Ein Kinobesuch. Zehn Sorgen.

Es war Sonntag Nachmittag und ich habe etwas getan, von dem sich die (Kino)Filmbranche wünschte, es würden mehr Leute viel regelmäßiger tun: Ich war im Kino. In einer deutschen Großstadt. Im Multiplex. Zu Gast bei einer sehr großen Kinokette. In einem Blockbuster-Film. Was ich erlebt habe, hat mir nicht gefallen. Und damit meine ich nicht den Film. Eine chronologische Problem-Analyse. Mit Lösungsansätzen. Ein Kinobesuch, der meiner Erfahrung nach leider exemplarisch für viele steht.

Das Versprechen auf eine gute Zeit. Mit dem Zusatz: “Nur im Kino — Only in theaters.” — Versprechen sollten gehalten werden … (Kinowerbung in Los Angeles) (Photo: © 2018 Sascha Seifert)
  • Mein Stirnrunzeln beginnt bereits zu Haus’ auf dem Sofa. Ich kaufe online mein Ticket. 50 Cent Vorverkaufs-Gebühr (VVK-Gebühr). Bevor man überhaupt im Kino ankommt schon ein ? auf der Stirn. Die Kinobranche kann von der großen Unsitte nicht lassen. Überall in der Wirtschaftswelt zahlt Mensch in der Regel weniger, wenn er Vorkasse leistet. Bisweilen gibt es sogar schon bei nahezu allen Sofort-Bezahlung Rabatt (Skonto). Nur nicht im Kino. Oder bei Live-Events. Da zahlt mehr, wer vorher kauft. 
     
     Wobei die Live-Branche sich solche Tricks m.A.n. zumindest etwas besser leisten kann. Blickt man dort zumindest auf eine lange Tradition von Vorverkaufs-Stellen zurück; welche sich ursprünglich über solche Service-Gebühren gar finanziert haben; das teilweise auch heute noch tun. Trickreich-elegant wurde die VVK-Gebühr, in bester Sektsteuer-Ideologie, in die heutige Zeit hinüber gerettet. Allerdings hat die Live-Branche auch das Glück, dass ihr Ticket-Gesamtpreis in der Regel so hoch ist, eine Zusatz-Gebühr fällt da kaum noch auf. Beim Kino ist das Ticket-Kosten- / Gebühr-Verhältnis drastischer. Darum: Gar keine gute Idee der Kinos die VVK-Gebühren aufzusatteln. Vielmehr ein Zeichen in die falsche Richtung. (Stichwort: Verkaufspsychologie). Zumal: De facto ist in beiden Fällen (Kino und Live-Event) heute der Veranstalter i.d.R. auch der Ticketverkäufer. Weshalb VVK-Gebühren eigentlich sowieso generell auf den Müllhaufen der Geschichte gehören. Hier wie dort. 
     
     Denn es ist doch so: Ich kaufe vom Kino ein Ticket. Welchen Service Dritter es bemüht um diese Transaktion zu vollziehen bzw. vollziehen zu lassen, interessiert mich als Kunde eigentlich nur dahingehend, dass am Ende alles funktionieren sollte. Als Brancheninsider* ist mir dabei durchaus bewusst wie die Argumentation pro Vorverkaufs-Gebühr läuft. “Ticket-Preis ist Ticket-Preis und muss zwischen Kino und Verleih abgerechnet werden. Die Aufwendung für die technische Infrastruktur muss aus diesem Betrag heraus gerechnet werden …” etc. pp. So, oder in der Richtung. Ja, ja. Kann man schon sagen. Allerdings: Durch Nutzung des Vorverkaufs spare ich dem Kino ja auch Geld. Bspw. weil ich keinen Kassenplatz belege. Und die Arbeitszeit des Kassenpersonals vor Ort würde mir ja auch niemand zusätzlich in Rechnung stellen wollen. Außerdem: Zahle ich im Supermarkt eine Extra-Gebühr, wenn ich ein elektronisches Kassensystem in Anspruch nehme? Nein. 
     
