Wie gesund ist es, in die Sauna zu gehen?

Die Finnen wissen es längst, Schwitzen tut gut. Saunieren steht hoch im Kurs. Der regelmäßige Saunagang wird als Gesundbrunnen verstanden. Saunagänger sind fit, selten erkältet und auch optisch gut in Schuss.

In Finnland wurde sogar jahrelang um die Wette geschwitzt. Die Weltmeisterschaft der Profischwitzer fand bis zum Jahre 2010 regelmäßig im finnischen Städtchen Heinola statt.

“woman looking at trees” by Leon Biss on Unsplash

Die Veranstaltung fand ein jähes Ende, als es zwei Teilnehmer gehörig übertrieben und einer davon in der 110 Grad heißen Kammer zu Tode kam. Dies ist vielleicht nicht die beste Einleitung für einen Text, welcher über die Vorzüge des Saunierens berichten soll.

Aber damit ist zugleich auch deutlich gemacht, dass einige Dinge beachtet werden sollten, um den entsprechend positiven Gesundheitseffekt mitnehmen zu können.

Studien beschäftigen sich mit Saunagängen

Die Finnen jedenfalls halten an ihrer Tradition fest, aus gutem Grund, denn zahlreiche Studien geben den Saunagängern recht. Nachfolgend eine kleine Auswahl an Studien, die in verschiedenen Magazinen veröffentlicht wurden:

  • Jama International Medicine
  • Journal of Human Hypertension
  • Neurology

Beinahe jeder Haushalt in Finnland verfügt über eine eigene Sauna. In Deutschland dürften knapp zwei Millionen Saunen existieren. Genaue Statistiken hierzu fehlen. Ganz fremd ist uns Deutschen das Saunieren jedoch nicht. Laut einer Umfrage der Online-Community YouGov sind immerhin zwei Drittel unserer Landsleute bereits in einer Sauna gewesen.

Ein Drittel kennt Saunen bislang nicht von innen. Hier besteht also in jedem Fall Nachholbedarf. Bei beinahe der Hälfte der Sauna-Verweigerer wurde die Hitze als Grund genannt. Ganze 24% kamen bislang noch nicht mal auf den Gedanken, eine Sauna zu besuchen.

Zählst auch du dazu, erfährst du hier, warum es sich durchaus lohnt, sich die Zeit zu nehmen, bewusst zu schwitzen und dabei der Gesundheit etwas Gutes zu tun.

“woman in red strapless top near brown house and green leafed trees” by Estonian Saunas on Unsplash

Es wird heiß!

Sitzt du in der Sauna, mutest du deinem Körper einiges zu. In einer klassischen finnischen Sauna steigt das Thermometer nicht selten bis auf 100 Grad. Die Hauttemperatur erhöht sich bis auf 40 Grad und mehr.

Der Körper muss etwas gegen diese Extremsituation unternehmen und das tut er, indem der Schweiß zu rinnen beginnt. Pro Stunde, die du in der Sauna verbringst, verlierst du bis zu einen Liter an Schweiß.

Auch die Körpertemperatur steigt in der Sauna an. Würdest du zum Thermometer greifen, würde dieses dir ein leichtes bis hohes Fieber bescheinigen.

Doch das Schwitzen hat auch sein Gutes und ist der eigentliche Pluspunkt des Saunierens. Mit dem Schweiß werden Giftstoffe aus dem Körper geleitet. Schwitzen regt den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und macht fit.

Bei regelmäßigen Saunagängen weiß der Körper bereits, was auf ihn zukommt, du kommst schneller ins Schwitzen und kannst dein Herz-Kreislauf-System optimal trainieren.

Wie wirkt die Sauna auf den Stoffwechsel?

Wie bereits erwähnt, zunächst bedeutet Sauna in erster Linie Stress für Herz und Kreislauf. Die Körpertemperatur steigt an, Stresshormone werden ausgeschüttet und dein Herz beginnt schneller zu schlagen.

Eine Viertelstunde Sauna sind für das Herz in etwa so anstrengend wie ein straffer Sprint mit Einkaufstaschen zur verpassten Straßenbahn.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass bei Belastung der systolische Blutwert zunächst ansteigt. Auch der untere, der diastolische Blutwert, bleibt während des Saunierens konstant hoch. Erst während der Ruhephase nach dem Saunagang sinkt der Blutdruck und zwar lang anhaltend.

