3D-Filme, Apple und Smartwatches sind alle fürchterlich

Bei knapp 30 Grad gibt es wohl keinen angenehmeren Ort als den Kinosaal. Dementsprechend habe ich mich dort heute hinbegeben um Suicide Squad zu sehen. Meine Erwartungen waren nach den ersten Trailern und spätestens nach den ersten Songs vom Soundtrack sehr hoch. Gedämpft wurden sie dann jedoch wiederum von Kritikern und Freunden, die den Film alle nicht empfehlen konnten. Also gehe ich mit eher niedriger Erwartungshaltung in den Kinosaal und …

…werde selbstverständlich enttäuscht. Okay, bleiben wir fair. Der Film hatte seine Vor- und seine Nachteile. Aber die Nachteile überwiegen definitiv für mich. Der Film ist viel zu düster, die Charaktere werden teilweise schlecht eingeführt, die Story ist eher mau, und Computereffekte werden auch nicht gerade subtil oder sparsam eingesetzt. Aber was mich mal wieder sehr gestört hat, war, dass der Film in 3D gedreht wurde. Ich habe das Gefühl, nach Avatar haben die Medien einfach so lange geschrien, dass 3D-Filme “der nächste große Trend” sind, bis Filmemacher sich dem gebeugt haben. Aber für die Zuschauer lohnt es sich eigentlich nie. Man hat zwei Stunden lang eine ungemütliche Brille auf der Nase, bezahlt deutlich mehr und bekommt am Ende keinen besseren Film zu sehen. Oder wie oft hört man von Zuschauern, dass sich die 3D-Effekte in dem Film total gelohnt hätten? Richtig, nie. Ich besitze tatsächlich seit etwa drei Jahren einen 3D-Fernseher und ratet mal, wie oft ich mir da schon einen 3D-Film angesehen habe? Richtig, nie.

Ähnlich geht es mir mit Smartwatches. Die wenigsten Kunden brauchen oder wollen eine tragen, sie bieten in unserer sowieso völlig vernetzten Welt einfach keinen großartigen Mehrwert. Aber solange alle krakelen, dass es der nächste große Trend wird, fokussieren sich die Hersteller natürlich auch darauf, diese weiterzuentwickeln, statt neue, wirklich innovative Produkte zu schaffen. Dabei hätten wir gerade die wirklich bitter nötig. Aber freuen wir uns erstmal auf das neue iPhone im September, das voraussichtlich genauso aussehen und funktionieren wird, wie schon vor zwei Jahren. Apple, unsere Innovationsschmiede. 


Nils Schniederjann