     Darum: Bei 11,90 Euro Eintritt für eine außer Haus wahrgenommene, ortsgebundene Dienstleistung, bei welcher im wesentlichen ein Computer eine Datei startet und ich einen fest installierten Sitz nutze, sollte ein eigeninitiativer Online-Kauf vorab schon ohne Gebühr machbar sein. 
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Kaufentscheidungen belohnen anstatt sie gefühlt zu bestrafen. VVK-Gebühren müssen dazu entfallen. Anders herum: Je früher das Ticket gekauft wird, desto billiger sollte es sein. Ich denke dabei an Nachlässe bis zu mehreren Euro für Tickets, die eine Woche oder sogar früher gekauft werden. Und man sollte als Kunde eigentlich mindest 50 Cent Nachlass bekommen, wenn man bereit ist, vorab seine Zeit damit zu verbringen, online das Ticket zu kaufen. 
     
     Randnotiz: Dass sich die deutsche Kinobranche nicht schon lange auf die gemeinsame Teilnahme an einem branchenweiten Rabatt-Programm für alle BesucherInnen einigen konnte, finde ich immer wieder bedauerlich. Zumindest der Anschluss an ein gängiges Rabatt-Programm wie die DeutschlandCard oder Payback sollte längst drin gewesen sein. Letztlich hätte alle Branchen-Player davon massive Vorteile. (Big Data, Kundenbindung, Direktmarketing, etc.) 2018 ist das ein massives Versäumnis. Daten sind wie Gold. Und die Kinos sammeln viel zu wenige.
  • (Los geht’s. Die Anreise per Auto zum Kino gestaltet sich als schwierig. Mal wieder. Heute: eine Veranstaltung blockiert viele Straßen rund um das Kino. Statt 15 Minuten gehen für die Anfahrt 35 Minuten drauf. Gut, dass ich zeitig los gekommen bin. — Ja, natürlich kann das Kino da nichts dafür. Darum steht dieser Punkt hier auch in ( ). Aber das Thema gehört dennoch hier dazu. Denn die Wettbewerbs-Situation im Zeitbudget der Menschen ist stetig am enger werden. Das gilt auch für das Kino. Es gibt immer mehr Angebote sich zu unterhalten. Und Zugangs-Barrieren sind dabei relevante Entscheidungs-Beeinflusser. Die Online-Einkaufs-Welt suggeriert längst eine stetige “Jederzeit. Überall. Problemlos”-Produktversorgung — und liefert diese oft auch. Dabei ist das nur der Anfang der Veränderungen, welche E-Commerce dem gesamten stationären Handel stärker und stärker aufzwingt. Auch Kino ist für mich letztlich stationärer Handel. “Brick and mortar” - Stein und Zement ist der treffende Überbegriff im Englischen für alles was im Handel nicht auf eine Lieferung per Versand reduziert wird. Gleichzeitig sind damit auch regionale Verkehrsfragen mehr denn je Teil der alltäglichen Entscheidungs-Matrix. Früher musste man oft aus dem Haus gehen. Heute kann man aus dem Haus gehen. Oder man lässt eben liefern. Gern per Smartphone-Click. Essen, Kleidung, Musik, Filme, oder … Das gilt gerade in Großstädten, wo immer vielfältigere Interessenlagen die Nahverkehrs-Situation immer komplexer und oft damit weniger gut abschätzbar machen. Es mag nicht fair sein, aber die Kundschaft verbucht solche negativen Anreise-Erlebnisse schon rein unbewusst zu Ungunsten des Kinos. Wie immer beim Besuch von stationären Konsumangeboten. Es sollte sich also zunehmend richtig lohnen für die KundInnen, wenn sie aus dem Haus gehen. Ein weiterer Grund, warum Kinos mehr denn je alles dafür tun sollten, um das Erlebnis für BesucherInnen so angenehm und schön wie möglich zu machen. Das Publikum will angelockt werden. Wer ungläubig ist ob dieser, meiner Aussagen kann sich gerne etwas in die Probleme einlesen, welche der stationäre Handel im Vorreiter-Market USA bereits heute schon hat. (Forbes Link — Englisch). Oder ein paar Gedanken dahingehend in die Frage investieren, inwieweit sich neue Verkaufs-Technologien, welche Amazon in seinem Seattle-Buchladen aktuell bereits austestet, auch in Kino-Foyers der Zukunft Sinn machen könnten. (Geek Wire Link — Englisch.) )