“four green towels” by Denny Müller on Unsplash

Risiko für Schlaganfälle reduzieren

Regelmäßige Saunagänge können das Schlaganfallrisiko um mehr als die Hälfte senken. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universität Ostfinnland in Kooperation mit der Medizinischen Universität in Innsbruck. Hierfür wurden Befragungen

  • Unter etwa 1.600 männlichen und weiblichen Saunagängern
  • Zwischen 53 und 74 Jahren vorgenommen.

Weiterhin wurden die Daten der renommierten finnischen Studie “Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor” herangezogen. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass unabhängig von Faktoren wie Alter, Gewicht, Geschlecht und Vorerkrankungen Saunagänge das Schlaganfallrisiko verringern können.

Es wurde die Häufigkeit der Saunagänge erfragt, dabei wurden die finnischen Saunen mit ihren durchweg hohen Temperaturen zwischen 80 und 100 Grad als Maßstab genommen.

Die Studienteilnehmer wurden daraufhin in drei Klassen eingeteilt, Teilnehmer, die einmal wöchentlich die Sauna besuchen, Saunagänger, die zwei bis drei Mal in der Woche schwitzen und Personen, welche vier bis sieben Mal in der Woche die Sauna aufsuchen.

Diese Frequenzklassen wurden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeglichen. Das Ergebnis: wer zwei bis drei Mal die Woche sauniert, besitzt ein um 14% geringeres Schlaganfallrisiko, als die einmal wöchentlichen Saunagänger. Gruppe 3, also die Personen mit den häufigsten Saunagängen, senkt ihr Risiko um stolze 61%. Dabei spielt das Geschlecht keine Rolle.

Ist die Sauna gesund für die Haut?

Viele schwören auf den Saunagang als Jungbrunnen und Frischekick. Ob es wirklich funktioniert? Probier es aus! Ein gutes Argument dafür ist das Schwitzen, welches die Bildung neuer Zellen anregt.

Kommt die Haut ins Schwitzen, wird sie verstärkt durchblutet. Der Stoffwechsel kommt auf Touren und die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen erhöht sich. Nach dem Saunabesuch wirst du bemerken, dass sich deine Haut straffer anfühlt und einen rosigen Teint besitzt.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die durch die Wärme hervorgerufene Öffnung der Poren. Die Haut ist nun bereit für eine klärende oder entspannende Maske, welche du dir während der anschließenden Ruhephase auflegen solltest.

In den USA wurde eine Studie durchgeführt, welche dem regelmäßigen Saunieren sogar einen Anti-Aging-Effekt bescheinigt. Den Wissenschaftlern zufolge verbessert der Gang in die Sauna die Speicherfähigkeit der Haut.

Feuchtigkeit kann so besser in den Hautzellen gehalten werden und damit können kleine Fältchen vermieden werden. Ebenso ist die Haut auch äußerlich besser geschützt. Indem die hauteigene Schutzschicht durch das Schwitzen in der Sauna gestärkt wird, haben es Schadstoffe von außen schwerer, in die Haut vorzudringen.

“topless man near woman look at him” by Estonian Saunas on Unsplash

Wie wirkt die Sauna auf die Psyche?

In der Sauna kommst du zur Ruhe, schaltest den Alltagsstress ab. Die Psyche atmet auf. Zumindest theoretisch. Wenn es dir nicht wirklich gelingen sollte, dein Kopfkino auszuschalten, dann können zusätzliche Atemübungen helfen, wirklich abzuschalten. In der Praxis wird dies zum Beispiel bei der Therapie von Burnout durchgeführt.

Eine ganz einfache Möglichkeit, der Psyche etwas Gutes zu tun, ist während des Saunagangs eine Art “Visualisierung” durchzuführen. So kannst du dir suggerieren, dass mit dem Schweiß, der über die Haut rinnt, auch alle Sorgen und Probleme verschwinden und von dir abfallen.

Förderlich für die Psyche ist auch, dass du in der Regel nicht allein in der heißen Kabine hockst, sondern dich in Gesellschaft befindest. Gemeinsame Saunabesuche bieten über mehrere Stunden Gelegenheit zu Austausch und Kommunikation. Die Seele wird ganz sicher davon profitieren und ebenso gereinigt und erfrischt erscheinen, wie dein Körper.

Hilft Sauna beim Abnehmen?

Zugegeben, es wäre praktisch, sich einfach in die Sauna setzen und um einige Pfunde erleichtert dieselbe wieder verlassen. So simpel ist es dann leider doch nicht. Zwar wird nach einem ausgiebigen Saunagang die Waage in der Tat zunächst ein bis zwei Kilogramm weniger anzeigen.

Allerdings hast du dabei kein Fett verloren, sondern lediglich Wasser ausgeschwitzt. Mit dem nächsten Glas Mineralwasser hast du auch dein altes Gewicht zurück.

