Plötzlich Frühaufsteher

Im Moment geht es für mich um sechs Uhr aus dem Bett. Für viele eine normale Zeit, für mich aber nach Monaten des späten Aufstehens eine Qual. Zumindest zu Beginn. Nach ein paar Wochen, in denen ich der Arbeit wegen Frühaufsteher war, bin ich tatsächlich ziemlich begeistert vom frühen Aufwachen.

Auch wenn es fast schon klischeehaft ist, auf Medium über das Thema zu schreiben - die Hälfte der Autoren scheinen mir in ihren Beiträgen erklären zu wollen, warum mein Leben durch frühes Aufstehen so viel besser wird - muss ich dem doch beipflichten: Es geht einem besser, wenn man früher aufsteht.

Eigentlich war ich immer ein Verfechter von einem liberalen Umgang mit dem Aufstehen nachdem der Wecker klingelt. Sobald ich es mir aussuchen durfte - als Schüler also meistens nur am Wochenende - habe ich mich dafür entschieden, den Tag ganz entspannt anzugehen. Konkret heißt das nach dem Aufwachen erstmal ein wenig zu lesen, im Internet zu surfen, Nachrichten zu lesen und sich erst aus dem zu der Zeit schönsten und kuscheligsten Ort zu bewegen, wenn der Hunger ruft.

Sofort nach dem Aufwachen in den Tag zu starten hat aber durchaus seine Vorteile. So bin ich viel disziplinierter bei dem was ich tue und kann die Dinge, die ich tun muss, sofort tun. Wenn ich früh zur Arbeit gehe, stehe ich auch gerne eine halbe Stunde früher auf, als ich eigentlich müsste, um noch ein wenig zu lesen. Wenn ich nämlich sofort zum Arbeitsplatz gehe, habe ich das Gefühl, dass der Tag bis 15 Uhr nur aus Arbeit besteht. So nehme ich mir aber einen Teil des Morgens und mache ihn zu etwas Angenehmen.

Ob ich das mit dem frühen Aufstehen auch durchhalte, wenn mich die Arbeit nicht dazu zwingt? Mal sehen (das heißt nein). Immerhin weiß ich aber jetzt, dass man sich nicht davor zu fürchten braucht, wenn der Wecker mal vor neun Uhr klingelt.