You Make Me Brave — Daniel

Mut im Angesicht der Löwen

Mut. Wer wäre nicht gerne auch mutig und stark? Ich habe gegoogelt und jetzt herausgefunden wie es geht. Um es kurz zu machen, hier kommt die Antwort:

Mutig ist, wer Durchfall hat, und trotzdem furzt.

Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Wer es nicht glaubt, kann gerne mal “Darm mit Charme” von Giulia Enders lesen.


Mutige Menschen inspirieren. Mut ist etwas, das uns packt, ein mutiger Held, zieht Millionen vor die Leinwand, ihm folgen hunderttausende Soldaten, ein einziger Mutiger bezwingt Weltmächte und stürzt Jahrhunderte alte Gesellschaftssysteme.

Vor Jahren war ich in der Bibel auf ein Muster gestossen. Ich war gerade dabei die Bibel von vorne nach hinten durch zu lesen, da bemerkte ich, dass immer wieder ein bestimmter Satz vorkam:

“Seid mutig und stark!”

Am Anfang, habe ich ihn gar nicht bemerkt, aber irgendwann fiel er mir auf… In den Büchern Mose, im Buch Josua, in den Chroniken… Überall –Gott sagte es zu Mose, Mose sagte es Josua, Gott sagte es Josua, Petrus sagte es Timotheus und David sagte es Salomon… Und Dir:

Seid stark und mutig, alle, die ihr auf den Herrn hofft!
Psalm 31:25 — Die Bibel, HFA

Das hat schon damals etwas in mir ausgelöst, aber ich merke nun, dass ich mehr den je mutig sein will. Ich bin überzeugt, dass ein mutiges Leben zu führen mehr Spass macht, und dass die Welt dringend mutige Menschen braucht.

Ich wünsche mir das, und ich glaube, jeder von uns wünscht sich, als “mutig” bezeichnet zu werden.

Was ist denn deine Antwort, wenn ich Dich heute frage:

Welche Person kommt dir beim Wort “Mut” in den in den Sinn?

Mir kommen da spontan folgende Personen in den Sinn:

Vielleicht ein bisschen realer:

Da wären auch noch William Wilberforce, der die Sklaverei abgeschafft hat, oder Mutter Teresa…

Und wenn ich dich frage, wer aus der Bibel war mutig, dann sind diese Figuren bestimmt nicht weit:

Oder Josua, oder Esther, oder Rahab, oder Jesus…

Wer mir aber bestimmt als letzter in den Sinn gekommen wäre, war der Junge hier:

Daniel und seine Freunde. Vielleicht hatte mein Eindruck von Daniel ja gerade auch mit dieser verweichlichten Darstellung zutun…

Als ich begonnen habe, mehr über Daniel nachzulesen, entwickelte ich einen grossen Respekt für ihn und ich bin überzeugt, dass wir viel von ihm lernen können, und dass die Welt wieder Männer und Frauen wie ihn braucht.

Wer war dieser Daniel? Daniel war etwa 15 bis 17 Jahre alt, als er 605 v.Chr. vom babylonischen Heer aus Jerusalem nach Babylon deportiert wurde. Dort sammelte der König alle jungen, gebildeten Männer und um sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen und ihnen die Bräuche der Babylonier zu unterziehen.

Daniel überlebte zwei Dynastien und vier Königs-Generationen. Er machte zahlreiche detaillierte Prophezeiungen über die Weltgeschichte von denen viele bereits eingetroffen sind und weiter noch ausstehen.

Daniel starb als angesehener und weiser Mann in hohem Alter.

Ich möchte mit Dir teilen, was beim Lesen von Daniel in meinem Herzen eine Seite zum Schwingen gebracht hat. Das ist keine abschliessende Liste. Für dein Leben kann dir Gott andere Schwerpunkte zeigen.


