Tanzen

“We don’t stop dancing when we grow old; We grow old when we stop dancing”. Barbara Larkin

Wahre Worte. Als Kind tanzt man noch unberührt von Scham und nach jeder Musik oder im besten Falle nach der Musik in seinem Herzen. Als Mädchen nimmt man den obligatorischen Ballettunterricht.

Später tanzen wir bei ausgelassenen Mädelsabenden, WG-Parties und gemeinsamen Clubbesuchen mit der Clique — nicht nur um dem anderen Geschlecht zu gefallen, sondern aus Spaß an der Freude, während die Jungs an der Bar stehen und zuschauen. Aber lasst Euch gesagt sein Jungs, es gibt nichts Erotischeres als tanzende Männer. Aber bitte im Takt und ohne versteift wirkende Extremitäten oder kurz vor einer Hüftdisplasie! Unseren Teenie- und Twenjahre sind wie gesagt von wild durchtanzten Nächten, hüpfend, springend, tänzenelnd und headbanging auf irgendwelchen Festivals, Konzerten und in Diskos sowie bei Dancebattles, die coolsten Breakdance oder HipHop Moves auf den Dance floors der Welt zeigend, geprägt.

Aber warum hören wir auf? Warum gehen wir nicht mehr aus und vor allem warum tanzen wir nicht mehr? Ab 30 gibt es Ü30, Ü40, Tanztees, Seniorentanzen… Und da geht es primär um zwischenmenschliche Kontakte und An(tanzen) anstatt Abtanzen. Bei mir ist es umgekehrt, wenn ich in einen Club, auf ein Konzert oder Festival gehe, will ich tanzen bis die Füße brennen und ich Tanzbein schwingend die gleiche Schrittzahl wie bei einem Marathon zurück gelegt habe. Aber stets mit einem Lächeln im Gesicht und einem Endorphineausstoß, bei dem jede(r) Frischverliebte(r) vor Neid erblassen würde.

Jeder sollte mal in seinem Leben die Musik in seiner Wohnung 
aufgedreht und getanzt haben! Einfach weil einem danach ist/war!
Nach einem solchen Erlebnis stehen meine “Tanzschuhe” wieder glücklich im Schrank (ihr penetrantes Rufen und Verlangen ist erst einmal befriedigt) und ich sinke selig seufzend in meine Kissen auf meinem Bett.

#missnailsflame
Alexandra L. Nagel
über Fashion, Literature, Art, Museum und Events.
missnailsflame.de
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