Rente mit 45? — Mein und dein Weg zur “finanziellen Freiheit”

Normalerweise schreibe ich ja über irgendwelche Themen die meinen Arbeitsalltag betreffen, welchen ich als DevOps - Engineer in einem kleineren Startup erlebe. Heute geht es aber mal um ein ganz neues Thema!

Rente mit 45? - Mein Weg zur “finanziellen Freiheit”

Das Thema? Der Weg in frühen Jahren nur noch zu Arbeiten wenn man möchte. Die Überschrift sagt zwar “Rente mit 45?” aber das ist rein fiktiv und kann auch Rente mit 50 oder was auch immer bedeuten.

Vielleicht gefällt dir ja: “Mit 50 arbeite ich nur noch 15 Stunden die Woche, und kann mir trotzdem noch das Kino gönnen” besser.

Glaube wenn man nicht immer kurze Überschriften wählen sollte, würde ich wählen: “Mit 45 arbeite ich 8 Monate im Jahr halbtags, und die andern 4 Monate reise ich um die Welt, dabei habe ich trotzdem ein gesichertes Einkommen”.

4 Monate Reisen im Jahr — Ein Weg ein Ziel

Versteht mich nicht falsch, ich gehe sehr gerne zur Arbeit (ein Vorteil wenn man seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat), aber die Vorstellung das man auch mal ein Jahr aussetzen kann oder seine Arbeitszeit auf zum Beispiel 20 Stunden die Woche reduziert ohne Einschnitte am Lebensstil sind schon verlockend.

So ist dann auch die Idee entstanden, mich mit der Thematik und wie man das ganze erreichen kann zu beschäftigen. Mir fällt es leichter mich mit neuen Ideen zu befassen wenn ich auch darüber schreiben kann, auch wenn das nun nicht gerade meine Stärke ist. Man verzeihe mir an dieser Stelle Rechtschreibfehler oder nicht so wunderschön formulierte Sätze.

Meine Vorstellung ist, dass ich euch alle 1 - 2 Monate mit meinem Fortschritt, neuen Erkenntnisse und Ideen beglücken kann.

Bedeutet, das hier ist hoffentlich nur der Auftakt für eine Serie von Artikeln die sich alle mit dem Weg zur “finanziellen Freiheit” beschäftigen.

Meine Ausgangslage

Wie sieht meine Ausgangslage für diese Vorhaben aus, würde sagen könnte interessant sein um meinen weiteren Weg verfolgen zu können.

Ich habe ein festes Einkommen, in einem Beruf welcher mir sehr viel Freude bereitet und beziehe dort ein durchschnittliches Gehalt.

Leben tue ich in einer deutschen Großstadt gemeinsam mit meiner Partnerin ohne Kinder, in einer Wohnung zur Miete. Wenn ich den Spiegel sehe, sagt mir dieser dass ich stark auf die 40 Jahre zugehe.

Dank einer kleinen Abfindung meines alten Arbeitgebers habe ich einen Notgroschen auf meinem Tagesgeldkonto.

Aufgrund meiner Lebenseinstellung ist es mir möglich mindestens 50% meines Einkommens nicht für notwendige Ausgaben verwenden zu müssen.

Was bedeutet das? Ich kann das Geld für mein Vorhaben der finanziellen Freiheit einsetzen.

Anmerkung: Solltest du kein Polster auf dem Tagesgeldkonto besitzen nutze die Ideen in meinen Beiträgen um dieses Anzulegen und beginne erst dann mit den weiteren Schritten (ein paar Tipps wie man das erreicht, bekommst du in diesem und folgenden Beiträgen).

Erfahrungsgemäß würde ich ein Polster von mindestens 5000€ empfehlen. Mit diesem Betrag sollte es dir möglich sein auch in Notsituationen angemessen reagieren zu können.

Deine Ausgangslage

Nun hast du eine Ahnung mit welchen Vorraussetzungen ich in dieses Projekt starte.