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Bevor wir aber in die Geschichte eintauchen, möchte ich eine Klammer öffnen und etwas vorweg nehmen:

Wohl das Mutigste überhaupt ist es, an Jesus zu glauben. Ein Leben so gut wie möglich zu führen, und dennoch zuzugeben, dass es nicht ganz reicht. Man Gottes Hilfe braucht. Mehr noch: zu erkennen, dass man ohne Gottes Gnade und Liebe weder existieren würde, noch weiterleben könnte.

Ein Leben mit Gott ist vollbepackt mit Abenteuern. Gott führt dich liebevoll — aber manchmal auch unerwartet — durch Umstände, die deinen Charakter formen. Gleichzeitig wird er dich Wege führen, welche dich herausfordern, Menschen um dich herum zu befreien, ihnen Hoffnung und Zukunft zu schenken.

Wenn du diese mutige Entscheidung noch nicht getroffen hast, kannst du die folgenden Ideen für irgendein persönliches Projekt nutzen — oder du kannst dich der Frage stellen: Soll ich wirklich anfangen, an Jesus zu glauben, mit all momentanen Unklarheiten, aber in der wagen Hoffnung, dass das was alle Christen immer behaupten vielleicht doch Wahrheit ist, und nach dem Tod mehr ist, als nur gähnende Leere. ]


Mut bricht Brücken ab:

Vor einigen Jahren ging ich mit einem Freund nach Brasilien in die Ferien… Dabei kam die Frage auf, warum nicht einmal länger auf Reisen gehen? Ich bin jemand, der gerne spricht — und dann manchmal nicht handelt. Kennst du das?

Auf dem Rückflug sass ich im Flugzeug neben eine Frau, die soeben eine Auszeit genommen hatte um ein Buch zu schreiben — sie sagte zu mir:

«Hör auf darüber zu reden — mach es einfach.»

Ich wusste, damit ich diesen mutigen Schritt wagen würde musste ich die Brücken hinter mit abbrechen. Am nächsten Tag kündigte ich — dann kaufte ich ein Motorrad.

Da sagte Daniel zu dem Palastdiener, den der oberste Hofbeamte ihm, Hanaja, Mischaël und Asarja als Aufseher zugewiesen hatte: »Ernähre uns versuchsweise zehn Tage lang mit Gemüse und Wasser. Vergleiche nach Ablauf dieser zehn Tage unser Aussehen mit dem der anderen jungen Männer, die von den Speisen des Königs essen. Danach entscheide, wie du weiter mit uns verfahren willst — je nachdem, was du an uns siehst.« Der Aufseher ging auf Daniels Vorschlag ein und führte diesen Versuch zehn Tage lang durch. Am Ende dieser zehn Tage wirkten Daniel und seine drei Freunde gesünder und sahen besser genährt aus als die anderen jungen Männer, die von den Speisen des Königs gegessen hatten.
Daniel 1:11–15, — Die Bibel, NL

Daniel lässt sich hier keine Auswege offen. Er geht zum Aufseher, er spricht Klartext, und der setzt eine Deadline. Kein Hintertürchen. Daniel weiss, dass er hier ein Wunder Gottes braucht. Zehn Tage Diät sind viel zu kurz um einen sichtbaren Unterschied zu bemerken. Und trotzdem setzte er dem Aufseher eine Frist.

Und Gott belohnt seinen Mut.

Wenn du vor einem Schritt stehst, der viel Mut kostet, hilft es, die Brücken hinter dir abzubrechen. Die Fotos einer verflossenen Liebe zu löschen. Das Commitment in der Kirche ganz einzugehen — oder aufzugeben. Alles auf eine Karte zu setzen, und um die Hand der Frau anzuhalten, die man liebt.

Sechs Monate nach meiner Kündigung sass ich in einem Flugzeug ohne Rückticket nach Brasilien. Und ein Abenteuer begann, dass mein Leben verändert hat. Ich weiss nicht ob ich den Mut dazu gehabt hätte, hätte ich nicht die Brücken hinter mir abgebrochen und gekündigt.


