Aus Langes Sicht
Jun 15, 2019 · 2 min read

Ich habe in den vergangenen Tagen viele Posts hier gesehen, welche die folgende “Nachricht” kommentiert haben, nämlich das Instagram zur wichtigsten Nachrichtenplattform geworden ist. Viele haben das eher ungläubig aufgenommen, und dazu gesagt, dass sie wohl einenm anderen “Nachrichtenbegriff” haben.

Ich habe mir die Original-Studie vorgenommen und genauer angeschaut. Hier ein paar Gedanken zur Einordung und Orientierung. Und schon vorab: Instagram als News-App macht durchaus Sinn. Und man kann da auch einiges für das Content Marketing lernen.

DER BEGRIFF “NEWS”

Der Begriff “News”, den die Studie verwendet entspricht unserem Begriff “Nachrichten”. Das sind — so ist es wirklich — Informationen “nach” denen man sich “richtet”. Deswegen “Nach-richten”. “News” sollen ebenso wie “Nachrichten” helfen, sich in der Umwelt besser zu orientieren. Auch die Studie verwendet den Begriff “News” nicht einfach nur wie “Neues”, sondern in dem o.g. Sinn. Das wird in der Studie überall deutlich, immerhin kommt sie auch vom “Reuters Institute for the Study of Journalism”, und es geht immer (auch) um die Geschäftsmodelle von Verlagen oder eben kommerziellen News-Anbietern.

NEWS AUF INSTAGRAM?

Wer es noch nicht weiß: Es gibt super viele “kommerzielle News-Anbieter” auf Instagram: Spiegel, Zeit, ZDF, ARD, Handelsblatt, SZ, und und und. Die sind alles auf Instagram.

GIBT ES DA NICHT NUR BILDER?

Ja, aber die gibt es ja bei News auch immer. Sei es als tatsächliches Live-Bild oder zur Not als Infografik. Und oft kann man ja auch die Headline bzw. die Kernaussage in einem Bild sehr schön grafisch gestalten. Gerade als Content Marketer kann man da viel lernen über eine neue Art “Nachrichten” zu verbreiten. .

ABER SIND BILDER NICHT ZU DÜNN?

Ja und nein, viele wollen ja auch nur “dünne” Nachrichten. Also vor allem das, was man auch in einem Bild sagen kann. Und bei den Nachrichten gibt es dann darunter auch immer noch Text. Interessant ist hier vor allem ja die Hashtag-Kultur — also man findet immer noch korrespondierendes Material und kann diese Hasgtags ja auch abonnieren.

UND ALLES GANZ OHNE LINKS?

Ja, das ist sowohl aus Publisher als auch aus Marketing-Sicht ein echter Nachteil. Keine “Call-to-Actions”, keine “Customer Journey”, kein “Traffic Lieferant”. Aber man kann Markennähe herstellen. Und das wiederum sehr wirksam. Da lohnt es sich, mal genauer drauf zu schauen.

https://www.zeit.de/digital/internet/2019-06/soziale-medien-nachrichten-instagram-facebook-twitter-jugendliche

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    Hier bloggt Mirko Lange gegen eine einseitige Sicht auf Dinge: für mehr Differenzieren, Ergründen und Hinterfragen. Auf lange Sicht ist das nämlich besser.

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