  • Angekommen. Endlich vor Ort, am Einlass. Aber niemand da zur Begrüßung. Beim ganz nahe Herantreten an die Einlass-Kordel eilt doch schnell aus einer Ecke noch ein Angestellter herbei. Er legt auf dem Weg zu mir Besen und Schaufel beiseite, unterbricht offenbar eine Foyerreinigung. Die Reinigungs-Hände scannen nun meinen Barcode, befingern mein Smartphone. Er murmelt dabei was von “ganz oben, dadrübengibtessüßigkeiten”, eilt dann weiter, schnappt wieder den Besen. Ich finde das unangenehm. — Super. Danke. Sonntags-Stimmung im Eimer. Zumindest kurz. 
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Kino ist Flucht vom Alltag. Entsprechend möchte ich vor Ort möglichst wenig mit dem Alltag zu tun haben. Am Sonntag erst recht. Und, ganz praktisch gesehen: Bitte doch das Foyer derart gestalten, dass es zumindest eine zentrale Person gibt, die uneingeschränkt im Stande ist mich als Gast aufrichtig zu begrüßen (Umbau? Abkordeln?). Das bekommt sogar jeder Fast Food-Laden hin.
Vision Zukunft. Flughafen-Terminals und Kinofoyers erfüllen da den selben Zweck, wo es um Aufenthalts-Qualität geht. Kunden sollen zum Verweilen animiert werden. Und zudem inspiriert werden zu konsumieren. Der Tom Brady Terminal @ LAX am Flughafen Los Angeles hat die Latte da jüngst ziemlich hoch gehängt mit seiner Kombination aus Bewegtbild-Riesen-LED-Displays und Architektur. Vielleicht nur bedingt ein Vorbild aber doch auch Inspiration für das Kinofoyer der Zukunft.
  • Im Foyer mieft es mal wieder. Altes Popcorn? Toilette? Fürze? Alles zusammen? Unklar. — Warum mieft es überhaupt?
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Lüften. Raumduft. Frisches Popcorn vor Ort machen …
  • Snack? Concessions gibt es nur im 1. OG. Ich habe jetzt aber schon die Treppe in die 3. Etage erklommen. Alle Concessions-Stände hier sind stillgelegt. Die im 2. Geschoss übrigens auch. Aber: Sie wurden nicht abmontiert. Nein. Sie stehen als Inneneinrichtungs-Invest-Ruinen auf jedem Stockwerk im 3-stöckigen Foyer. Solide deutsche Thekenbauer-Kunst, Mad Max Style abgewrackt. Zwischen diesen Ruinen kommt bei mir abermals nicht so richtig Freizeit-Stimmung auf.
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Handwerker bestellen. Abfall-Container bestellen. An die Arbeit machen. Abbauen, umgestalten.
    Automat?
  • Eine Toilette ist außer Betrieb. Nach der Vorgeschichte denke ich unweigerlich: “Die Toilette ist natürlich auch außer Betrieb”. (Der Eindruck, dass das Schild da schone eine ganze Weile an der Tür klebt tut sein übriges.) Also laufe ich zum nächsten WC. Das liegt aber in einem Gebäudebereich, in den ich eigentlich ansonsten gar nicht laufen bräuchte. Rumrennen statt sonntäglicher Beschaulichkeit. 
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Handwerker bestellen. Alle Toiletten in nutzbarem Zustand halten.
  • Wasser lassen. Diese Toilette kenne ich. Von vorhergehenden Besuchen. Sie ist muffig. Wie immer. Zu warm. Mief. Ein Alu-Rahmen für Werbung über dem Pissoir fällt fast von der Wand. Der 1-Düsen-Händetrockner brüllt. Viel Lärm. Wenig Wirkung. — In der Oldtimer-Auto-Szene würde man “Investitions-Stau” zu so einer Anlage sagen. 
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Handwerker bestellen. Instandsetzung durchführen. 
     Raumduft-Dispenser montieren. Dyson-Handtrockner. 
     