Mut kostet etwas:

Das mutige Handeln Daniels gefährdete mehrmals nicht nur seine hohe politische und gesellschaftliche Stellung, sondern auch das Leben seiner Freunde und sein Eigenes.

Wenn es dich nichts kostet, ist es nicht mutig.

Mut kostet immer etwas, sei es Kraft, Stolz, Ehre, Geld, Zeit oder sogar dein Leben. Um mutig zu werden, musst du deine Komfortzone verlassen. Das Geheimnis um Mut zu lernen ist, immer wieder etwas zu tun, das ein wenig über deinen Fähigkeiten und Erfahrungen hinausgeht. In einen Schu zu stehen, der eine Nummer zu gross ist.

Du kannst nicht mutig sein, ohne etwas zu riskieren.
Du kannst nicht mutig sein und wissen, wie es ausgeht.

Es kostet Mut, eine Firma zu starten. Du kannst nicht wissen, ob du Erfolg haben wirst. Du kannst Hoffnung haben, und Erfahrung, aber keine Garantien.

Es kostet Mut, eine Ehe zu starten — trotz der eigenen Schwächen und der Unzulänglichkeiten des Partners. Und es kostet noch viel mehr Zeit, Geduld und Kraft, das Feuer in ihr zu bewahren und sogar zu stärken.

Es kostet Mut, Kinder in diese Welt zu setzen. Aber es kostet noch viel mehr, Tag für Tag für sie da zu sein, ihnen die richtigen Werte mit zu geben, für sie zu Beten und sie aus den Situationen herauszuholen in die sie sich verrennen werden.

Es kostet Mut, in der Schule für seinen Glauben hin zu stehen — aber vor allem kostet es dich deinen Stolz.

Ein Leben, in dem du dich für andere Menschen stark machst, kostet Mut. Aber vor allem kostet es dich Zeit und Kraft, und du wirst immer wieder Niederlagen und Rückschläge erleben.

Leo Rosten
“Der Sinn deines Lebens ist es nicht glücklich zu sein — sondern relevant, produktiv, nützlich zu sein, dass es einen Unterschied gemacht hat, dass du überhaupt gelebt hast.” — Leo Rosten † 1997 (Komiker)

Aber wenn du Mut beweist, und es dich etwas kosten lässt, dann wirst du mit dem besten belohnt was die Welt zu bieten hat; Dem Gefühl und dem Wissen, ein Leben zu führen das Sinn ergibt.

Jesus sagt:

«Ihr seid das Salz der Erde.»
Matthäus 5:13a — Die Bibel, NL

Ein salziges Leben zu führen kostet Mut, aber es macht das Leben schmackhaft.


Mut versteckt sich nicht:

Persönlichkeiten, die für die Wahrheit einstehen, finde ich enorm faszinierend. Solche, die hinstehen, obwohl — oder vielleicht gerade weil — sie öffentlich Widerstand erfahren.

Daniel war ein solcher Mann. Sein Umfeld war ihm — ja allen Gläubigen Juden — feindlich gesinnt. Immer wieder wurde versucht, ihre Religionsfreiheit einzugrenzen und sie anzuprangern. Soeben wurde ein Gesetzt erlassen, dass bestimmte, dass kein Gott, nur noch der König angebetet werden durfte — etwas, das zutiefst gegen Daniels Überzeugung war:

Daniel wusste, dass dieses Gesetz vom König erlassen worden war. Er ging in das obere Stockwerk seines Hauses, wo er die Fenster, die nach Jerusalem zeigten, immer geöffnet hielt. Trotz des Verbotes kniete er sich nieder, dankte und lobte Gott und flehte ihn an, wie er es auch sonst dreimal täglich machte.
Daniel 6:11 — Die Bibel, NL

Statt klein bei zu geben und seinen Glauben im Stillen auszuleben, steht Daniel hin für Gerechtigkeit und getraut sich, seinen Glauben in aller Öffentlichkeit zu leben.

Mut steht hin. In der Öffentlichkeit, von Angesicht zu Angesicht.