Solltest du einer ganz andere Situation sein wird es vielleicht einfacher oder schwieriger für dich. Wenn du ein sehr geringes Einkommen hast, ist es natürlich schwer davon auch noch 50% zum Sparen oder Investieren zu benutzen.

Die gute Nachricht: Wenn du auch nur 10% oder weniger nutzt, kommst auch du der finanziellen Freiheit einen Schritt näher es wird wohl nur bedeutend länger dauern. Umgekehrt wird es natürlich auch geben, verdienst du 10.000€ im Monat wirst du schneller als ich das Ziel erreichen (wobei.. nur wenn du deinen Lebensstil an meine Ideen anpasst).

Ich freue mich jedenfalls wenn du mir in den Kommentaren einen Hinweis gibst wie du startest.

Ein paar Gedanken zu der Ausgangslage: Es passt hier nur halbwegs, aber ist mir doch wichtig zu sagen. Ein hohes Einkommen ermöglicht dir nicht zwangsläufig schneller finanziell unabhängig zu sein. Warum? Weil du wahrscheinlich auch einen entsprechend angepassten Lebensstil hast. Wer 10.000€ im Monat verdient, hat gerne teure Hobbys, geht gerne in teure Restaurants oder fährt einen relativ teuren Wagen. Was im Umkehrschluss bedeutet: Dein passives Einkommen musst entsprechend höher sein als das eines Menschen welcher nur 2500€ im Monat zur Verfügung hat und entsprechend angepasst lebt.

Ganz ander sieht es natürlich aus wenn du 10.000€ im Monat zur Verfügung hast, aber davon eigentlich nur 2000€ benötigst — das dürfte die perfekte Ausgangslage sein. Wenn du jeden Monat 8000€ einsetzen kannst, wirst du relativ schnell ein passives Einkommen erzielen können was deine Bedürfnisse abdeckt.

Der richtige Lebensstil für dieses Projekt . Wie schaffe ich es zu sparen?

Ein sehr wichtiger Punkt auf dem Weg zu meiner und vielleicht deiner finanziellen Freiheit.

Wie kann man es in der heutigen doch sehr konsumorientierten Welt überhaupt hinbekommen Geld zu Sparen und Investieren zu können? Das möchte ich dir gerne erklären anhand meines Vorgehens.

Mir ist klar das es nicht für jeden Funktioniert aber bei mir und einigen Freunden haut es hin und sicherlich hast du auch noch eigene gute Ideen.

Ich werde diesen Bereich in einzelne Abschnitte unterteilen, also in die Bereiche des Lebens wo man des Öfteren mal sein Geld versenkt. Die ersten Bereiche decke ich gleich heute mit diesem Artikel ab, die Fortsetzung folgt im nächsten Artikel.

Wohnen

Bei mir in der Großstadt wohl der größte Kostenfaktor. Ich wohne in einer ca. 60m² großen Wohnung (2 Zimmer + Küche). Der ganze Spaß wäre für mich alleine schon fast zu teuer. Lösung? Jemand der sich mit dir die Miete teilt. In meinem Fall meine Freundin, in deinem wenn gerade Single — wie wäre es mit einer WG? Alternativ die Ansprüche zurückschrauben und vielleicht in eine kleinere Wohnung umziehen.

Ich kenne durchaus auch Paare die in einer 1.Zimmer Wohnung glücklich sind. Vielleicht muss es ja auch nicht das teure Szene-Viertel in deiner Stadt sein? Solange es eine Bahn oder Bus gibt zu deiner Arbeit, alles kein Problem. Die Zeit auf “Reisen” lässt sich heutzutage durchaus produktiv nutzen.

Von Eigentum halte ich persönlich nicht so viel, außer du hast eine entsprechende Wohnung geerbt, geschenkt bekommen oder was auch immer.

Was viele gerne vergessen die immer predigen: Wenn ich mein Haus, Wohnung habe, brauche ich ja keine Miete mehr bezahlen.

Naja, wenn man sich das Hausgeld bei so mancher Eigentumswohnung ansieht, oder die Kosten die Instandhaltungsarbeiten an Häuser verursachen ist das nicht zu Ende gedacht.

