Buntes bleibt bunt.

Okay, jeder der irgendwas zu Influencer Marketing sagen kann, hat das jetzt einmal im Zusammenhang mit der eher schwierigen Influencer-Kampagne von Coral getan.
Neben allgemeinem Gelächter bleibt jetzt die Selbstbeweihräucherung der Branche auf den alljährlichen Konferenzen. Bitte, habt euren Spaß.
Wie wäre es aber, wenn man ernsthaft etwas daraus lernt? Ändert die Coral-Kampagne etwas an den horrenden Preisen für Instagramposts? Oder wird sie im Namen der Reichweite dann doch ignoriert?
Und, was kann Coral neben dem Offensichtlichen besser machen? Der Claim lautet “Buntes bleibt Bunt”. Na, fällt der Groschen?

In einem sehr lesenswerten Beitrag geht Gerald Hensel auf das Thema Haltung von Marken und Unternehmen ein. Für mich steht es außer Frage, dass Haltung der beste Weg ist, wahre Einflussnahme zu zeigen. “Buntes bleibt Bunt” kann mit wenig Fantasie gerade exakt den Zeitgeist treffen: die Ehe für alle ist möglich, überall auf der Welt feiert man gerade den Pride-Month oder Week, dem rechte Ressentiments und offene Angriffe gegenüberstehen — nicht nur in der Türkei, den USA oder Russland.
“Buntes bleibt bunt” hatte (und hat wahrscheinlich immer noch) die Chance, ein Statement zu setzen, Haltung zu zeigen: Man steht für Diversität. Das steht vor allem auch in Grundzügen auf der Website von Coral skizziert.
//Ich arbeite für FAKTOR 3, eine Kommunikationsagentur aus Hamburg.