Es gab einen Moment, wo mir Gott aufgezeigt hatte, dass ich nicht ehrlich war mit meinem Zeitmanagement bei meiner Firma. Es hat mich viel Mut gekostet, aber schlussendlich bin ich mit dem Zug zurück nach St. Gallen gefahren, 3000.– Cash im Hosensack und habe mich bei meinem ehemaligen Boss persönlich entschuldigt und Wiedergutmachung angeboten.

Mut versteckt sich nicht. An den Schulen steht es hin, lässt sich das Maul nicht verbieten. Es setzt sich in den Städten für soziale Gerechtigkeit ein, stellt sich vor gewalttätige Männer und bringt Frauen und Kinder in Sicherheit. Mut beantwortet kritische Fragen von Journalisten ehrlich und ohne Angst vor der Reaktion.


Mut ist nicht alleine:

Eines Tages gerät Daniel in eine brenzlige Situation. Gelinde gesagt, denn es geht um Kopf und Kragen. Der König war wütend, und ordnete die Ermordung aller Berater in seinem Königreich an:

Als nun der Erlass ergangen war, alle Weisen zu töten, suchte man auch Daniel und seine Freunde, um sie zu töten. Als Daniel davon erfuhr, wandte er sich an Arjoch, den Oberbefehlshaber der königlichen Wache, der beauftragt worden war, den Befehl auszuführen. Voller Einsicht und Klugheit fragte er Arjoch, den Bevollmächtigten des Königs: »Wie kommt der König dazu, einen solch strengen Befehl zu erlassen?« Arjoch berichtete ihm daraufhin, was geschehen war. Da ging Daniel zum König und bat ihn um eine Verlängerung der Frist; dann wolle er dem König sagen, was der Traum bedeute. Danach eilte er nach Hause und berichtete seinen Freunden Hananja, Mischaël und Asarja, was geschehen war. Er forderte sie auf, den Gott des Himmels zu bitten, dass er Erbarmen mit ihnen habe und ihnen das Geheimnis offenlege, damit sie nicht mit den anderen königlichen Beratern hingerichtet werden würden. 
Daniel 2:13–18 — Die Bibel, NL

Als ich achtzehn war, rüttelte Liebeskummer mein Leben. Todesgedanken umhüllten meinen Geist. Ich bin so dankbar für die Menschen, welche mich in dieser Zeit ge- und ertragen haben. Ich weiss nicht wo ich heute ohne diese Menschen stehen würde. Wenn Du das liest, Du weisst, dass Du es warst — DANKE!

Wir brauchen Freunde, die uns durch schwere Umstände helfen. Aber wir brauchen auch Menschen, die bei uns sind, wenn wir mutige Schritte gehen. Umgibst du dich mit Menschen, die dich in deinem Vorhaben bestärken, dich ermutigen und dich beraten? Keine Schmeichler, wahre Freunde?

Es gibt aber noch eine Kehrseite der Medallie. Wenn wir Freunde brauchen, müssen wir auch Freunde sein. Und zwar nicht einfach nur Kumpels, die da sind wenn alles gut ist, und immer nur “Ja” und “Amen” heucheln. In einer individualisierten Gesellschaft müssen wir den Mut haben, ein Gegenüber zu werden, Verantwortung für Andere zu übernehmen. Das tönt nach Bevormundung und ist unglaublich unpopulär. Aber wir brauchen wieder Coaches, Väter und Freunde die mutig für Andere da sind — voller Liebe, aber auch gelegentlich mit konstruktiver Kritik. Übernimmst du Verantworung für dein Umfeld?

Hab keine Angst, wir sind alle nicht perfekt. Aber wenn wir länger warten, bis wir perfekt sind, bevor wir Anderen unter die Armen greifen, sterben wir als Armee von Einzelnen.


Mut steht auf einem Fundament:

In Daniel 3 steht eine Begebenheit, die mich an einen anderen Mann mit D aus der Bibel erinnert:

Ich kaufe ein A und ein I — PING, PING. Ich löse: David.

