Blaue Vögel fressen Erdmännchen!

Oder auch: Twitter gegen Meerkat.


Blaue Vögel fressen Erdmännchen. Klingt ziemlich grausam oder? Aber es entspricht der Wahrheit und ich werde dir in den nachfolgenden Zeilen erklären, was es damit auf sich hat. Lehn dich zurück, lies langsam und am Ende wirst du verstehen, warum du niemals — NIEMALS — dein Vorhaben von einem sozialen Netzwerk abhängig machen darfst.

Erdmännchen erobern Twitter

Vor genauer einer Woche veröffentlichte ich einen Artikel über die neue Livestreaming App Merkat, die gerade durch die Decke geht. Falls du noch nichts davon gehört hast, lies ihn dir hier auf meinem Blog durch.

Falls du keine Lust hast, mach ichs kurz: Meerkat ermöglicht dir über eine App, schnell und einfach einen Livestream zu starten und deine Follower auf Twitter daran teilhaben zu lassen.

Größen wie Gary Vaynerchuck nutzen Meerkat direkt und sorgten dafür, dass der Dienst sehr schnell bekannt wurde. Über 15.000 Nutzer folgten in wenigen Tagen. Klingt eigentlich nach dem neuen heißen Scheiß, oder? Eigentlich.

Twitter greift an

Twitter reagierte und kaufte vergangene Woche zunächst Meerkat-Konkurrent Periscope, der genau die gleichen Funktionen wie Meerkat anbietet. Schlag Nummer 1 gegen die Erdmännchen.

Das noch mehr vom blauen Vogel kommen würde, hatte ich im Gefühl und bewahrheitete sich gestern. Twitter kappte eine wichtige Verbindung der App, durch die man als Twitter-User schnell sehen konnte, ob die Twitter-Folgschaft gerade selbst einen Livestream am laufen hat.

Begründet wurde dieser Flügelschlag mit der Tatsache, man habe gegen die Richtlinien der hauseigenen Entwicklerplattform Fabric verstoßen. Auch wenn Meerkat-Chef Ben Rubin sagte, dass das nicht so schlimm sei… ein netter Beigeschmack ist es doch.

Meerkat bereits Vogelfutter?

Meerkat wird natürlich nicht aufgeben und weiter alles versuchen, seinen Service zu verbessern und noch mehr Nutzer für sich zu gewinnen. Doch Twitter hat mit dem Kauf von Periscope bereits gezeigt, dass sie auch in diese Richtung möchten und man möglichen Konkurrenten die Grenzen aufzeigen kann.

Sind die Erdmännchen bereits Vogelfutter? Nein. Als Facebook damals Checkins vorstellte, schrien ebenfalls die Vögel von den Dächern, dass das das Ende von Foursquare bedeutet. Wie wir alle wissen lagen sie falsch, denn die Checkins floppten.

Meine Empfehlung an dich: Warte ab, wie der Kampf im Tierreich ausgeht. Was du daraus lernen kannst: Mach deine Idee bzw. dein Vorhaben niemals von einem sozialen Netzwerk abhängig. Sonst kann es schneller vorbei sein, als dir lieb ist. Oder Ben Rubin.

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