Gegen Abnehmen ist bis heute kein besseres Kraut gewachsen, als bewusst zu essen und sich regelmäßig zu bewegen. Der Gang in die Sauna kann dabei einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden Lebensweise leisten, jedoch nicht explizit die Pfunde purzeln lassen.

“men's black leggings” by Meghan Holmes on Unsplash

Hilft Sauna bei Erkältungen?

Hatschi — die Erkältungszeit hat uns wieder. Regelmäßige Saunagänge bieten sich nun besonders an, um den Körper abzuhärten und das Immunsystem fit zu machen für schmuddeliges Wetter und Bazillen-Alarm.

Ist der Organismus ausreichend abgehärtet, wird er weniger angreifbar für Erkältungen. Beim ersten Kratzen im Hals kann der Saunagang übrigens noch helfen, die Krankheit nicht zum Ausbruch zu bringen. Wenn du bereits so richtig erkältet bist oder gar Fieber hast, dann gehörst du definitiv ins Bett, statt in die Sauna.

Bei der bereits erwähnten Studie zur Auswirkung der Sauna auf Herz und Kreislauf wurde bei männlichen Probanden im mittleren Alter nachgewiesen, dass regelmäßige Saunabesuche auch Lungenentzündungen vorbeugen können.

Hilft Sauna bei Entzündungen?

Bei den meisten Entzündungen ist Wärme nicht empfehlenswert. Bei Gelenkentzündungen solltest du die betreffende Stelle sanft berühren. Fühlt sich diese bereits heiß an, ist ein Eisbeutel definitiv besser, als ein Saunagang.

Sind die Gelenke jedoch gezerrt oder einfach durch langes Sitzen im Büro oder ungewohnte Arbeit in Haus und Garten überanstrengt, ist der Saunagang in jedem Fall zu empfehlen, um die Muskulatur zu lockern und eine Heilung zu bewirken.

“woman in white crew-neck T-shirt holding her head” by Radu Florin on Unsplash

Wirkt ein Saunagang effektiv gegen Stress?

Eines vorab, gibt es dein Terminkalender nicht her, sollte besser auf das Saunieren verzichtet werden. Es bringt dir nichts, ständig auf die Uhr zu schauen und den Termindruck im Hinterkopf zu haben. Dies schmälert ganz klar den Erfolg des Saunaganges.

Nur wer entspannen kann und den Saunagang auch wirklich genießt, wird eine positive Wirkung auf sein Stresslevel spüren können. Etwa drei Stunden solltest du Zeit mitbringen, die Probleme des Alltags hinter dir lassen und dich auf den Saunagang einlassen.

Dann ist Saunieren ein wahrer Stresskiller. Der Deutsche Sauna Bund empfiehlt, für die Sauna etwa zwei Stunden Zeit einzuplanen, um sich nicht zu hetzen und den Körper damit zusätzlich zu belasten.

Stress ist nicht selten dort zu spüren, wo man ihn am wenigsten vermutet, nämlich im Rücken. Bei Verspannungen im Rücken bietet es sich an, sich in der Sauna für einige Zeit auf den Bauch zu legen. Dann kann die wohltuende Wärme direkt deinen Rücken erreichen und die Muskeln entspannen sich. Damit fällt dir auch buchstäblich ein Stein von der Seele.

Wie oft ist die Sauna gesund?

Gehst du gelegentlich in die Sauna, wirst du merken, Saunieren ist angenehm und entspannt dich. Wirklich nachhaltige Effekte lassen sich erst durch regelmäßige Saunabesuche erreichen.

Um nachhaltig etwas für die Gesundheit zu tun, sollte ein Saunabesuch wöchentlich eingeplant werden. Bei guter körperlicher Gesundheit spricht nichts dagegen, mehrmals in der Woche die Sauna aufzusuchen.

Die Anzahl der Saunagänge kann bei häufigeren Besuchen reduziert werden. Sauna ist nur dann wirklich gesund, wenn der Körper nicht überfordert wird. Denken wir nur an den eingangs erwähnten Profischwitzer, welcher seinen ungesunden Ehrgeiz mit dem Leben bezahlte. Du allein kennst deinen Körper am besten und weißt, was du ihm zutrauen kannst.

“person's eyes looking on left side” by Hans Reniers on Unsplash

In welchem Zusammenhang stehen Sauna und Sport

Viele Profisportler gehen regelmäßig in die Sauna. Auch Sportmediziner befürworten dies. Auch für Freizeitsportler empfiehlt sich der regelmäßige Saunagang. Körper und Seele kommen zur Ruhe und für Sportler ist auch der Aspekt der Regeneration besonders wichtig.