Ein paar Jahrhunderte vor Daniel war dieser Teenager entrüstet über die Gotteslästerungen eines Reisen und beschloss, als kleiner Hirtenjunge gegen einen übermächtigen Gegener anzutreten. Sein Mut gründete nicht in erster Linie auf seiner Kraft und seinem Können, sondern auf Gott.

Daniel befand sich in einer ähnlichen Situation als er wieder einmal gezwungen wurde, Gott zu verleugnen und einen anderen Gott anzubeten. Aber dieses mal wusste er aus Erfahrung — ich kann mich auf meinen Gott verlassen.

Also: Wenn ihr, sobald ihr den Klang der Musikinstrumente hört, niederfallt und die Statue anbetet, die ich anfertigen ließ, ist alles gut. Wenn ihr dazu aber nicht bereit seid, sollt ihr sofort in den glühenden Feuerofen geworfen werden. Und wer ist der Gott, der euch vor meiner Strafe retten könnte?« Schadrach, Meschach und Abed-Nego aber antworteten dem König: »O Nebukadnezar, wir wollen uns gar nicht vor dir rechtfertigen. Wenn der Gott, den wir verehren, es will, kann er uns ganz bestimmt retten. Sowohl aus dem brennenden Feuerofen als auch aus deiner Hand, o König, wird er uns dann retten. 
Daniel 3:15–17 — Die Bibel, NL

Ein mutiges Leben basiert nicht darauf, dass wir so super gut und perfekt sind. Vielmehr verleiht Gott dem Leben eines Menschen Kraft, der sich von ihm mutig gebrauchen lässt.

Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche.
Philipper 4:13 — Die Bibel, NL

Ja, die Welt braucht deinen Mut — aber vergiss nie wer das Fundament deines Lebens ist. Wenn du auf deine eigene Stärke schaust, wird die Angst dich bald überwinden, denn dein Können ist beschränkt und deine Kraft endlich. Aber wenn deine Hoffnung auf Gott ruht, gibt es keinen Grund zur Sorge — denn er wird dich stützen und zum Ziel führen.


Mut wächst:

Kennst du das, du denkst

“Jetzt bin ich mutig!”

Mir geht es oft so wenn ich einen coolen Action Film gesehen habe, dann denke ich, ab jetzt ist fertig mit einem langweiligen Leben das keinen Einfluss hat. Morgen verändere ich die Welt!

“Muss nur noch kurz die Welt retten…”

— und dann vergessen wir, dass Mut im Kleinen anfängt. Mut entsteht nicht von Heute auf Morgen. Mut muss wachsen.

Daniel hatte Zeit und wurde von Gott mutig gemacht:

Ich weiss nicht wo du heute stehst. Was ich weiss ist, dass es keinen Sinn macht, deinen Job zu kündigen und auszuwandern um ein Hilfswerk in einem anderen Land zu starten, wenn du heute nicht den Mut hast, dich in deiner Kirche treu in ein Team zu investieren oder eine SmallGroup zu leiten.

Verstehe mich nicht falsch, ich möchte dich nicht anklagen, sondern dich herausfordern, mutig den nächsten Schritt zu tun — nicht den übernächsten.

Ist es für dich dran, an einem Ort treu zu investieren? Das braucht Mut!

Merkst du, dass du an dem Ort an dem du schon lange treu investierst herausgefordert bist, Leiterschaft zu übernehmen? Das braucht den Mut, dass Gott dich als Leiter gebrauchen kann.

Geht es darum, dass du Gott auch in den Finanzen anfängst zu vertrauen und auch mit deinem Geld zeigst, wo dein Herz hinwill?


Die Frage ist nun, was machen wir?

Wenn ich meine Augen öffne, sehe ich viele mutige Vorbilder um mich herum.

