Der Kampf der AfD gegen Kinder, die einmal schwul oder lesbisch werden könnten

Stefan Niggemeier hat diesen großartigen Text zum „Frühsexualisierungs”-Papier der AfD geschrieben, ein Papier, das wie üblich mit jeder Menge Parolen und Gedanken gespickt ist, die so wirken, als seien sie direkt der Propaganda des Dritten Reichs entnommen. Niggemeiers Text sollte jeder Diskussion dieses hasserfüllten politischen Plans dazugestellt werden, da man nicht besser erklären kann, worum es dabei eigentlich geht. Die AfD will im Namen von „Familie, Volk und Nation”, dass Kinder, die einmal schwul oder lesbisch werden könnten, schon im frühen Alter psychisch geschädigt und zum Schweigen gebracht werden. Dafür bringen sie besagte Idee in Anschlag, mit dem menschenverachtenden und widersprüchlichen Argument, dass Kinder alleinig mit dem Konzept von heterosexuellem, auf Reproduktion ausgelegtem Sex konfrontiert werden dürfen, weil sie sonst zu „früh sexualisiert” würden. Deshalb sollen Geschichten von bunten Elefanten oder von Prinzessinnen, die nicht heiraten wollen, im Kindergarten verboten werden. Niggemeier macht deutlich, dass wir, wenn wir uns auf das perfide Kampfwort „Frühsexualisierung” einlassen, schon verloren haben. Selbst wenn der Plan medial auseinandergenommen wird, bleibt etwas Negatives bei den meisten Menschen hängen. Die AfD, so Niggemeier, versuche nichts anderes, als den Kampf für Toleranz und eine offene, vielfältige Gesellschaft in einen ideologischen Kampf für den Missbrauch von Kindern umzudefinieren. Das ist ein Skandal, den wir nicht zulassen dürfen, nicht nur unseretwegen, sondern auch wegen der Kinder, die einmal anders werden könnten — Kinder, die die AfD quälen, misshandeln und zerstören will.

Zum Artikel: Der Kampf der AfD gegen das Kindeswohl


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