Nach ausgiebiger sportlicher Betätigung werden die Muskeln durch das Saunieren entspannt. Dies kann den drohenden Muskelkater verhindern und Muskelschmerzen ein Stück weit erträglicher machen.

Wichtig dabei ist jedoch, folgenden Ablauf einzuhalten:

  • Sport treiben
  • Zur Ruhe kommen
  • Puls soll sich normalisieren
  • Nach etwa einer halben Stunde ersten Saunagang starten

Eine in der Zeitschrift “Annals of Medicine” veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass Personen, die über ein hohes Maß an Fitness verfügen und regelmäßig in die Sauna gehen, ein weit geringeres Risiko besitzen, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden und daran zu sterben.

Dabei wurde klar herausgearbeitet, dass die Kombination von körperlicher Fitness und regelmäßigen Saunagängen den entscheidenden Faktor darstellt.

Bereits im Jahre 2007 ließ eine vom Journal of Science and Medicine veröffentlichte Studie die Fachwelt aufhorchen. Die Untersuchung hatte die Parameter Sport, Sauna und Ausdauerleistung in den Fokus gestellt. Die männlichen Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die Leistungssportler mussten zunächst eine Viertelstunde auf dem Laufrad trainieren. Eine der beiden Gruppen wurde danach dreimal wöchentlich in die Sauna geschickt. Nach Abschluss der Studie konnte die Gruppe der Saunagänger auf dem Laufrad punkten. Ihre Leistungsfähigkeit hatte sich um 23% verbessert.

Blutproben liefern Ergebnisse

Nachdem den Sportlern Blutproben entnommen wurden, konnte das von Prof. Hopkins geleitete Forscherteam auch bereits die Erklärung für das genannte Ergebnis liefern. Bei den Saunagängern unter den Probanden konnte ein erhöhtes Blutvolumen nachgewiesen werden.

Auch die Blutplasmawerte hatten sich erhöht. Durch die gesteigerten Blutplasmawerte kommt es zu einer Erleichterung der Herztätigkeit. Weiterhin kann der Körper auf größere Wasserreserven zurückgreifen. Damit gelingt es ihm besser, die Körpertemperatur zu regulieren. Das Ergebnis: die Sportler sind weniger erschöpft und bleiben länger fit.

“men's black bottoms” by rawpixel on Unsplash

Kann Sauna das Muskelwachstum fördern?

Was bringt die Muskeln zum Wachsen? Sicher würdest du jetzt antworten, regelmäßig Sport machen, Fitnessstudio, Gewichte stemmen oder ähnliches. Das stimmt natürlich.

Doch schauen wir dabei, was im Körper passiert, wenn die Muskeln wachsen, dann spielt sich dort ein Vorgang ab, der als Hypertrophie bezeichnet wird.

Doch zurück zur Sauna, denn auch ein Saunabesuch kann eine Hypertrophie auslösen.

Veröffentlichte Studie

Genau dieser Vorgang konnte in einer in der Zeitschrift “Applied Physiology” veröffentlichten Studie nachgewiesen werden. Getestet wurden diesmal nicht Sportler oder finnische Männer, wie übrigens bei den meisten Studien, die sich mit Saunieren beschäftigen, sondern die Probanden waren zwei Gruppen Ratten.

Bei den Ratten, die regelmäßig einen “Saunagang” unternahmen, konnte ein um 30% gesteigertes Muskelwachstum festgestellt werden.

Ist Sauna gut für die grauen Zellen?

Die Antwort ist ja und zwar doppelt. Zum Einen ist Hitze förderlich für die Neurogenese. Damit ist die vermehrte Produktion von BDNF, einem Wachstumsfaktor im Gehirn gemeint. Das Protein sorgt dafür, dass Hirnzellen schneller wachsen und schützt gleichzeitig bestehende Zellen.

BDNF war bereits Gegenstand zahlreiche Studien, welche zum Ergebnis kamen, dass sich durch die vermehrte Produktion das Langzeitgedächtnis steigern lässt.

Eine unter Frauen durchgeführte Studie, welche im Journal of Applied Physiology erschien, erbrachte den Nachweis, dass wöchentlich zwei Saunagänge a 15 Minuten ausreichen, um den Neurotransmitter Noradrenalin um 86% ansteigen zu lassen.

Noradrenalin hat im Gehirn zahlreiche Funktionen, unter anderem werden Aufmerksamkeit und Konzentration verbessert. Damit wäre der zweite positive Effekt des Saunierens auf das Gehirn genannt.