  • Da ist die Mutter, die alleine bei ihrem Kind bleibt und zu ihm steht.
  • Die Familie Schulthess, die in aller Öffentlichkeit zu ihrem Glauben steht.
  • Ich denke meinen Freund, der sich in der Wirtschaft einbringt und dafür sorgt, das dort Menschlichkeit und christliche Werte gelebt werden.
  • Mir kommt der Mann in Sinn, der den Job gekündigt hat, weil er zu wenig Zeit für seine Familie hatte, obwohl er liebend gerne da weitergearbeitet hätte.
  • Mir kommt der junge Mann in den Sinn, der sich im Kampf gegen Pornografie nicht niederkriegen lässt, und sich einen Schutzfilter installiert.
  • Ich denke an eine Freundin, die sich ihren eigenen Schatten und denen ihrer Familie stellen und die Vergangenheit aufarbeitet.
  • Da ist der Freund, der trotz grosser Ungewissheit auf Afrika reist, im Vertrauen, das Gott etwas vor hat mit seinem Leben.
  • Ich denke an einige Männer und Frauen, die in jungen Jahren den Mut hatten, ein ICF zu starten.
  • Einen Freund der in der Klemme steckt anrufen und Zeit mit ihm verbringen, ein Leben in andere zu investieren.

Es wären noch Viele mehr zu nennen.

Wir brauchen heute wieder mutige Christen! In der Bildung, in der Wirtschaft, bei den Medien, in der Politik — und Zuhause!

Ich möchte mein Leben nicht für mich leben, sondern Verantwortung übernhemen und mich dafür einsetzen, dass Menschen frei werden können.

Dein Leben hat ein anderes Ziel, dein Mut sieht anders aus.

Wie sieht dein Mut aus?

  • Welches ist dein nächster mutiger Schritt?
    Nimm keinen zu grossen Schritt, aber er muss dich etwas kosten.
  • Welche Brücken musst du dafür abbrechen?
    Eine offene Hintertüre hindert dich all-in zu gehen. Schliesse sie.
  • Was ist das Fundament deines Mutes?
    Wenn deine Sicherheit von dir abhängt, wirst du Angst bekommen — du bist auch nur ein Mensch. Habe die (De)Mut auf Gott zu vertrauen.
  • Wer unterstützt dich in deinem mutigen Schritt?
    Kämpfe nicht alleine. Schaffe dir ein Umfeld, das dich in deinem mutigen Schritt unterstützt.

Dieses Bild von Daniel bewegt mich. Ein Mann im hohen Alter, der ein Leben lang treu den Königen einer fremden Nation gedient hatte, ohne dabei seinen eigenen Werten und seinem Gott untreu zu werden. Ein Mann, der am Ende seiner Tage den Mut hatte und in aller Öffentlichkeit niederkniete um damit zu sagen: Set her, das bin ich, das ist mein Gott und mein Glaube, und ich bin bereit dazu für Wahrheit und Gerechtigkeit mein Leben zu lassen. Sein Mut und Glaube schnürte den Löwen buchstäblich den Rachen zu.

Jesus sagte:

Habt keine Angst vor denen, die euch umbringen wollen. Sie können nur euren Körper töten; eure Seele ist für sie unerreichbar. Fürchtet allein Gott.
Matthäus 10:28 — Die Bibel, NL

Ich wünsche mir, Teil einer Generation zu sein, die wieder am helllichten Tag aufsteht, und durch mutige Taten, welche mehr sprechen als Worte, den Löwen in Politik und Gesellschaft und den Löwen im eigenen Haus, mit Mut und Entschlossenheit entgegentreten.


[

Du bist noch hier? Ich möchte Dich fragen, was kannst du verlieren, wenn du anfängst auf Jesus zu vertrauen?

Keine Angst, du musst den Verstand nicht an der Kirchentüre abgeben. Ich erlebe, dass Jesus mein Herz und mein Leben Stück um Stück heilt, und mich dabei auf abenteuerliche Weise dazu gebraucht, auch anderen Menschen zu helfen. Kurz, mein Leben macht immer mehr Sinn und vor dem Tod habe ich keine Angst. Das wünsche ich dir auch. ]