Wofür will Schäuble eigentlich unser Geld?

Wieso haben wir eigentlich alle so ein negatives Verhältnis zu Steuern? Egal wo man über das Thema spricht, es heißt immer man müsse sie irgendwie gekonnt umgehen. Indem man zum Beispiel immer versucht unter der magischen Grenze von 8562 Euro pro Jahr zu bleiben.

Eigentlich halte ich recht viel von Steuern. Wenn sie sinnvoll genutzt werden, geht es der Gesellschaft und vor allem den Menschen durch sie besser. Leute mit einem geringen Verdienst — wie ich — sollten von ihnen profitieren.

Ich glaube Schäuble leistet mit seiner tollen, grandiosen, wunderschön anzusehenden schwarzen Null — die übrigens absolut nicht sein Verdienst ist — einen großen Beitrag dazu, dass Steuern so verpöhnt sind. Ist ja auch klar: Wenn wir nicht nur sehen, dass es dem Staat gut, sondern dass er vielleicht noch einen Überschuss verbuchen kann, bekommen wir nicht das Gefühl, dass es einen Grund gibt mein hart erarbeitetes Geld abzugeben. Im gleichen Zug sehen wir natürlich noch, wie gut es uns und unserem schön homogenen mittelständischen Freundeskreis geht und sehen nicht, warum die da oben mir überhaupt ans Portemonnaie wollen.

Der Mann will unser Geld! Aber wofür?

In einer solidarischen Gesellschaft muss man aber nunmal auch einen Blick auf diejenigen werfen, denen es nicht so gut geht. Und dann wäre die richtige Initiative von der Regierung auch nicht auf der schwarzen Null zu verharren, sondern Initiativen zu ergreifen, die den Menschen zugute kommen. Dass dabei dann der schöne Überschuss von gut 19,4 Milliarden Euro geopfert werden muss versteht sich eigentlich von selbst.

Und übrigens: Selbst wenn Herr Schäuble seine schwarze Null nicht hergeben möchte gäbe es Mittel und Wege, mehr Steuern in die Staatskasse gespült zu bekommen ohne es an Menschen auszulassen, die eigentlich von genau diesen profitieren sollten. Kleine bis mittelständische Unternehmen wie Apple könnte man zum Beispiel zur Kasse beten, wie es die europäische Kommission vorgemacht hat. Das könnte Deutschland nämlich auch.