Hans Zimmer Live – WOW!

So. Wieder zuhause. Aus Köln. Wir haben Hans Zimmer live gesehen. Ich bin immer noch nicht wieder ganz da. Es war einfach unglaublich. Umwerfend. Wahnsinn. Bombastisch. Das vermeintlich beste, tollste, irrste Konzert, was ich je erlebt habe. (Möglicherweise ist David Foster in Las Vegas mit Charice u.a. auch ganz oben …)

Und das nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der Lichtshow!!! Einfach nur geil. Wahrhaft künstlerisch.


Ennio Morricone.

James Horner.

Jerry Goldsmith.

Éric Serra.

Maurice Jarre.

James Newton Howard.

Alexander Courage.

Elmer Bernstein.

Das sind alles Götter unter den Filmmusik Komponisten. An so jemanden muss man erstmal ran kommen. Und ganz sicher blickt auch ein Hans Zimmer noch heute zu ihnen auf. Und als Hans angefangen hat, hat er bestimmt oft gedacht: „Mein Gott, wie soll man je so gut werden?!“

Seit heute weiß ich es definitiv: Hans Zimmer ist mindestens genauso gut. Er gehört dazu, ist im Olymp mit dabei, darf getrost neben ihnen Platz nehmen.

Hans’ Musik überzeugt auf den ersten „Blick“ leicht. Weil sie einen „boah!“ sagen macht. Vieles ist naturgemäß laut, extrem rhythmisch und kommt dadurch gut an.

Das (aber nicht die Musik) erinnert mich an Carl Orffs Carmina Burana, die auch gut ankam, damals wie heute. Aber gerade in Komponistenkreisen hörte ich auch Kritik: Es sei populistisch und Effekthascherei, so zu komponieren. Das sei nichts „Gehaltvolles“.

Hans Zimmers Musik ist sowas von gehaltvoll. Man muss nur genau hinhören oder eben in die Partituren schauen!

Das ist eben nicht einfach nur laut und einfach nur rhythmisch. Das ist sehr differenziert und fein geschrieben! Sehr intelligent, komplex und dadurch wirkungsvoll.

Und nicht vergessen: das Allermeiste ist Filmmusik – die muss so sein und die darf so sein. Und dennoch ist sie eben … ja … genial. Auf ihre Weise.

Und dann will man natürlich wissen: ja, gut, laut … das ist ja einfach! (Ähm – nicht wirklich.) Aber kann er denn auch leise? Richtig gute leise Musik (und ich meine hier nicht nur die reine Lautstärke, sondern „leise“ im übertragenen Sinne für die Art und die Komposition der Musik) ist nämlich nicht so einfach.

Mein Ergebnis: ohhhh ja! Kann er! Ich sage nur: „Aurora“. Und andere Stücke. Gänsehaut! Kloß im Hals! Pippi inne Augen!

Er hat alles bewiesen und es allen bewiesen. Schon lange. Aber heute Abend habe ich ihn zum ersten Mal live gehört und seine Musik bewusst gehört (ohne den „ablenkenden“ Film und in extra arrangierten, langen Versionen) und ich bin immer noch total geflasht, krieg’ innerlich den Mund nicht mehr zu, komme mir vor wie im Film (sic!), will gar nicht mehr in die Realität zurück, will immer mehr, will den Mann knutschen und bei ihm einziehen, um immer in seiner Nähe zu sein und ständig seiner Musik lauschen zu können! :-)

Na gut. Ich will bescheiden sein: wenigstens einmal die Hand geben und … und … ich würde vor Ehrfurcht erstarren und kein Wort heraus bringen!

Hans, bitte gehe bald wieder auf Tour – wir brauchen das alles NOCHMAL!!!