     Randnotiz: Ja, das sind natürlich schon ein bisserl echte 1st-World-Problems. Einerseits. Andererseits: Ich verbrate hier gerade insgesamt über 30 Euro für einen Nachmittag im Kino. In einer der reichsten Städte Europas. Also: Wo, wenn nicht hier, soll ich als Kunde Top-Service erwarten?
  • Die Bilder beginnen zu laufen. Das Vorprogramm, die einstige “Werberolle”, beginnt mit einer Neuauflage eines Anti-Piracy-Spots. Noch immer ist dessen Inhalt weniger “für etwas” sondern vor allem “dagegen”. Ich bin schon schlimmer ermahnt worden. Aber das Copyright-Thema wurde auch schon besser emotionalisiert. Auf jeden Fall soll klar gemacht werden: Kino ist jeden Euro wert. Ist es eigentlich auch. Nur bringen sich persönliches Erlebnis und Spot-Inhalt für mich heute mal wieder nicht unbedingt in Einklang. 
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Werbefilme im Kino passen Anno 2018 nicht mehr in die Medien-Landschaft. Sie gehören abgeschafft. 
     Was vor einem Kinofilm noch seinen Platz haben darf sind Filmtrailer und einige wenige Eigenwerbung-Platzierungen. 
     Beginnen sollte der ganze Spaß aber immer mit folgender Botschaft:
     “Hallo, schön dass Sie da sind! Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei dieser Vorstellung. Für Fragen, Wünsche, Anregungen steht Ihnen unser Team jederzeit zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an die Geschäftsleitung: <vorname>.<nachname>@kinoname.film oder Telefon 01xx-yyy yyy yyy — Gerne auch per WhatsApp. Oder schreiben Sie uns via Facebook-Messenger unter facebook.com/kinoname
     
     Zum inzwischen Jahrzehnte andauernden Drama der sogenannten Anti-Piracy-Spots generell — Botschaft, Platzierung etc. — schreibe ich vielleicht bei Gelegenheit mal einen extra Post. **
  • Attacke! Die Werbung wird dem Publikum akustisch voll um die Ohren geblasen. So sehr zu laut fand ich es Sonntag Nachmittag zuletzt, als Motörhead bei Rock Im Park aufgetreten sind. Gäbe es auf unserem Stockwerk im Foyer auch was zu erleben, ich würde nochmal rausgehen und mich in Süßigkeiten-Konsum stürzen. So aber mache ich, was alle machen: Ich vertiefe mich in mein Smartphone. So gut es geht. 
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Keine Werbung, kein Problem. 
     Oder zumindest: Tonjustierung durch das Personal. Oder automatische Tonjustierung. Für sowas gibt es ja Normkurven …
Die Zeiten ändern sich. Und sie ändern sich immer schneller. Dabei gilt: Formate wechseln. Inhalte bestehen weiter. — Darauf müssen alle Branchenteilnehmer immer wieder reagieren. Immer wieder. (Photo: © 2018 Sascha Seifert)
  • “Ich hab das Licht gesehen.” Als der Film beginnt ist die Saaltür noch offen. Mal wieder. Das Restlicht aus dem Foyer schwächt die Projektions-Qualität auf ca. 20% der Leinwandfläche. Ein mitdenkender Kinogast aus Reihe vier steht auf und schließt die Türe. Danke an den Unbekannten für seine Fronarbeit.
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Türautomatik.
     Personalschulung. 
     Qualitätskontrollen. 
     Sich als Betreiber-Team mehr Mühe geben.
  • Drastisch. Pünktlich zu “The End” fährt das Saallicht in zwei Sekunden auf grelle 50%. Danke. Augen zusammenkneifend denke ich spontan an mein Sofa und mein Netflix-Abo. Warum nur …
     
