Gehen wir ein Stück des Weges gemeinsam. Eine Anleitung zum Gewinnen.

Wahlanalysen gibt es dieser Tage zahlreiche. Folgender Text soll keine weitere Analyse sein, sondern eine Idee und ein Aufruf, wie wir in den nächsten Wochen bis zum 22. Mai etwas Historisches schaffen. Nämlich ein Zusammenrücken unterschiedlichster Menschen, die ein gemeinsames Anliegen haben: einen Bundespräsidenten, der Österreich nicht spaltet, sondern nach bestem Wissen und Gewissen vereint.

Schauen wir uns die Ausgangslage mal an: Ja, die FPÖ bzw. der von ihr nominierte Kandidat Hofer hat mit 35% ein unerwartet hohes Ergebnis im ersten Wahlgang am 24. April eingefahren. Gleichzeitig haben 65% aller Wähler_innen NICHT Hofer gewählt. Und ein Drittel aller Wahlberechtigten ist sowieso zuhause geblieben.

In absoluten Zahlen sieht das so aus: 6.382.486 Wahlberechtigte gab es bei der Wahl am 24 April. 4.371.912 davon gingen wählen. Lediglich 1.499.971 wählten Hofer. Bleiben 4.882.515 Menschen, die wir jetzt überzeugen werden.

Im Ergebnis heißt das: Hofer hat in diesem Land keine Mehrheit. Van der Bellen aber auch (noch) nicht.

Worum es in den kommenden Wochen geht

Die Stichwahl am 22. Mai kann eines bewirken: dass Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, aus verschiedenen Parteien und mit teils ganz gegensätzlichen politischen Ansichten zusammenkommen und ein starkes Zeichen für Demokratie setzen.

In der Wahlauseinandersetzung Van der Bellen/Hofer geht es nicht um Parteien, es geht nicht um links oder rechts. Es geht eigentlich um etwas Größeres. Wollen wir einen Präsidenten, der (angekündigterweise) Instabilität bringt, der bewusst Spaltung als politisches Mittel einsetzt?

Oder wollen wir eine Persönlichkeit, die das Gemeinsame und das Verbindende in den Vordergrund stellt. Das kann Alexander Van der Bellen. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Hofer will gar nicht Präsident für “die anderen” sein. Van der Bellen kann das und will das.

Ja, das sind Allianzen, die wir nicht gewohnt sind. Aber sie sind jetzt notwendig. Es geht um unser Land und um die Frage, ob wir noch mehr Spaltung, noch mehr Zuspitzung wollen. Ich will das nicht, weil ich die Gefahr sehe, dass noch mehr Polarisierung unsere Demokratie zunehmend gefährdet.

Wir brauchen mehr Gemeinsames, mehr Verbindendes. Dafür müssen wir uns nicht inhaltlich einigen, ob wir beispielsweise die Gesamtschule befürworten oder nicht, ob Lesben und Schwule heiraten dürfen oder nicht oder wie wir zu Verkehs- oder Flüchtlingspolitik stehen.

Aber wir müssen erkennen, was uns alle betrifft: Wir brauchen einen gemeinsamen demokratischen Rahmen, der unterschiedliche Meinungen und Ansichten wertschätzt und gleichzeitig Standards für sachliche Auseinandersetzungen bietet. Und das liegt im Interesse der großen Mehrheit in diesem Land.

Wie wir das gemeinsam schaffen.

Das Wahlergebnis ist tatsächlich eine riesige Verantwortung. Und in wirklich schwierigen Zeiten braucht es im höchsten Amt des Staates jemanden, der mit Anstand, mit Verstand und mit Herz dazu beiträgt, dass wir die Herausforderungen unserer Zeit meistern.

Alexander Van der Bellen hat schon oft seine Besonnenheit, Vernunft und Zuversicht bewiesen. Wem, wenn nicht ihm, kann es gelingen, das Verbindende vor das Trennende zu stellen. Van der Bellen kann in diesen schwierigen und unruhigen Zeiten das Land zusammenhalten. Und Österreich nach außen würdig vertreten.

Wir schaffen das nur, wenn wir bis 22. Mai die ungewöhnlichsten Allianzen schließen. Und wenn wir die Widersprüche, die in einer Demokratie gegeben sind, für diesen Moment als gegeben akzeptieren.

Griss-Wähler_innen, Khol-Wähler_innen, Hundstorfer-Wähler_innen und all jene die Zuhause geblieben sind: Ihr habt die Mehrheit in diesem Land. Wenn wir alle zusammenrücken, können wir die Wahl am 22. Mai gemeinsam gewinnen.

Gehen wir also raus, reden wir mit Nachbar_innen, Arbeitskolleg_innen, mit den Eltern und Großeltern, unseren Schulkolleg_innen von früher. Sie alle können Teil einer breiten Allianz für eine demokratische Zukunft mit Vernunft, Anstand und Zuversicht sein.

Es braucht dich!

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