Derzeit laufen diesbezüglich Untersuchungen mit Kindern, welche an ADHS leiden. Bleibt zu hoffen, dass die Wissenschaft hier zu einem Durchbruch kommt und Saunabesuche statt Medikamente zukünftig gegen ADHS verordnet werden.

“plasma ball digital wallpaper” by Josh Riemer on Unsplash

Wer sollte in die Sauna gehen?

Wenn du gesund bist und dich fit fühlst, spricht nichts gegen einen Saunabesuch. Hier muss einfach jeder seinen Körper testen und auf die Zeichen hören, welche dieser ihm sendet.

Nicht in die Sauna gehen solltest du, wenn du erkältet bis, Fieber hast oder unter einer Bronchitis oder Lungenentzündung leidest. Die Belastung für den bereits geschwächten Körper wäre dann einfach zu groß.

Befindest du dich in der Sauna und bemerkst folgendes:

  • Unwohlsein
  • Unruhe
  • Hoher Puls
  • Schwindel

Dann verlasse die Sauna sofort.

Kinder in der Sauna?

Es gibt für den Saunabesuch eigentlich keine Altersbeschränkung. Lediglich Babys und Kleinkinder gehören noch nicht in die Saunakabine. Es könnte zu einem bedrohlichen Flüssigkeitsverlust führen. Im Kindergartenalter können die Kleinen bereits an das Saunieren herangeführt werden. Ein kurzes Schwitzbad ist dann erlaubt, sofern es die Kinder auch möchten.

Werden Kinder in diesem Alter in die Sauna gezwungen, kann es allerdings passieren, dass sie diese daraufhin nie wieder freiwillig betreten. Werden die Kinder unruhig, ist die Sauna sofort zu verlassen. Achte auch immer darauf, dass die Kleinen nach dem Saunabesuch viel trinken und sich ausreichend abkühlen.

“silhouette of children playing on lake” by jean wimmerlin on Unsplash

Saunieren für Senioren

Auch gegen das Saunieren im Alter gibt es keine Einwände. Viele ältere Menschen gehen bereits Jahrzehnte in die Sauna und ihr Körper ist darauf eingestellt. Schwieriger wird es für Menschen, die erst als Rentner die Zeit finden, in die Sauna zu gehen.

Da es sich in jedem Fall um eine ungewohnte körperliche Belastung handelt, sind Alleingänge oder gar Radikalkuren nicht empfehlenswert. Ein Gespräch mit dem Hausarzt sollte dem Saunabesuch vorangestellt werden. Es gilt, mögliche Risikofaktoren, wie Bluthochdruck oder Herz- Kreislaufprobleme abzuklären.

Wer unter folgenden Krankheiten leidet, sollte auf das Saunieren verzichten:

  • Krampfadern
  • Herzrhythmusstörungen
  • Epilepsie
  • Multiple Sklerose
  • Fieber
  • Immunschwäche

Fazit — Wie gesund ist Sauna wirklich?

Gehst du in die Sauna, müssen Stoffwechsel und Kreislauf einiges leisten, dennoch profitieren Körper und Psyche von der Hitze in der Saunakabine. Dies haben die vorangegangenen Studien bestätigt und auch du wirst dem recht geben, wenn du zum Saunagänger wirst oder bereits regelmäßig in der Sauna schwitzt.

Für körperlich gesunde Menschen ist die Sauna ohne Einschränkungen zu empfehlen. Ältere Menschen oder Personen mit Herz-Kreislaufproblemen oder anderen Vorerkrankungen sollten vor dem ersten Saunagang mit ihrem Arzt sprechen.

Generell kann davon ausgegangen werden, Sauna ist gesund, wenn du Zeit mitbringst und ganz entspannt an die Sache herangehst. Anfänger sollten mit einem Saunagang starten und ihren Körper beobachten, denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich.

Ein Saunagang sollte nicht länger als etwa zehn Minuten andauern. Anschließend heißt es kalt duschen, ruhen und genug trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

“clear glass mason jar with straw” by Carly Jayne on Unsplash

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.fr.de/wissen/gesundheit/studie-belegt-sauna-gaenger-haben-hoehere-lebenserwartung-a-500387

[2] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/94929/Studie-Haeufiger-Saunabesuch-schuetzt-Finnen-vor-Schlaganfall

[3] https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Sauna-Gut-fuer-Herz-Haut-und-Abwehrkraft,sauna189.html

4] https://www.kardiologie.org/praevention—rehabilitation/regelmaessiges-saunieren-hilft-gegen-bluthochdruck/15099014

[5] https://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/sauna-gesund/


Originally published at www.wellnessbibel.com on October 18, 2018.