     Wie wäre das besser zu machen? 
     Aufblend-Automatik besser einstellen. Thema: Dimmer-Technik.
     Personalschulung. 
     Sich als Betreiber-Team mehr Mühe geben.

“Was er nur hat? Tut doch alles! Die Mehrheit der Leute kommt immer wieder …” mag man sich in der deutschen Kinobranche jetzt nach dem Lesen meiner 10 Sorgen vielleicht denken. Zumindest angesichts der Zahlen aus den letzten Jahren; diesen Sommer sah die Sache ja allerdings bereits ein wenig bedenklicher aus. Doch selbst wenn man das bislang für den Sommer 2018 vorgeschobene Narrativ von Fussball WM und Hitzewelle übernehmen will; sich weiter einreden mag: “Ja, fürwahr. Die Zahlen sind recht stabil seit Jahren.” Fakt ist auch: Sie steigen nicht gerade auf diese Zahlen. Und da ist auch generell dieses leichte Minus bei den Besuchern zu verzeichnen. Das könnte natürlich auch dem Filmangebot geschuldet sein. Vielleicht ist es aber auch ein sich abzeichnender Trend, dem es Einhalt zu gebieten gälte. Mit Bemühungen. Mit Innovation.

Mir ist bei alledem schon auch klar: 11,90 Euro für einen Kino-Eintritt sind jetzt auch kein wirklich weltbewegender Betrag. Dafür gibt es keine Wunder zu erwarten. Aber eine solide, ehrliche Leistung, welche dem selbst gesteckten Premium-Anspruch der Anbieter gerecht wird — das sollte schon drin sein. Mindestens.

Steve Jobs hat mal gesagt, dass wir immer nur rückblickend alle Zusammenhänge wirklich erkennen und auch verstehen können. Darum, im Moment, gilt nicht zuletzt: Abwarten. Wir werden sehen müssen, wie sich die Dinge de facto entwickeln. Welche Selbst-Heilungskräfte sich entfalten. Oder ob abermals die Schuld seitens der Kinos nur im Außen gesucht werden wird. (Zugegeben: Das Gejammer über den Filmpreis in Venedig 2018 für Cuarón lässt Schlimmstes erahnen (Deadline — Link, Englisch.)

Ich wünsche mir, eines Tages sagen zu können, dass dieser Blogpost hier vergebliche Mühe war. Ich fürchte allerdings auch, es dürfte so einfach nicht laufen. Vielleicht wird der Text sich für die Mehrzahl der Kino-Branchenteilnehmer erst in zehn Jahren richtig aktuell anfühlen. Vielleicht aber auch schon in sechs Monaten.

Dass es alles so weitergehen wird bis bisher — das glaube ich nicht. Dafür ist der Wettbewerb um unser aller Eyeballs zwischen Kino, TV, Stream, Mobile, AR/VR, Games, Live und und und einfach zu groß inzwischen. Und er wird weiter wachsen. Ganz so wie meine Zweifel stetig weiter wachsen, ob ich noch oft in das Kino gehen werden, von welchem ich hier geschrieben habe.

^ Der Autor war lange Zeit selbst Partner und Mitglied der Geschäftsführung einer Kinokette. Mit seiner Firma MOUNA Film & Media Studios bringt er heute bisweilen Filme als Filmverleiher in die Kinos.

°° Ich habe versucht den im Kino gesehenen Spot online zu finden. YouTube etc. — Es war mir bislang leider nicht mit vertretbarem Aufwand möglich. Sollte der Trailer tatsächlich gar nicht online zu finden sein …?