#AbeerPamuk: Eine 22 jährige syrische Heldin entlarvt die schreckliche Propaganda von Europa

Die 22-jährige Persönlichkeit floh in den Libanon und kam bald zurück nach Syrien mit dem Wunsch zu helfen, während die westlichen Medien lieber über die gleichaltrige Miley Cryus berichten.

Am 15. Januar verkündeten die Vereinten Nationen, dass im Syrienkrieg bereist 220.000 Menschen gestorben waren, darunter 11.021 Kinder und 7049 Frauen.

Abeer Pamuk, 22, hatte ganz andere Pläne für ihr Leben: Sie wollte bei einer großen Bank oder Firma arbeiten, Menschen aus aller Welt kennenlernen. Doch dann schlugen Bomben in der Universität von Aleppo ein, an der Abeer „Englische Literatur“ studierte und änderten alles.

Abeers Heimatstadt Aleppo galt plötzlich als „die gefährlichste Stadt der Welt“. Abeer floh in den Libanon und kam bald zurück nach Syrien mit dem Wunsch zu helfen. Für die SOS-Kinderdörfer begann Sie, Nothilfe zu leisten, arbeitete direkt mit den Menschen und wechselte anschließend in die Kommunikationsabteilung.

Abeer möchte helfen mit all ihren Möglichkeiten.

Abeers Freundin Rana

Als Abeers Freundin Rana nach Damaskus gezogen war, putzte sie sich aus Gewohnheit die Zähne im Dunkeln. © Maram Alajati

DAS WORT „TRAURIG“ REICHT SCHON LANGE NICHT MEHR

Wenn man als Erwachsener an seine Kindheit zurückdenkt, so ist dies für viele die Zeit, in der alles magisch und schön war. Die Möglichkeiten und Träume waren unendlich und alles erschien einfach. Die Welt bestand aus einem leckeren Essen, das nirgendwo so gut schmeckte wie zuhause, einem Spaziergang mit dem Vater, der ohne Frage der stärkste Mann der Welt war (fragen Sie meine Töchter), oder aus den täglichen Erlebnissen in der Schule.

So sollte es sein. Jedes Kind hat das Recht auf eine liebevolle Familie, auf Schutz und Sicherheit und auf Erinnerungen an eine geborgene Kindheit. Aber wie soll das gehen, wenn ein Kind in einem Land aufwächst, in dem Krieg zwischen Brüdern herrscht?

Was, wenn es keine Worte dafür gibt, um zu beschreiben, wie das Kind sich fühlt — wenn das Wort „traurig“ schon lange nicht mehr reicht?

Was, wenn die Augen der Kinder Schreckliches gesehen haben? Was, wenn ihre Herzen vor Angst frösteln? Was, wenn sie den Traum von unbeschwerten Kindheitserlebnissen schon aufgegeben haben?

Diese quälenden Fragen stammen von einer jungen 22-jährige Studentin aus Syrien, wie armselig erscheint da die Hetzerei von Pegida und den Populisten/innen der Politik und der Medien.

Was muss diese arme junge Seele schon alles erlebt haben, und vor allem wo nimmt Sie die Kraft und Energie her? Als ich mich heute morgen mit meinen täglichen Recherchen begann — wollte ich ein paar Informationen über die Menschen in Syrien vor Ort ermitteln, was manchmal gar nicht so einfach ist — bei der Propaganda Schlacht zwischen Ost und West.

Nach einer halben Stunde erblickte ich die folgende Überschrift in den Suchergebnissen, die meinen ganzen Tagesplan veränderte :

In der Dunkelheit wachsen keine Blumen

In den dunklen Räumen einer Baustelle in Lattakia City lebt Nour mit ihrer Familie, ihr Herz ist schwer. Der Name „Nour“ ist Arabisch und bedeutet „Licht“.

Vor der Baustelle, in der Nour jetzt lebt, erzählt sie ihre Geschichte. Der Krieg bedroht ihr Leben Tag für Tag, er tötet und zerstört, was ihnen wichtig ist.

