Ah hallo! So liest man sich wieder!
Was Saltatio Mortis angeht, kann ich nicht viel sagen — aber immerhin mal nachhören in sachen Wikipedia. (Aber zugegeben: In unseren Infokästen, die allgemein bekannte Infos zu zB Künstlern weitergeben, werden wir das Rad nicht neu erfinden. So eine Bandbiografie ist halt nun mal Fakt…) Ob es eine fragwürdige Kombo ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich persönlich die Band nicht kenne — aber es soll ja voll gewesen sein, aber sind immerhin schon mal ein paar Leute anderer Meinung… so ist das halt immer bei Kritiken.
Und der Brief: den haben wir an den Autor des Textes weitergeleitet, mit der Bitte, sich an sie zu wenden. Da Klaus Gast aber freier Mitarbeiter ist, der tagsüber einen ganz normalen Job hat, kann das eventuell ein wenig dauern. Die Stadtbau ist allerdings ein kommunales Unternehmen, das über seine Gewinne nicht frei verfügen kann. Die Stadtbau setzt auch keine Ehrenamtlichen ein, das macht die Stadt.
Aus dem Stand kann ich dazu keine gesicherten Auskünfte geben, aber ich würde mal sagen: Die Stadt ist so oder so auf die Ehrenamtlichen angewiesen — ohne Ehrenamtliche würden gewisse Dienste (Übersetzungen, Deutschlurse, niederschwellige Integrationsangebote) einfach nicht geleistet werden. Die grundsätzliche Tendenz, kommunale Aufgaben systematisch an Ehrenamtliche auszulagern… darüber kann man natürlich streiten; ich glaube, ich habe selbst schon mal einen Kommentar dazu geschrieben… ist aber wenn, dann schon eine Weile her.
Es gibt in Aschaffenburg eine Reihe kommunaler freiwilliger Leistungen (für Flüchtlinge und alle anderen — übernahme von Kindergartengebühren, Jugendkulturarbeit zB), die die Stadt dank ihrer vergleichsweise soliden Finanzen übernimmt. Die soliden Finanzen hat sie, weil kommunale Betriebe wie Stadtbau und AVG Gewinne machen (und nicht privatisiert wurden!).
Der Gewinn der Stadtbau ist also sicher nicht auf dem Rücken der Ehrenamtlichen erwirtschaftet worden — einfach, weil die Flüchtlingsarbeit nichts mit der Stadtbau zu tun hat. Flüchtlinge haben in Stadtbau-Wohnungen Quartier bezogen, und dafür hat die Stadtbau Geld vom Staat bekommen. Vielleicht erklärt das einen Teil der guten Bilanz (es wurden auch Häuser vermietet, die eigentlich abgerissen werden sollten, glaube ich).
Klaus Gasts Artikel ist zunächst die reine Widergabe der Bilanzzahlen, das ist richtig. Und stimmt, es wäre interessant gewesen, da mehr zu erfahren. Aber bevor ich dazu mehr sagen kann, würde ich schon gern erstmal abwarten, was er selbst dazu sagt.
Übrigens: Ich fänd das als Leserbrief gar nicht so schlecht!
Viele Grüße!