Kopf über an der Wand. Keine Sicherung. Fuß neu positionieren. 
Griff in den Magnesiumbeutel. Körperspannung aufbauen. 
Zum nächsten Griff ziehen. Das ist Bouldern.

Während das Seilklettern eine allgemein bekannte Sportart ist und auch seit langem in Wettkämpfen praktiziert wird, ist das Bouldern eher unbekannt. Angefangen als Trainings-Disziplin für das Klettern, hat es sich nicht nur zu einer Wettkampfdisziplin sondern auch einer eigenen Sportart entwickelt.
In der Kletterhalle, im Außenbereich oder auch am Fels wird gebouldert. Dabei klettert man ohne Seil und Gurt in Absprunghöhe, ist dabei allein unterwegs oder auch mit Hilfe eines Partners. Dieser kann bei einem Sturz helfen und für einen sicheren Fall sorgen.

Beim ersten Blick in die Halle des DAV Boulderzentrum B12 in Tübingen stechen die bunten Griffe ins Auge. Die Farben haben aber auch ihren Sinn. Von gelb für “Treppensteiger”, bis hin zu schwarz für Experten, ist für jeden eine Herausforderung vorhanden. 
Kinder, Jugendliche, Studenten und neben Erwachsenen sogar auch Rentner ziehen die Kletterschuhe an und wagen sich an die Wand. Wer keine eigenen Schuhe hat leiht sie sich vor Ort.

Profis am Werk

Manfred Aberle und Andreas Hartmann sind seit Oktober 2014 Geschäftsführer, aber auch selbst schon lange in der Kletterhalle aktiv. Auch als Jugendtrainer beim DAV, dem Deutschen Alpenverein, bringen die Beiden ihre jahrzehntelange Klettererfahrung ein.

Interview mit den Geschäftsführer des B12, Andreas Hartmann und Manfred Aberle

“Wenn man so eine Halle betreiben will, muss man selbst klettern. Man muss verstehen, was die Leute wollen.”

Ran an die Wand!

Das B12 bietet einen Indoor-Boulderbereich, zusätzliche Blöcke und Klettersteine im Außenbereich. Auch für Kletterer gibt es innen eine 14 Meter hohe und außen sogar eine knapp 18 Meter hohe Kletterwand.
Es geht nicht nur gerade an der Wand nach oben, sondern auch um die Ecke, über Kanten hinweg und kopfüber hangelnd an der Decke entlang. Körperspannung ist dabei ein Muss. Aber auch Kraft, Ausdauer und ein gutes Auge für den nächsten Griff sind nicht zu unterschätzen. 
Die Sportart ist für viele nicht alleinige Motivation. Hinzu kommt der Trainings-, Fitness- und Gesundheitsaspekt. Darum gibt es im B12 auch einen Bereich für das zusätzliche Krafttraining, der bei den Besuchern gut ankommt.

“Jetzt geht’s um die Wurst”

Nicht nur freizeitlich wird das B12 von vielen genutzt. Es war schon oft Austragungsort großer Wettkämpfe. Erst Anfang dieses Jahres wetteiferten die Teilnehmer aus verschiedenen Hallen beim weltweit größten Boulderwettkampf, den “Hard Moves”, um den Sieg. Bei diesem war auch ein ehemaliger Jugendweltmeister und regelmäßiger Weltcupteilnehmer als Trainer im B12 zu Besuch.

Leistungsgruppe des DAV Sektion Tübingen

Neben dem Baden-Württemberg-Cup und dem Regional-Cup, ist das B12 selbst Veranstalter eines eigenen Wettkampfs, den “Burning Blocks”. Profis wie die Mitglieder der eigene Leistungsgruppe mischen sich während der normalen Öffnungszeiten unter die Besucher und trainieren für ihre Teilnahme an den Wettkämpfen.

Ob groß oder klein, alt oder jung, Anfänger oder Profi. Spaß beim Bouldern hat jeder!

Anja Schuld und Andreas Nagel




Impressum

Die Publikation entstand im Rahmen des Seminars “Multimedia Storytelling” im Modul Lehrredaktion am Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen unter der Leitung von PD Dr. Stefan Meier.

Die inhaltliche Verantwortung liegt gemäß § 10 Absatz 3 MDStV bei den jeweiligen AutorInnen.

Gesamtverantwortung:
PD Dr. Stefan Meier
Wilhelmstr. 50
Raum 257
72074 Tübingen
E-Mail: stefan.meier@uni-tuebingen.de

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