Falls du dich fragst was alles so im Hausgeld steckt, bitte:

  • Instandhaltungsrücklage (!)
  • Abfallentsorgung
  • Wasser
  • Versicherungen
  • Hausmeister
  • Fahrstuhlwartung
  • etc.

Grob kann man sagen, pro m² kostet dich deine Eigentumswohnung zwischen 2,60€ und 4,60€ im Monat (abhängig von der Wohnlage).

Ich persönlich wohne gerne zur Miete, geht meine Heizung kaputt -> Hallo Hausmeister. Ist das Dach nicht mehr dicht: Hallo Hausmeister! Ich habe wenig Aufwand mit meiner Wohnung und kann jederzeit in eine andere Ecke der Welt ziehen ohne groß etwas verkaufen zu müssen.

Nun die Frage, wie finde ich eine günstige Wohnung? Die kann ich leider nicht beantworten. Gute Erfahrungen habe ich mit der Suche auf Immobilien scout24 gemacht, alternativ und die beste Variante: Du hast viele Freunde die ständig umziehen und dir ihre Wohnung anbieten. Glaube gerade in der Großstadt gibt es dafür kein Patentrezept. Falls doch — freue ich mich auf dein Kommentar.

Mobilität

We kommt man günstig von A nach B. Kosten die gerne unterschätzt werden, fangen wir mal mit der meist teuersten Variante an, dem eigenen Auto.

Ich treffe sehr oft auf Menschen die mir erklären wollen das ihr Auto ja viel günstiger ist als meine Jahreskarte für Nahverkehr. Ich schüttel dann gerne ungläubig meinen Kopf.

Fangen wir mal mit der Fortbewegung in der Stadt an: Ich zahle im Monat ca. 50€ um in meiner Stadt zur Arbeit und zu Freunden zu kommen. Meine Jahreskarte ist unter der Woche auf den Innenstadtbereich begrenzt und am Wochenende darf ich durch das ganze Tarifgebiet fahren. Nehmen wir mal an das ich 20 Tage im Monat zur Arbeit und wieder zurück fahre (ungefähr 10 Kilometer insgesamt) sind das 2,50€ pro Tag.

Schauen wir uns als Vergleich meinen fiktiven Kollegen Gustav an. Gustav hat einen kleinen Fiat Panda für die Stadt. Gustav behält seine Autos meistens für 5 Jahre, dann muss was neues her. Gustav bezahlt jetzt knapp 370€ jeden Monat für diesen Luxus. Das sind pro Arbeitstag 18,50€ ..

Wie kommt man auf diese große Summe? Viele ignorieren einfach die Kosten welchen neben Benzin für ein Auto anfallen.

  • Werkstatt
  • Anschaffungspreis
  • Wertverlust
  • Versicherungen

Wer das gerne für seinen Wagen mal nachrechnen möchte, kann das beim ADAC erledigen.

Nicht eingerechnet habe ich mal die Kosten für eine Garage oder einen Stellplatz, der kostet bei mir in der City zwischen 100€ und 200€ pro Monat..

Klar ist ein Auto auch mal praktisch, aber mal ehrlich, wenn ich ein Auto brauche nehme ich mal ein Taxi oder nutze die vielen CarSharing-Angebote. Selbst wenn ich jeden Tag noch für 15€ ein Taxi nutzen würde ist das noch günstiger.

Gute Erfahrungen habe ich im Bezug auf CarSharing mit DriveNow und Car2Go gemacht.

Fazit: Wenn du ein Auto besitzt, und nicht gerade mitten im Nirgendwo lebst: Befreie dich von der Last eines eigenen Autos und fange an das Geld zu sparen.

So ihr lieben, das war der erste von hoffentlich vielen Beiträgen. Er ist jetzt schon viel länger geworden als ich erwartet habe, dabei sind auf meinem Spickzettel noch sehr viele Punkte über die wir reden müssen.

Ich bin gespannt ob sich jemand für meine Geschichte interessiert, ich kann dir nur sagen: Bleibe am Ball!