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Was macht man, wenn längst verflossene Ex-Lover, nicht entscheidungsfreudige potentielle Partner oder selbstmitleidige Narzissen, sich plötzlich wieder melden?

Salbungsvoll gemeinsame Erinnerungen heraufbeschwören, in vergangenen schönen Tagen schwelgen oder mögliche Zukunftszenerien in schönsten Bilder ausmalen?
Auflegen? Nachrichten löschen? Tür vor der Nase ins Schloß fallen lassen? Schwach werden? (Wieder) vertrauen? Sich freuen?
Im ersten Moment huscht mir meist ein Lächeln übers Gesicht mit dem Gedanken “wußte ich doch, dass Du es einst bereuen wirst”, gefolgt vom gleichgültigen “zu SPÄT”!

Wenn solche Nachrichten (egal in welcher Form) einen erreichen, dann ist definitiv Reue im Spiel. Sowie die Angst etwas zu verlieren, was man nun doch haben will. Aber warum will man erst etwas, wenn es entschwunden ist oder droht zu entschwinden? Wenn es nicht mehr verfügbar ist oder jemand anderes Interesse hat? Oder warum bereut man manche (falsche) Entscheidungen erst im Nachhinein? Schon damals im Sandkasten war besonders das Backförmchen beliebt, mit dem eigentlich ein anderes Kind spielte oder im Begriff war danach zu greifen. …


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Freunde machen das Leben angenehmer, die Familie in dieser Funktion, sehen viele Menschen dahinter . Bei einer Umfrage über gefühlten Wohlstand stehen „gute Freunde besitzen“ an erster, „Familie haben“ an zweiter Stelle.

Das Ende der bürgerlichen Kleinfamilie?
Aber warum?

Weil Familienkonstellationen immer mehr auseinander brechen?
Lässt sich diese Wertverschiebung mit der Brüchigkeit von Beziehungen erklären?
Und was ist mit der lieben Familie? Die gibt es immerhin gratis per Geburt, während wir unsere Freunde erobern müssen.
Werden deshalb Freundschaften immer wichtiger?
Und ganz ehrlich, wir sind doch um einiges toleranter, wenn es um die “Macken” unserer Freunde geht.
Da können wir mit allem leben und sogar mit einem Lächeln drüber hinweg schauen, wo wir bei unserem Partner schon längst gefühlt einen 3.WK angezettelt hätten. Würde es uns besser gehen, wenn wir intimen Beziehungen ein ebensolches Gewicht verliehen wie unseren Freundschaften? Freunde sind kostbar und sind auch noch dann da, wenn die “große Liebe” zum xten Mal zerbrochen ist. Wenn der Traumprinz wieder nur eine verkleidete Kröte war.
Allerdings auch nur dann, wenn man sie — die Freundschaften- gepflegt hat, während man im rosaroten Kosmos unterwegs war.
Sie begleiten uns oft ein Leben lang, für viele sind Freunde sogar die bessere Familie. Gerade heute, da Partner und Jobs häufig wechseln, eine eigene Familie nicht mehr selbstverständlich ist und immer weniger Menschen in Religion Trost finden, werden Freunde immer wichtiger. Manchmal sind sie die Einzigen, die uns über einen langen Zeitraum begleiten — die wissen, wer wir wirklich sind, was wir denken und was wir fühlen. Sie sind nicht nur die Gefährten unserer Kindheits- und Jugendabenteuer, sondern zunehmend auch die “Säulen, die uns als Erwachsene im Leben stützen”, ein Fundament auf was wir bauen können. Freundschaft hat viele Formen. Es gibt Freunde fürs Leben, die von klein auf bis ins hohe Alter zusammenhalten, es gibt Freunde, die eine Familienwohngemeinschaft bilden. Manche Freundschaften überspannen Kontinente oder Generationen, andere bestehen fast nur virtuell. Und dann gibt es noch jene sagenumwobene Freundschaft, die der Menschheit seit Menschengedenken Rätsel aufgibt: “Können Männer und Frauen befreundet sein, ohne an Sex zu denken?”
JA…wenn Freunde die neue Familie sind, dann gehören auch Väter, Brüder, Onkel, Neffen, Cousins, Mütter, Schwestern, Tanten, Nichten und Cousinen dazu.
Dann gibt es Freundschaft zwischen Männern und Frauen.
Warum auch nicht?
Freunde ergänzen, bereichern, vervollständigen, deshalb braucht man ein weibliches oder männliches Pendant.
Man gewinnt nicht nur eine Freundin oder Freund, sonder manchmal auch eine Seelenschwester oder einen Seelenbruder.
Der Anfang ist so leicht.
Als Kind geht einem die Frage “Willst Du mein Freund sein?”, so leicht über die Lippen, wie die Frage “nach einem Eis”.
In Teeniejahren muss man sich bewähren, anpassen, Intrigen und Streiterein ertragen und man lernt langsam die Spreu vom Weizen zu trennen.
Je älter man wird, desto mehr erkennt man den Wert.
Freundschaft — was schafft Freunde?
“Wer keine hat vermisst sie, wer zu viele hat, weiß nicht, ob sie real sind.
Freundschaft.”
Ein Wort, so viele Bedeutungen
Für manche nur eine leere Hülle
Für andere das Lebenselixier.
Das Elixier, was uns am Leben hält.
Freunde, Leuchttürme in stürmischer See und Sterne an unserem persönlichen Firmament. Man sieht sie vielleicht nicht immer, aber sie sind trotzdem immer da. In unserem Kosmos, manchmal heller, manchmal dunkler. Wenn wir Glück haben, leuchten sie in dunkler Nacht unseres Lebens.
Freunde sind Menschen bei denen wir laut denken können, die uns lieben, obwohl oder gerade WEIL sie uns kennen.
Sie nehmen uns wie wir sind — ohne wenn und aber.
Ihr “aber” hallt aber in uns lange nach.
Freunde können Wunden schlagen, die niemals richtig heilen.
Aber sie können auch Lücken schließen und Narben glätten.
Sie machen alltägliche Situationen besonders. Und manchmal Alltag erträglich. Wir tragen sie in unserem Herzen.
Heben Sie hoch über all die Konfusion des Alltags, der Abgründe und tragen sie in höchste Höhen, hinauf zu dem Gipfeln!
Manchmal beschert ein Wasserball im Schwimmbad einem einen Freund fürs Leben, manchmal das Schicksal, manchmal eine Datingseite, manchmal die gemeinsame WG-Zeit oder der Beruf. …


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Wahre Worte. Als Kind tanzt man noch unberührt von Scham und nach jeder Musik oder im besten Falle nach der Musik in seinem Herzen. Als Mädchen nimmt man den obligatorischen Ballettunterricht.

Später tanzen wir bei ausgelassenen Mädelsabenden, WG-Parties und gemeinsamen Clubbesuchen mit der Clique — nicht nur um dem anderen Geschlecht zu gefallen, sondern aus Spaß an der Freude, während die Jungs an der Bar stehen und zuschauen. Aber lasst Euch gesagt sein Jungs, es gibt nichts Erotischeres als tanzende Männer. Aber bitte im Takt und ohne versteift wirkende Extremitäten oder kurz vor einer Hüftdisplasie! …

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Alexandra L. Nagel

Alexandra L. Nagel about Fashion, Literature, Art, Museum and Events.

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