Böhnchen und Co. haben eindeutig mehr drauf, als Tönchen zu erzeugen!

Die UN haben 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte ernannt. Die kleinen Alleskönner sollen effektiv gegen Diabetes, Übergewicht, Herzerkrankungen und Krebs vorbeugen.

Grund genug um mich auch mit diesem umfassenden Thema auseinanderzusetzten.

Bohnen, Erbsen, Linsen, Erdnüsse, Kichererbsen, Sojabohnen,… sie alle sind Vertreter der großen Gruppe der Hülsenfrüchte und sie alle haben unterschiedliche Wirkungen auf unseren Körper.

Hülsenfrüchte galten bei uns lange Zeit als Arme-Leute-Essen. Sie sind in unseren Breitengraden nicht mehr „in“. Dabei sind Hülsenfrüchte für viele andere Regionen dieser Welt eines der Hauptnahrungsmittel und pflanzlicher Eiweißlieferant Nummer Eins.

Besonders die Bohne verband man in unserer Gegend oft mit Armut. Dabei hat man den ballaststoffreichen Alleskönner aber ziemlich unterschätzt. Die Bohne hat viele Eigenschaften, die wir uns zunutze machen können. So hilft sie besonders wirksam gegen Verstopfungen oder einen zu hohen Cholesterinspiegel. Ein Erwachsener benötigt nur hundert Gramm Bohnen um seinen Tagesbedarf an Eisen zu decken. Zusätzlich stärkt die in Bohnen enthaltene Folsäure das Herz und ist wichtig während der Schwangerschaft. Sogar auf Haut und Haare sollen sich die Inhaltsstoffe der Bohnen positiv auswirken.

Erbsen, egal ob noch in den Schoten oder ausgelöst wirken cholesterinsenkend, antioxiadtiv und krebshemmend. Auch eine knochenfestigende Wirkung wird den kleinen grünen Kugeln zugeschrieben.

Die nächsten Vertreter heißen zwar Nüsse, sind aber eigentlich auch Hülsenfrüchte. Erdnüsse, Lieblingssnack vieler Menschen, enthalten Vitamin K und fördern damit die Blutgerinnung. Der Linolsäureanteil hilft gegen Bluthochdruck.

Auch die Wirkung der Sojabohnen sollte man nicht außer Acht lassen. Sojabohnen schreibt man Wirkungen gegen Wechselbeschwerden, Alzheimer und Osteoporose zu. Ebenso sollen sie gegen Herzinfarkte und Schlaganfälle vorbeugen und zusätzlich krebshemmend und antioxidativ wirken. Auch die Sojabohne wirkt sich positiv auf unseren Cholesterinspiegel aus und enthält ebenfalls Folsäure.

Was sie alle gemein haben, sind hohe Werte an pflanzlichem Eiweiß, Mineralien und Vitaminen. Mit ihrem hohen Ballaststoff-Anteil machen Hülsenfrüchte uns für längere Zeit satt und sorgen für Energie.

Energie bringt euch sicher auch meine leckere Rote Linsen — Karottensuppe:

Rote Linsen - Karottensuppe

Zutaten:

1/2 Zwiebel

100g rote Linsen

1 Karotte

1 1/2 EL Olivenöl

Salz

Pfeffer

1 TL Curry

1 TL Paprikapulver

etwas Ingwer oder Chilipulver

Petersilie

Kokosmilch bei Bedarf

Zubereitung:

Klein geschnittene Zwiebel mit Knoblauch in Öl anschwitzen.

Geraspelte Karotte, Linsen, und 1 EL Gemüsebrühe mit 500ml Wasser dazugeben. Mit Curry, Paprikapulver, Salz und Ingwer oder Chilipulver würzen und 30 Minuten köcheln lassen.Wenn man will kann man alles noch mit 3 EL Kokosmilch verfeinern und mit Petersilie garnieren.

INFO: Rote Linsen sind Einsteigerlinsen und blähen nicht. Sie müssen auch nicht eingeweicht werden. Das Rezept funktioniert auch super mit gelben Linsen.

Roh sollten Sie Hülsenfrüchte nicht genießen. In rohem Zustand enthalten Bohnen Linsen und Co. Lektine und Hämagglutinine, die unserem Körper erheblichen Schaden zufügen können. Deshalb ist es so wichtig, die getrockneten Hülsenfrüchte in Wasser einzuweichen und anschließend gut zu kochen. Je nach Frucht kann das Einweichen von sechs bis zwölf Stunden dauern. Am besten lassen Sie die Hülsenfrüchte einfach über Nacht einweichen. Dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege. Vorsicht beim Verzehr von Hülsenfrüchten ist auch während der Stillzeit geboten. Selbst wenn Sie keine Probleme damit haben, Bohnen oder ähnliches zu essen. Bei ihrem Baby können Hülsenfrucht-Gerichte heftige und vor allem schmerzhafte Blähungen verursachen.

Gegen die Blähungen allgemein gibt es aber ein gutes Hausmittel: Würzen Sie Ihr Gericht einfach mit Kümmel, Anis oder Kreuzkümmel und die Probleme gehören der Vergangenheit an. Zusätzlich wird das Gericht auch noch besser schmecken.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die kleinen Eiweißträger schmackhaft machen und Sie versuchen bald meine Suppe. Zwei weitere Hülsenfrüchte-Rezepte finden sie in meinem New Feeling Club. Melden Sie sich an!

Bis dahin alles Liebe,

Monika Masik

P.S.: Besuchen Sie meine Seite: Ernährungsberatung Wien — Mag. Monika Masik für weitere Tipps und Rezepte.

One clap, two clap, three clap, forty?

By clapping more or less, you can signal to us which stories really stand out.