Das Mädchen findet ihn schon lange nicht mehr passend. All ihre Träume und ihre Hoffnungen hat sie an dem gefährlichsten Ort der Welt verloren: in Aleppo.

Bis vor zwei Jahren war das Leben für Nour so, wie es sein sollte. Jeden Morgen weckten sie die Vögel mit ihrem Gesang und malten den Himmel bunt für sie. Nour wachte in ihrem warmen Bett auf, später ging die mit ihren Freundinnen zur Schule.
Sie sagt: „Ich erinnere mich ganz genau an jedes Klassenzimmer und an jede Ecke.“ In den Pausen spielten sie Fangen, wie wohl die Kinder überall auf der Welt. „Mein Traum war es, später zu studieren und Ärztin zu werden, aber jetzt muss ich ja arbeiten“, erzählt Nour weiter.

Früher hatte ihr Vater sein Geld als Maler verdient. „Ich war immer stolz darauf, wie mein Vater all die Häuser unseres Dorfes gestrichen hat. Er war der beste! Die meisten Häuser waren weiß, so auch unseres. Ich habe es immer geliebt, von der Schule zu kommen und unser schönes Haus zu sehen, besonders im Frühling, wenn der Apfelbaum blühte. Wenn ich heute meine Augen schließe und daran denke, muss ich immer lächeln. Und wenn ich sie dann wieder öffne, muss ich weinen.“

Sind das also die Menschen vor den so viele besorgte Mitbürger/innen, Medien und Politiker/innen in Europa Angst haben?

Ein Kriegsjahr folgt dem anderen — besonders die jungen Leute sehen, wie ihre „besten Jahre“ in Angst und Schrecken vergehen. Es wäre die Zeit, in der sich die Persönlichkeit definiert, Berufswege heranreifen, Freundschaften und Beziehungen geschlossen werden, der persönliche Lebensweg Form annimmt. Aber Studenten, die mit 18 zu studieren begonnen haben, bevor der Krieg begonnen hatte, sind heute 23 und ihre Träume werden immer bescheidener.

Fragst du sie, was sie sich wünschen, antworten sie, zu überleben und die Basisbedürfnisse wie Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf und Elektrizität, befriedigen zu können.

Viele verlassen das Land aus diesen Gründen.

Ich habe bereits auf Medium.com heute einen Bericht zur Person Abeer Pamuk geschrieben, und würde mich sehr freuen, wenn sich weitere Blogger/innen anschließen und von der bewundernswerten jungen Frau berichten.

Und benutzt bitte den Hashtag #AbeerPamuk , um Ihre selbstlose Taten zu würdigen –

Und die Welt zu erinnern: Bitte vergesst uns nicht!

Abeer berichtet hier regelmäßig aus Syrien.

Freundschaft in Zeiten des Krieges

Freunde stehen in den glücklichsten sowie den traurigsten Momenten an deiner Seite, sie weinen mit dir Tränen der Freude und der Traurigkeit. Freunde sind die Menschen, die deine Erinnerungen prägen. Manchmal musst du nur ein Foto betrachten und dir fällt alles wieder ein, was du damals mit deinen Freunden erlebt hast.

Es gibt Leute, die sagen, dass Kinderfreundschaften niemals zerbrechen, auch, wenn jeder einen anderen Lebensweg geht. Aber was, wenn in deinem Land der Krieg ausbricht? Was, wenn du niemals weißt, ob das Foto, das du gerade von deinen Freunden machst, vielleicht das letzte ist?

Die Geschichte von Thaer und Basel

Kindheitsfoto bzw. Erwachsenenbild der beiden Brüder

Thaer und Basel hatten soviel vor! Ihr Kunstcafé „Butterfly Effect“ war rund um die Uhr voll mit Leuten, hier trafen sich Maler, Musiker, Literatur-Liebhaber und andere kreative Menschen.

Also published on Medium.


Originally published at blognachrichten.com on October 21, 2015.

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