser Umgebung klarkommen, muss ich dringend ans Herz legen diesen Tipp auszuprobieren.

5. Unterteile deinen Tag in unterschiedliche Blöcke

Mit diesen Blöcken meine ich Aufgaben die unterschiedlich anstrengend sind. Sehr kreative aufgaben wie das entwerfen und schreiben von Blogartikeln zum Beispiel sind eher anstrengende Aufgaben. Dagegen sind das verwalten deines Blogs und etwas technisches Krimskrams nicht so wirklich belastend für deinen Kopf.

Wichtig hierfür ist es, dass du dir klar werden musst wann du am kreativsten und effizientesten Arbeiten kannst. Viele Menschen können dies am Morgen, weshalb gerne Morgenroutinen und Rituale entworfen und umgesetzt werden. Ich wiederum kann am Mittag und Abend am kreativsten arbeiten und versuche aus diesem Grund andere Aufgaben die ich zu erledigen habe am Morgen oder Nachmittag zu erledigen.

Versuche dir darüber im klaren zu werden wie deine produktiven Zeiten aussehen und entwerfe dementsprechend deinen Tagesplan. Zudem ist es wichtig, dass du diese Aufgaben dann in entsprechenden Blöcken von 30–90 Minuten erledigst. Das hilft dir in den Flow zu kommen und diesen gleichzeitig voll auszukosten. Zusätzlich musst du beachten diese Zeiten nicht zu unter oder überziehen. Solltest du länger als 90 Minuten arbeiten ohne eine Pause zu machen wird deine Konzentration ungewollt nachlassen, was wiederum eher uneffektiv wäre. Solltest du weniger als 30 Minuten arbeiten wirst du gefühlt erst kurz im Flow sein und beendest deinen Arbeitsschritt wieder bevor du etwas erreichen konntest.

6. Anti Perfektion (80/20)

Perfektion ist eine Gewohnheit, welche sich die Menschheit in den letzten Jahrzehnten leider selbst auferlegt hat. Es ist klar das es bestimmte Menschen und Berufsgruppen gibt bei denen man auf Perfektion hofft und diese Erwartet. Herzchirurgen zum Beispiel.

Bei allen anderen ist dies nicht so. Perfektion ist in diesem Fall sogar eher belastend. Ein gerne genanntes Beispiel gegen Perfektion ist immer das Paretoprinzip. Ich selbst lebe und arbeite danach. Das sollte und kann jedoch nicht jeder.

Beim Paretoprinzip geht es, grob beschrieben, darum mit 20% Einsatz, 80% Ergebnis zu erzielen. Das ist nicht für jeden etwas, weil es gut und gerne Menschen gibt die darunter verstehen ihre Faulheit auszuleben und es mit dem Paretoprinzip zu rechtfertigen.

Es geht dabei nicht um Faulheit, sondern vielmehr darum die eigenen Prozesse zu überprüfen und demnach zu optimieren, sodass schlussendlich weniger getan wird als zuvor aber mehr erreicht werden kann. Wenn du nur noch wenige Arbeitsschritte benötigst um ein gutes Ergebnis zu erhalten kannst du dich direkt danach mit der nächsten Aufgabe beschäftigen, anstatt weiterhin an dieser einen Aufgabe zu sitzen und zu grübeln.

7. No Multitasking!

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass man nach Unterbrechung einer Aufgabe etwa 15 Minuten braucht um wieder voll fokussiert zu sein. Das ist für unser Ziel des effizienten Arbeitens natürlich sehr kontraproduktiv. Aus diesem Grund solltest du dich immer nur auf eine Aufgabe gleichzeitig konzentrieren. Versuche Ablenkungen zu vermeiden.

Was sind deine Hacks für einen produktiven Alltag? Teile mir deine Meinung und Erfahrung doch auf meinem Blog mit.

Bis dahin keep going!

Originally published at www.merlinmechler.de