warum andalusien und was mache ich da? — teil IV

dann war der tag gekommen. abfahrt an der uni in münchen. vater und tochter mit zwei autos, die nach spanien gebracht werden sollten. ich fuhr natürlich bei der tochter mit. er war komisch. sie neugierig auf so’n fuzzi wie mich. ich erspare euch und mir nun aber details von der fahrt, die zwei tage dauerte. ich landete in marbella. während der fahrt sagten sie immer wieder andere zielorte, bis ich dann sagte: “schmeißt mich hier raus, finde, ein punk kann die stadt gebrauchen.”

ich wollte draussen schlafen, fand aber nichts, wo ich mich und meine klamotten sicher wähnte. also: geld aus der tasche und ab in eine kleine pension. 17 euro die nacht. sieben tage nistete ich mich ein, kaufte etliche flaschen whiskey, betrank mich am strand und die restliche zeit verbrachte ich im internet-cafe. das war es irgendwie nicht. 10 euro hatte ich noch, als ich die stadt verließ. ziel: almeria, wo Fenja, eine internetfreundin eine wohnung hat. 180 kilometer, wenn ich mich nicht täusche. googlen könnt ihr selbst. bis nerja bin ich gekommen. in vier tagen. ganzen tag bei voller hitze gelaufen. die 10 euro gingen für kippen drauf. tsbak habe ich nicht gefunden. ich lief meist auf dem randstreifen der autobahn. anstrengend. sonne, autos und scheiß tunnels. zentimeter nah fuhren die autos an mir vorbei. sonnenstich hatte ich auch. und dachte, ich wäre verrückt, so einen mist in spanien zu machen. laufen, laufen, laufen. ich redete laut mit mir selbst und sagte: “gleich findest du zigaretten.” — 100 meter weiter lag eine volle packung malboro am randstreifen. sehr gut. klappt.

gegessen habe ich von den bäumen. organgen. und vom boden. tomaten. dann kam ich in nerja an. ein supermercado gleich am eingang. drei, offensichtlich obdachlose, auf der rückseite vom markt auf einer bank. wollte da nicht hin. doch at mein nikotinverlangen größer. ging also hin. und was wunder: einer der drei war deutscher. keine ahnung mehr, wie er heißt.