Wie sehr wünschte ich mir, du wärest hier

Foto: Sarah Berger

Du denkst also, du kennst den Unterschied — zwischen Himmel und Hölle, zwischen größtem Glück und vernichtendem Schmerz.

Du denkst also, du kannst unterscheiden — zwischen den grünen Feldern weit draußen und dem kalten Stahl deiner Schranken.

Oder du kannst ein echtes Lächeln von seiner Maske unterscheiden — kannst du das. Kennst du den Unterschied.

Und wie weit hast du dich gebracht, deine Helden gegen Geistert zu tauschen:

Heiße Asche gegen das blühende Leben, deinen verbrauchten Atem gegen eine kühle Brise, madige Bequemlichkeit gegen kritische Bewegtheit.

Und wie weit hast du dich gebracht, deine Person zu verändern: Von einem Statisten in diesem Krieg zum Clickbaitstar in deinem Käfig.

Wie sehr wünschte ich mir, du wärest hier.

Wir sind nur zwei verlorene Seelen, anhaltend schwimmend in einem Goldfischglas — Jahr für Jahr, stets am gleichen Platz.

Was haben wir gefunden: Die gleichen alten Ängste.

Wie sehr wünschte ich mir, du wärest hier.